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Unser Pressekodex sollte modernisiert werden

Es ist ein altes Thema und ein kontroverses dazu. Wahrscheinlich setzen sich viele kluge Leute mit dem Thema auseinander. Trotzdem will ich das hier noch …

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Es ist ein altes Thema und ein kontroverses dazu. Wahrscheinlich setzen sich viele kluge Leute mit dem Thema auseinander. Trotzdem will ich das hier noch einmal ansprechen.

In den Medien wird die Zugehörigkeit von Tatverdächtigen zu religiösen, ethnischen und anderen Minderheiten sehr oft nicht erwähnt. Wenn ich es richtig weiß, gilt die Regel schon seit den 1970er Jahren. Der Pressekodex existiert seit dem Jahr 1973.

Ich halte die Regel heutzutage für unvernünftig. Die genaue Identität von Tatverdächtigen kann nämlich mit ein wenig Mühe im Internet recherchiert werden.

Dafür spricht, dass gewisse Blogs, die solche Informationen für ihre Zwecke gebrauchen, offensichtlich kein Problem mit der Beschaffung solcher Daten haben. Die Zurückhaltung spielt also den Hassblogs der Republik in die Hände. Deren Autoren schaffen es, fehlende Informationen über ihre Netzwerke zu beschaffen. Und deren Veröffentlichung erfolgt sogleich angereichert mit den bekannten üblen Interpretationen und Behauptungen. Der Kodex bietet somit solchen Blogs einen großen Zusatznutzen. Aber unserer Gesellschaft wird es am Ende schaden.

Deshalb bin ich dafür, dass diese Informationen uneingeschränkt veröffentlicht werden!

Auszug aus dem Pressekodex:

RICHTLINIE 12.1 – BERICHTERSTATTUNG ÜBER STRAFTATEN

In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.LINK

Wie seht ihr das? Das ist doch ein Anachronismus, den wir heute einfach nicht mehr aufrechterhalten sollten. Wir spielen damit IMHO den falschen Leuten in die Hände.

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Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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