Nee, muss nicht sein. Ich habe -war’s gestern?- Ibrahim im Fernsehen über Google Glass sprechen hören und war mir sicher, dass er dafür was zu hören bekommen würde. Damit scheine ich ganz richtig gelegen zu haben. Oder hat sein heutiges Statement damit vielleicht gar nichts zu tun?

[symple_highlight color=“blue“]Auch ich bin für Klarnamen im Web[/symple_highlight].

Schluss mit anonymen Rotznasen, die nur deshalb ihre Beleidigungen loslassen, weil sie glauben auf der Autobahn unterwegs zu sein.

0
About the Author

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

8 Kommentare

  1. seit der Klarnamendebatte werden doch viel schneller Fake-Accounts rausgeblasen, die ihrerseits wieder einige nötigen, mit Fake-Accounts rumzupöbeln. Das hat doch erst zu dieser Entwicklung geführt!

    Also das sehe ich ganz anders. Es gibt eine Entwicklung, eine negative Entwicklung. Aber diese läuft bereits über eine Reihe von Jahren. Aus meiner Sicht ist die Debatte nicht erst entstanden nach sondern längst vor der Diskussion über die Fake-Accounts. Alle sollten mit Klarnamen kommunizieren. So ist es schließlich auch im wahren Leben. Ich kann mich nicht hinter Pseudonymen verstecken, um anderen Menschen das Leben schwer zu machen.

  2. Klarnamen? Ich finde, dadurch hat sich nichts- aber auch rein gar nichts- gebessert. Eher das Gegenteil: seit der Klarnamendebatte werden doch viel schneller Fake-Accounts rausgeblasen, die ihrerseits wieder einige nötigen, mit Fake-Accounts rumzupöbeln. Das hat doch erst zu dieser Entwicklung geführt!
    Es ist natürlich einfach, unter Klarnamen mit dem Heiligenschein rumzurennen und „anonym“ dann die Sau rauszulassen. Irgendein Ventil braucht offenbar jeder.

    Vor der „Klarnamenpflicht“ fand ich es wesentlich ruhiger. Kommt mir jedenfalls so vor.

  3. Spitznamen, Pseudonyme gab es natürlich schon vor dem Internet. Es geht mehr darum, was heute damit angestellt wird – im Internet. Wer dich persönlich kennt und dich mit „Broken“ anredet soll das natürlich so machen. Für mich würde sich nichts ändern, wenn ich deinen Klarnamen herausfinden und nutzen würde. Wir kennen uns nicht persönlich, pflegen aber dennoch einen formalen Umgang miteinander (wie sich das anhört 🙂

    Die Frage, was wir der unguten Entwicklung (Beleidigungen, Mobbing und Anfeindungen gibts en masse und das nimmt offenbar noch weiter zu) im Internet entgegensetzen können, wird vielleicht mit dem Zwang zu Klarnamen nicht gelöst werden. Allerdings wäre es mal ein Anfang. Wer unter seinem echten Namen etwas schreibt, der wird sich schon anders verhalten, als wenn er sich vermeintlich unangreifbar wähnt. Dass man ihn trotzdem – mit viel Aufwand – identifizieren könnte, blenden viele ja einfach aus.

    Über mich gibt es unter meinem Klarnamen so viel im Internet zu erfahren, dass meine Frau mich immer wieder ermahnt, nicht zu viel preiszugeben. Wahrscheinlich hat sie Recht. Aber sie ist halt auch kein bisschen netzaffin – im Gegensatz zu mir. Hoffentlich werde ich das nicht noch irgendwann mal bedauern. Denk an Google Glass. Das Ding wird – was den Datenschutz anlangt – noch mal richtig reinhauen. Und es gibt wieder zwei Fraktionen. Die einen, die das ganz toll finden und die anderen, die Bremser, die leider etwas schnell in die Ecke der Technikfeinde gestellt werden.

  4. Vorneweg (es war gestern schon spät): zu den Fake-Accounts zähle ich jetzt auch falsche Kommentarnamen (manchmal ja schon lustig, wenn man die IPs in den Stats anschaut und wieviele Leute sich eine IP „teilen“) insofern war der Begriff Account etwas unsauber. Trifft aber auch auf den Zweitaccount in Foren, SocialMedia usw. zu.

    Pseudonyme gibt es aber auch schon ewig – z.B. Buchautoren.
    Und „mein“ Pseudonym ist im wahren Leben zuerst dagewesen, danach kam erst das Internet. Selbst heute noch gibt es einige Leute, die mich wahrscheinlich nur als „Broken“ kennen. Ich hab da zwar nie ein Geheimnis draus gemacht, es war halt auch nie Thema. Genauso kenne ich einige nur als „Short“ oder ähnliches. Kann aber auch an der Musikerszene liegen 😉

    Für mich jedenfalls völlig normal.

    Dazu kommt, daß es durchaus sehr reale Nachteile haben kann, wenn man mit Klarnamen auftritt. Die Gründe sind die gleichen wie im CB-Funk (ja, ich bin älteres Semester 🙂 ). Auch dort wurde NIE der richtige Name angegeben. Einfach aus Selbstschutz. Man weiß ja nicht, wer zuhört und seine Schlüsse daraus zieht. Das gilt ja im Internet noch mehr. Die Hausratsversicherungen zum Beispiel haben diese Problematik bereits erkannt.

    Abgesehen davon: wenn Du es jetzt wüßtest (was Du durchaus rausfinden kannst), wie ich richtig heiße: was würde sich ändern? Oder andersherum: woher weiß ich, daß Du wirklich so heißt, wie Du behauptest? Solange im Impressum keine Kopie des Personalausweises (und selbst das kann gephotoshopped werden) hinterlegt ist, kannst Du theoretisch viel behaupten. Ohne daß wir ein Bier zusammen getrunken haben, werde ich nie wissen, wer Du wirklich bist (und umgekehrt).

  5. ohje, „formaler Umgang“… soweit sind wir also schon… 😛

    Im Ernst: ich habe es gerade an anderer Stelle davon: solange das Internet eher einem Stammtisch gleicht, ändert auch der Klarname nichts. Hilfreicher wäre es (und nun lacht mich bestimmt jeder aus und hält mich endgültig für technikfeindlich, weltfremd und noch mehr), das Internet einen Großteil des Tages abzuschalten. Einfach alle Server zwischen – sagen wir 23 Uhr und 19 Uhr des Folgetages runterfahren.

    Dann haben alle Zeit, das Gemüt zu kühlen, runterzukommen und am nächsten Tag sieht alles wieder besser aus. Eben einfach konsequent das Internet auf den Feierabend-Stammtisch übertragen. Diskussionen, die zu eskalieren drohen, werden dann vielleicht mit ruhigerem Kopf geführt. Böses Blut wird zwar immer noch genügend fließen, aber naja… so sind wir halt, wir Menschen 😉

    Blödsinn? Ganz bestimmt :mrgreen: Aber ich denke auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Einfach mal einen Blogeintrag rausrotzen, weil ein Furz quer sitzt, der an anderer Stelle dafür sogt, daß dort ein Furz quersitzt und noch ein Blogeintrag geschrieben wird, usw… ginge dann in den vier Stunden nicht mehr (oder die Leute beschäftigen sich in der kurzen Zeit mit was anderem). *)

    Das sieht man ja schön an solchen Diskussionen: ein harmloses, falsch verstandenes Wort ergibt das andere und im Endeffekt ist es eine Abwärtsspirale, die immer größere Kreise zieht — auf allen Kanälen und mit immer mehr Leuten. Klarnamen sind da ja mittlerweile genug dabei.

    Früher zu meiner Forenzeit war das eben auf die Foren beschränkt. Die Mechanismen waren damals aber schon die gleichen wie heute. Nur eben in einem Mikrokosmos mit Moderatoren. Durch das Web2.0 entwickeln diese Diskussionen viel mehr Wucht und Eigendynamik. Das ganze Internet ist mittlerweile ein einziges unmoderiertes (!) Forum 😉
    Da lösen Klarnamen m.E. das Problem nicht.

    *) Zur Sicherheit: dieser Absatz war ganz allgemein gehalten und nicht auf irgendjemanden gemünzt!

    1. @Broken Spirits:

      Einfach alle Server zwischen – sagen wir 23 Uhr und 19 Uhr des Folgetages runterfahren.

      Das hätte doch was.

      Ich halte mich etwas zurück beim Bloggen. Es gibt schon Lücken. Früher habe ich täglich gebloggt. Das tue ich heute nicht mehr. Manchmal schreibe ich (z.B. am Wochenende) etwas mehr. Aber ich fange nicht an, in anderen Blogs über dieses und jenes, was dort geschrieben wird, abzulästern. Ich frage nicht, ob ich mir meine Texte auch vor der Veröffentlichung mal durchlesen würde oder ähnliches.

      Mit meiner Kritik an der Art, wie das Internet sich entwickelt, hatte der Disput mit Marcus nichts zu tun. Ich mag Sticheleien nicht. Und Marcus stichelt gern. Nicht nur in diesem Fall.

      Deine Anspielung auf das Scharmützel hatte ich schon verstanden. Auch wenn du den Hinweis extra mit einer Erläuterung versehen hast.

      Meine Antwort darauf ist, dass ich mir (vor allem hier im Blog) nichts gefallen lasse. Es wurden in vielen Jahren schon oft kontroverse Themen diskutiert. Dabei ist es auch schon dazu gekommen, dass LeserInnen sich beleidigt zurückgezogen haben. Das ist schade. Aber das passiert halt bei strittigen Fragen. Deshalb werde ich mich nicht auf einen weniger kontroversen Themenbereich verlegen.

      Abgesehen von alledem ist es so, dass es mir seit Monaten gesundheitlich nicht gerade gut geht. Ich stecke zur Zeit in einigen unangenehmen Untersuchungen, die noch eine Weile brauchen. Vielleicht bin ich deshalb auch noch empfindlicher als sonst.

      In diesem Sinne.

  6. Ähm, nur zur Klarstellung: das Scharmützel habe ich wirklich nicht gemeint. Ich dachte zuerst vielmehr an eine Fotoblogger-Blogparade, die ausgesprochen unschön eskaliert ist. Der Auslöser war harmlos; Nichts, weswegen es sich gelohnt hätte, ein Riesenfaß aufzumachen. Genau das ist aber passiert. Weitere Beispiele gibt es ja zuhauf.
    Die Erläuterung kam nur deswegen nachträglich dazu, weil mir beim Durchlesen meines Kommentars aufgefallen ist, daß sich dieser Absatz auch auf das Scharmützel übertragen lassen könnte.

    Ich fürchte, da hast Du was reininterpretiert, was ich gar nicht sagen wollte. Ein schönes Beispiel dafür, wie manche Eskalationen entstehen können – in diesem Fall: könnTen.

    Das Internet ist eben wirklich Neuland und es wird eine Weile dauern, bis wir die Non-Verbale Diskussion beherrschen. Selbst einen handschriftlichen Brief sieht man u.U. den Gemütszustands des Verfassers an: wenn der Kugelschreiber Löcher ins Papier fetzt, ist die Kacke buchstäblich am Dampfen. Bei direkter Kommunikation gibt es ja noch viel mehr Hinweise. Da haben wir alle wohl Nachholbedarf oder müssen dazulernen… Bis dahin wird es wohl viele unschöne Situationen und Mißverständnisse geben.
    ~
    Ich hoffe, gesundheitlich ist es bei Dir nichts Ernstes?! Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, gute Besserung oder was immer Du gerade brauchen kannst!

    1. @Broken Spirits: Wo fand die Fotoblogger-Blogparade statt? Hast du einen Link für mich?

      Es ist oft auch so, dass man sich aufgrund der „reduzierten Kommunikation“ einfach nicht richtig versteht. Da hast du Recht. Ich habe meine Netzexil-Seiten bei Google + Facebook gelöscht, weil dabei nichts herumkam. Kaum Follower und auch kaum Leser. Ich dachte, ich mache mit den Profilen weiter und lasse die Seiten sausen. Das habe ich aber so nicht geschrieben, sondern diese Aussage damit verbunden, dass ich einige Leute auf Ignorieren gesetzt hätte, weil mir deren Aussagen nicht passen. Rechtsradikale will ich nicht in meinen „Freundeslisten“ führen. Das hat die Sache wohl ausgelöst. Das passiert mir hier nicht zum ersten Mal und ehrlich gesagt, es juckt mich nicht besonders. Wenn ich eine Lehre daraus ziehe, dann diejenige, dass ich besser formulieren muss. Wir sind alle gehalten, immer weiter hinzuzulernen. Du kennst ja meine Einstellung zum Begriff „Neuland“ aus den verschiedenen Artikeln hierüber. Einige hast du ja selbst kommentiert.

      Danke für die guten Wünsche. Leider weiß ich noch nicht, was los ist. Vielleicht weiß ich übernächste Woche mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.