Ein regelmäßiger Kirchgänger bin ich nicht gerade. Aber es gibt immer wieder Anlässe, bei denen ich mich nicht drücken kann oder will. Schöne aber leider in letzter Zeit immer mehr traurige.

Gestern gab es einen schönen, fröhlichen Anlass. Die Hochzeit eines Freundes. Mit dabei waren auch meine Nichte, ihr Mann und mein Großneffe Fynn. Wir beide sind so 😛 miteinander. Es kam, wie es zu erwarten war, nämlich, dass Fynn, nachdem während der wirklich sehr schön gestalteten Feier sein Interesse für den Vorgang nach und nach verlor, auf meinen Arm wollte.

Auf dem Weg zur Kirche

Auf dem Weg zur Kirche

Horst, meinte er, singen wir jetzt ein Lied? Das tun wir oft und aus vollen Kehlen. Allerdings eher keine Kirchenlieder. Außerdem ziehe ich es vor, meine Stimme möglichst ohne Zeugen (Fynn und die Familie ausgenommen) zu erheben. Ich versuchte ihm zu erklären, dass wir mit unserem Gesang noch bis zum nächsten Lied warten müssen. Er äußerte Verständnis.

Fynn hört zu

Fynn hört zu

Dann begann die Orgel und ich schaute, eher aus formalen Gründen auf das Blatt und sah mit einem Blick: das Lied kannte ich. Fynn sah mir auf den Mund, er erwartete, dass ich loslegte. Es hatte ein bisschen was von Nötigung.

Fynn macht Ansage

Fynn macht Ansage

Nach Jahrzehnten habe ich mal wieder ein paar Kirchenlieder mitgesungen. Es war gar nicht schlimm. Und Fynn war es zufrieden. Manchmal brauche ich halt etwas Ansporn.