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Verlinkt wird nur, was auch einen Mehrwert für den Leser hat


 •   3 Min. Lesezeit 13

Dieser Blog hat keine mäßige Verlinkungsquote, er hat de facto überhaupt keine. Keine Sorge, ich will nicht schon wieder anfangen zu jammern.

Es ist wie es ist und das liegt an der Art und Weise, wie ich diesen Blog manage – nämlich (fast) gar nicht. Dabei kann man so viel Interessantes und Hilfreiches darüber lesen. Wie bloggt man richtig? Ich habe es in den zurückliegenden fast 10 Jahren nicht gelernt. Im Moment kümmere ich mich hauptsächlich um das Blog-Theme und kaum um den Blog-Inhalt. Das ergibt zusammen mit meinen Experimenten, die im Wesentlichen nach dem Trial-and-Error-Prinzip ablaufen, eine Mischung, die Leser abschrecken kann.

  • »Hm, schon wieder ein neues Theme! Ich dachte, ich hätte die falsche URL eingetippt.«
  • »Wo sind meine Smilies geblieben? Wieso hast du das Plugin gelöscht?«
  • »Musst du denn immer so viel herumfummeln an deinem Blog?«

Als Blogger weiß man doch, worauf es ankommt: Inhalt, Inhalt, Inhalt. Content, Content, Content.

Ohne den experimentellen Teil würde ich wahrscheinlich längst schon nicht mehr bloggen. Es würde mich keinen Spaß machen, nur zu schreiben. Meine Aussage wird vielen vielleicht nicht passen. Sie wirkt ja so, als wären mir meine Leser egal. 

Der Webmasterfriday ist für viele Blogger zum willkommenen Anstoß für eigene Beiträge avanciert. Themen rund ums Bloggen erfreuen sich großer Beliebtheit. Wohl auch ein bisschen deshalb, weil wir ein Thema »vorgegeben« bekommen. Die Blogsphäre (in Deutschland?) scheint ein bisschen sehr um sich selbst zu kreisen. Da ist man unter sich (die ganz großen Blogs fehlen, weil die »es« nicht mehr nötig haben). Klingt ein bisschen böse und ja, das soll es auch!

Womit ich jetzt endlich mal beim Thema des dieswöchigen Webmasterfriday wäre – der gegenseitigen Verlinkung. Wenn man sich große Blogs als Vorbilder nimmt, stellt man fest, dass dort die Verlinkung auf andere, vor allem auf kleinere Blogs, kaum noch vorkommen. Ich finde es gut, wenn eine Quelle oder ein kleines, unscheinbares »via« selbst neben einem Youtube-Video vorhanden ist, das man nur mal schnell weiterverteilt hat. Auch das kann man sehen – selbst bei den diesbezüglich kritisierten großen Blogs.

Wie wahrscheinlich die meisten Blogger lese ich viele andere Blogs und bekomme darüber die eine oder andere Inspiration für neue Artikel. Es ist häufig so, dass ich Artikel (nicht nur in Blogs) aufgreife, wenn mir deren Inhalt politisch gegen den Strich geht. In diesem Fall nenne ich immer Ross und Reiter. Wenn es sich um Blogs handelt, wäre es wohl fair, dort zu kommentieren und nicht »zu Hause« über die Meinung des anderen zu lamentieren?! Eine Diskussion kann sich so nicht entwickeln. Aber ich will ehrlich sein, manchmal will ich das gar nicht. Ich habe auch gelernt, dass viele Diskussionen über politische Dinge nichts mehr bringen – jedenfalls nicht im Internet. Hatte ich schon gesagt, dass ich nicht mehr wählen geht?

Ja, auch Bloggen hat viel mit persönlichen Befindlichkeiten zu tun. Mal ist man enttäuscht, weil überhaupt keine Kommentare hereinkommen. Manchmal ist man auch enttäuscht, weil die Kommentare mit der eigenen Meinung so überhaupt nicht übereinstimmen. Ja, will mich denn keiner verstehen? Die nötige Distanz werde ich wohl nie hinbekommen.

Was das mit gegenseitiger Verlinkung zu tun hat? In meinen Augen hat es das sehr wohl, weil die scheinbar abnehmende Bereitschaft auch mit der Art und Weise zu tun haben wird, in der man miteinander kommuniziert. Und das Setzen von Links auf andere Blogs ist auch Ausdruck von Anerkennung und von gegenseitigem Respekt. Es geht nicht nur um einen technischen Vorgang, der sich am Ende in Zählbarem widerspiegelt.

Bei meinen ersten Beiträgen zum Webmasterfriday habe ich die anderen Teilnehmer verlinkt. Ich finde, man sollte das nicht in der Form tun, dass man alle Artikellinks unter den eigenen Artikel kopiert. Dann hat man zwar etwas für die gegenseitige Verlinkung getan, eine echte Wertschätzung ist das aber nicht. Die ist dann gegeben, wenn man die von den anderen geschilderten Sichtweisen zumindest anreisst und über die entsprechenden Textstellen die Verlinkung vornimmt. Oder – noch besser, man kommentiert in dem Blog, in dem man gelesen hat. Das ist mühsamer und deshalb wird es vermutlich auch eher selten gemacht.

Ich arbeite hier viel mit Zitaten. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, dass diese auch als Zitate erkennbar sind. Ich benutze dafür die vorhandenen Formatierungsmöglichkeiten. Außerdem nutze ich zwei Browser-Erweiterungen, die mir die Arbeit erleichtern, um Zitate in den Blog zu »entführen«.

1.) für Google Chrome – Create Link

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Quelle: %title%

2.) für Firefox – Make Link

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Quelle: %title%

So sieht das Zitat dann (hier im Blog) aus:

Kennt ihr das? Man hat einen guten Artikel zu einem Thema geschrieben, und ein paar Tage später schreibt eine anderer darüber.
Quelle: Webmaster blogger gemeinsam : Blog Webmaster-Friday

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