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Focus – Fazit: Bekannteste deutsche Marken allenfalls mittelmäßig?

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Medien gelingt es, mit einfachsten und nicht selten fragwürdigen Methoden, die von persönlichen Eindrücken und individuellem Geschmack geprägt sind, mit ihren Reichweiten die Produkte großer deutscher Hersteller schlecht zu machen.



Medien gelingt es mit wenig Aufwand durch ihre Reichweiten Produkte großer deutscher Hersteller schlecht zu machen.

Heute Abend wird vom SWR – Fernsehen ein Beitrag über Leifheit Produkte wiederholt, der vor einem Jahr (August 2015) erstmals ausgestrahlt wurde.  Schlimm genug, dass TV-Sender im Sommerloch den Zuschauern massenhaft langweilige Wiederholungen andienen. Es werden bei dieser Gelegenheit pauschal deutsche Markenprodukte schlecht gemacht.

Der Schlusssatz der Redakteurin von Focus Online, Susanne Wittlich, ist in meinen Augen eine leichtfertige und boshafte Unterstellung für die ich gern einmal Belege der Redaktion sehen würde. (E-Mail ist raus!).

Fazit: Zieht man das Image ab, sind Deutschlands bekannteste Marken allenfalls mittelmäßig.

Die anerkannten Testergebnisse der „Stiftung Warentest“ reichen offenbar nicht. Es müssen zusätzliche Tests her, die dem Bedürfnis der Bevölkerung nach schlechten Nachrichten entgegenkommt. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk gegenüber Politikern schon nicht besonders kritisch ist, der muss wenigstens an anderer Stelle demonstrieren, dass man in der Lage ist, „investigativ“ zu arbeiten. Lächerlich und ärgerlich.

Dass ich das Gefühl habe, dass Produkte in solchen Sendungen oft schlechter gemacht werden, als sie es in Wahrheit sind, ist allein meine Sache. Dass solche Sendungen – vielleicht angesichts des Sommerlochs, von gebührenfinanzierten Sendern überhaupt wiederholt werden, ist ein Unding!

Kein „Derrick“ wegen möglicher aber unbewiesener SS-Verstrickungen des vor Jahren verstorbenen Hauptdarstellers. Da gibt man (in diesem Fall das ZDF) sich äußerst sensibel. In diesen Fällen aber geht es ja nur um Umsatz und Gewinn von Unternehmen. Sogar für die Wiederholung wird die PR-Maschinerie in Bewegung gesetzt (s. Focus – Artikel).

Für die betroffenen Firmen arbeiten viele Menschen. Ich gehe davon aus, dass die sich über solche Sendung nicht freuen, von den Geschäftsleitungen ganz zu schweigen. Die werden solche „Markenchecks“ nicht toll finden.

Ich rate allen Verbrauchern dazu, sich ein eigenes Bild über die Qualität deutscher Produkte zu machen. Die Bewertungen beispielsweise bei „Amazon“ kann man sich näher anschauen. Sie geben meines Erachtens aufgrund der Anzahl von Einzelmeinungen mehr Aufschluss über die Qualität eines Artikels als es diese nicht selten tendenziösen Sendungen vermögen.

Viele Leute schätzen den öffentlich – rechtlichen Rundfunk aus unterschiedlichsten Gründen nicht (mehr). Hätten diese Menschen die Reichweite solcher Sendungen, gäbe es den Zwangsbezahl-Rundfunk vielleicht schon gar nicht mehr.

Schlussbemerkung:

Ja, ich war lange Zeit Mitarbeiter bei der Firma Leifheit AG, und ich ärgere mich über die Wiederholung dieses Beitrages! Der SWR zeigt subjektive Erkenntnisse, die bereits vor einem Jahr im TV gezeigt wurden. Der SWR ist sozusagen der Haussender bzw. im gleichen Bundesland ansässig.









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

2 Gedanken zu „Focus – Fazit: Bekannteste deutsche Marken allenfalls mittelmäßig?“

  1. Bei deutschen Markenprodukten halte ich es in aller Regel so:
    Handelt es sich um einen deutschen Markenhersteller (z.B. Grundig bis 2003) oder irgendeinen Hersteller, der den Markennamen (z.B. Grundig, danach) führt?

    Im ersten Fall könnte ich prinzipiell Interesse an den Produkten haben, im Vertrauen auf alte Größe und Qualität. Im zweiten Fall habe ich meist keinerlei Interesse mehr.

    Für Leifheit gilt der erste Fall, also schaue ich mir die Produkte bei Bedarf gerne einmal näher an. An meinem Bügelbrett habe ich zumindest bisher absolut nichts auszusetzen.

    Die Stiftung Warentest ziehe ich gerne als Testquelle heran. Andere Test-Zeitschriften außer vielleicht noch Ökotest: Just forget it!

    Ansonsten bei praktisch allen anderen Tests, auch z.B. von TV-Sendern, ob ö.r. oder nicht, versuche ich mir ein Bild zu machen, wer möglicherweise als zahlender, interessierter Kunde hinter dem Testsetting, der Produktauswahl und hinter den Ergebnissen stehen könnte. Vertrauen in Objektivität habe ich da eher wenig. Auch nicht im von dir geschilderten Fall Leifheit.

  2. Es ist schon schwer, sich ein halbwegs objektives Bild zu verschaffen. Mich stört an solchen Test der sensationsgierige Grundton. Nach dem Motto: Schaut, was wir für euch wieder an Sauereien ausgegraben haben. Das hat mit ordentlichem Journalismus oft nicht mehr viel zu tun. Mit Auflagen und Quoten dafür umso mehr.

    Ich habe schon Produkte gekauft, bei denen ich mir vorher genauestens informiert habe und bin damit auf den Bauch gefallen. Ebenso habe ich mit Spontankäufen sehr gute Erfahrungen gemacht. Skepsis ist erst Verbraucherpflicht. Sie aber zu wecken, in dem man so schreibt wie es z.B. die Focus-Redakteurin getan hat, ist unangebracht. Oder?

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