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Sigmar Gabriel wird beschimpft, weil er nichts richtig macht

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Wenn ein Politiker etwas auf Facebook postet, muss er sich auf was gefasst machen. Wahrscheinlich wird keiner von denen je einen „Kommentar“ auf seinen Beitrag gelesen haben. Jedenfalls hoffe ich das mal für sie. Ich würde mich nämlich schrecklich fühlen, wenn ich solche Kritiken lesen und verarbeiten … weiterlesen



Wenn ein Politiker etwas auf Facebook postet, muss er sich auf was gefasst machen. Wahrscheinlich wird keiner von denen je einen „Kommentar“ auf seinen Beitrag gelesen haben. Jedenfalls hoffe ich das mal für sie. Ich würde mich nämlich schrecklich fühlen, wenn ich solche Kritiken lesen und verarbeiten müsste.

Wir kennen die Methode von Künstlern, die sich beharrlich weigern, überhaupt irgendwelche Kritiken zu lesen. Ich habe dafür vollstes Verständnis.

Wenn man klug ist, ignoriert man das, was das Publikum sagt. Sonst nimmt man leicht Schaden an der Psyche. Das war schon der Fall, als es nur Zeitungsartikel waren, deren Gift man zu absorbieren hatte. In Zeiten des Internets kann die Giftmenge in keinem Ozean der Welt mehr neutralisiert werden.

Ich glaube ehrlich gesagt, die Arriviertesten sind diejenigen, die ihren Stiefel durchgezogen haben und sich nicht durch Kritiken von ihrem Weg oder ihrem Stil haben abbringen lassen.

Aber – geht so was auch in der Politik? Wir haben zwar – jedenfalls ca. 50% von uns – die Leute gewählt, weil wir von ihnen erwarteten, dass sie alles zum Guten wenden werden. Andererseits wussten wir schon bei der Stimmzettelabgabe, dass die ja doch wieder alles falsch machen werden, was überhaupt nur falsch gemacht werden kann.

Auch deshalb haben „wir“ auf Allgemeinplätze (s. Gabriels Post) überhaupt keinen Bock! Wir wollen substanzielle, nachhaltige und erstklassige Lösungen oder zumindest Denkansätze, die diesen Namen auch verdienen. Exzellenz, die uns die Probleme vom Hals schafft oder, falls sie doch europäisches Festland erreichen sollten, unser Leben nicht unangemessen beeinträchtigen.

Was unser Nachbar, Kollege, unser Freund oder Bruder über die eine oder andere uns vorschwebende Lösung denkt, ist uns ganz egal. Wir sehen uns  in Übereinstimmung und Harmonie mit (unserer) Welt.

Falls es damit nicht klappt haben wir ein Ventil. Im Internet machen wir uns Luft und hämmern unsere Verachtung in die Kommentarspalten jener Artikel, die uns in den Trog gekippt und zum Fraß vorgeworfen wurden.

Ja, wir können einfach nicht mehr anders, denn schließlich haben wir Recht!

P.S.: Die Überschrift soll ein Denkanstoß für die unmäßigen Kritikaster sein. Gibt es das denn überhaupt, dass jemand alles falsch macht? Aber diesen Eindruck kriegt man, wenn man die besagten Kommentare liest.

Dieser Screenshot hat mit dem, was ich oben verlinkt habe, nichts zu tun. Diese „Antworten“ beziehen sich auf einen weiteren Artikel, den Gabriel (gestern) veröffentlicht hat.

Facebook - ist das Kritik?
Facebook – ist das Kritik?








Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!