Die Petzbilanz von Facebook ist noch negativ

Die US-Behörden erhalten, was Daten anlangt, von Facebook auch nicht alles aber doch ziemlich viel. Das gilt ebenso für Anfragen britischer, australischer und argentinischer Behörden.

Während die drei erstgenannten aufgrund bestehender Abmachungen zwischen den Ländern nachvollziehbar scheinen, wirkt die Quote für argentinische Anfragen in diesem Kontext merkwürdig. Wirkt hier eine Tradition oder gewisse Verabredungen mit der Junta nach? War’n Witz! Vielleicht auch nicht.

In dieser hübschen statistischen Übersicht wird aus meiner Sicht deutlich, dass Facebook generell mit »seinen« Daten zurückhaltend umgeht. Wenn es sich um nicht um US-Behörden handelt, hält sich die Auskunftsfreudigkeit des Konzerns in Grenzen.  Ist das jetzt gut oder schlecht?

Inwieweit die Vereinbarungen, die vom deutschen Bundesjustizminister mit Verantwortlichen des Konzerns sich auf dieses Verhältnis günstig auswirken, bleibt noch abzuwarten. Das Verhältnis zwischen dem hell- und dem dunkelblauen Balken im 2. Halbjahr 2015 wird Herrn Maas kaum zufriedenstellen. Mit dem Sperren von »unschuldigen« Accounts scheint Facebook schneller voranzukommen. Meine Seite ist auch gesperrt. Wahrscheinlich zuviel Hass im ersten Beitrag, der dort veröffentlicht wurde. 🙂

Infografik: So auskunftsfreudig ist Facebook bei Behördenanfragen | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Im Vergleich dazu eine Statistik, ebenfalls vom 2. Halbjahr 2015, Google betreffend:

Statistik: Anzahl der Anfragen bei Google zu Nutzerdaten von Behörden und Gerichten nach Ländern im 2. Halbjahr 2015 | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista


Über den Autor

Ich bin Horst Schulte. Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 67 Jahre alt und lebe in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt.

Mein Motto: "Bloß nicht zynisch werden..."

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