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Endlich was Positives über Europa

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Ich freue mich, wenn ich ab und zu mal einen positiven Text zu lesen bekomme. Und den dann auch noch über Europa! Davon gibt es einfach viel zu wenige.

Im aktuellen Beispiel geht es um einen Text des amerikanischen Schriftstellers und Kolumnisten, Steven Hill, der am letzten Donnerstag, dem Tag des britischen Referendums in der „Zeit“ erschienen ist.

Diesen schönen Artikel hat Hill nicht speziell an die EU, sondern an Europa adressiert. Sie, die EU ist zwar „nur ein Teil davon“. Hill gab seinem Text den schönen Titel: „[symple_highlight color=“green“]Du bist super – gewöhn dich dran![/symple_highlight]“.

Ein Ami über Europa

Whow! Sag ich doch. Wenn doch bloß die Briten das nicht so viel anders gesehen hätten. Und was wissen wir, die „Rest-EU“ über die Stimmung in der EU? Was begleitet all die schlechten Nachrichten aus Großbritannien? Zum Beispiel die Lage in Frankreich (FN), in den Niederlanden (Wilders), in Österreich (Strache) und so weiter. Überall dort sind die „EU-Skeptiker“ in der Vorhand. Wenn ich Wilders Reaktionen nach dem britischen Referendum noch mal vergegenwärtige: ich glaube, dem ich einer abgegangen. Sorry.

Nix Gutes aus der alten Welt

All die überbordende Kritik, der EU-Gegner und destruktive Selbstkritik selbst europafreundlichen Kräfte ist echt deprimierend.

Ich finds seltsam, dass so selten darauf hingewiesen wird, dass alle Mitgliedsländer nach Kräften am schlechten Image der EU „mitgearbeitet“ haben. Und Großbritannien ganz besonders! Wie hätte das an der EU spurlos vorbeigehen sollen, wenn ein Mitgliedsstaat, noch dazu einer von diesem Kaliber, über Jahrzehnte den anderen EU-Mitgliedern so viele Zugeständnisse „abgerungen“ oder sollte man sagen aufgezwungen hat?

Wahrscheinlich hat die Eurokrise und die sogenannte Staatsschuldenkrise, die eigentlich Bankenkrise hätte heißen müssen, mehr Kredit verspielt als alle nebulös gebliebenen Demokratiedefizite, die der EU nachgesagt werden, zusammen. Da steckt der Frust vieler Leute über das so genannte Elitenversagen. Vor allem der Umgang, die Konsequenzen aus beiden Krisen hat meines Erachtens das meiste Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern der EU gekostet.

Gut fürs Selbstvertrauen

Zurück zu dem von mir angespriesenen Artikel. Sie können diesen, wenn Sie einen Blende-Account besitzen, über diesen Link aufrufen.

Steven Hill versucht wohl schon eine Weile, das europäische Selbstvertrauen mit publizistischen Mitteln aufzupeppeln. Mir gefällt das. Sagte ich das schon? 😉

Hill schreibt folgenden Appell ans Ende seines Artikels:

Und dennoch: Wenn Sie das nächste Mal die Überschrift »Europa stirbt« lesen, denken Sie daran, dass das »alte Europa« eigentlich ziemlich jung ist. Die EU kann die Kapriolen von David Cameron und Viktor Orbán ebenso überleben wie einige Millionen Flüchtende, radikalen Islamismus und eine übertriebene Sparpolitik – immer vorausgesetzt, dass Europas Lust auf eine Union ungebremst bleibt.

Die Europäische Union ist, um Winston Churchill zu zitieren, nicht am Ende, sondern nur am Ende ihres Anfangs.Quelle: Du bist super – gewöhn dich dran! – DIE ZEIT – Blendle | LINK

Gäbe es doch ein paar mehr Leute, die einem Mut machen können!

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[symple_box color=“green“ fade_in=“false“ float=“center“ text_align=“left“ width=““]Steven Hill schrieb schon für folgende Zeitungen: New York Times, Washington Post, Wall Street Journal, The Atlantic, Politico, Financial Times, Guardian, Le Monde, Die Zeit, IP Journal, and on Al Jazeera[/symple_box]

 





Artikelautor: Horst

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!