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Immer gut, wenn „die Medien“ Einsicht üben, hier in Gestalt von Giovanni di Lorenzo, der das stellvertretend für „Die Zeit“ tut. Prinzipiell ist es richtig, kritisch auf die Medien zu schauen

Immer gut, wenn „die Medien“ Einsicht üben. Die Zeiten sind schlecht, insbesondere für die Öffentlich Rechtlichen aber auch für viele Print-Medien. Hier wird diese Einsicht in Gestalt von Giovanni di Lorenzo geübt, der das für „Die Zeit“ tut. Ich will nicht behaupten, dass es prinzipiell falsch wäre, kritisch auf die Medien zu schauen.

Dass diese sich allerdings dafür entschuldigen, dass sie Flüchtlinge in Deutschland begrüßt und sich lange Zeit gegen die rechten Hetzer gestellt haben, finde ich – na ja – wohl dem geänderten Zeitgeist geschuldet. Eine Rechtfertigung dafür, dass man Haltung zeigt, halte ich für unangebracht.

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Die Stimmung im Land hat sich verändert. Ich würde sagen, sie hat sich weiter verschlechtert. Aber die Skepsis, mit der manche auf die Medien schauen, hatte sich schon vor der Flüchtlingskrise entwickelt. Unbestreitbar ist, dass sie für die Menschen, die Flüchtlinge, Helfer, Politiker und Journalisten hassen willkommene Nahrung war. Von linken Parteien, der Antifa oder der abscheulichen Spezies der Gutmenschen brauche ich erst gar nicht zu reden.

***

Eine Erkenntnis di Lorenzos fand ich bemerkenswert. Teile der Medien hätten sich nach den sexuellen Übergriffen in Köln von dem Motiv leiten lassen, dass nicht sein dürfe, was nicht sein soll. Und? Was ist dagegen zu sagen, wenn man sich mit der Einordnung dieser wirklich skandalösen Vorgänge schwer tut und Zeit braucht? Darauf antworten die Kritiker wie aus der Pistole geschossen, dass es nicht die Aufgabe sei, die Vorgänge einzuordnen, sondern möglichst objektiv darüber zu berichten. Das ist wahr.

Trotzdem verstehe ich all diejenigen, die sich damals, manche heute immer noch, damit schwer getan haben. Abgesehen von ein paar eher technischen Gegebenheiten, wie zum Beispiel, dass die Feiertage die Aktivitäten in vielen Redaktionen naturgemäß stark reduziert haben dürften. Ich habe das an anderer Stelle schon beschrieben.

Vielleicht sollten die Kritiker, die von der Zeit „schwärmen“, mal lesen, wie es um diese Wochenzeitung wirklich steht:

Die Zeit im 70-Jahre-Auflagenvergleich: Durchbruch in den 60ern, auf dem Gipfel Anfang der 90er und heute › Meedia | Quelle

Beispiel:

Niedergang ein kleines, mieses, linkes Blättchen, dessen Lektüre allenfalls noch zur Belustigung taugt,Quelle: interview2: Giovanni di Lorenzo über die Flüchtlings-Fehltritte der Medien – YouTube | LINK

 

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!