Gerald Hensel ist nicht mehr bei Scholz & Friends

»Dem haben wir es mal richtig besorgt, dem Hensel.« Ich glaube, anspruchsvoller geht es in den Köpfen der Leute nicht zu, die mit Zehntausenden von Hasstweets, Kommentaren, Postings oder Mails zur Jagd auf Hensel geblasen haben.

Hensel, der es gewagt hatte, Werbekunden darauf hinzuweisen, auf welchen Seiten da für ihre Produkte geworben wird. Für diese Werbekunden könnte es ein erhellendes Erlebnis gewesen sein, auf die Blogs und Websites mal einen genaueren Blick zu werfen, die Hensel auf seiner Liste stehen hatte.

Stern: In der Liste taucht die »Achse des Guten« nicht auf. In einem langen Text über Ihre Aktion stellen Sie den von Henryk M. Broder betriebenen Blog allerdings in einen Kontext mit »Breitbart« und »Pi-News«. Warum haben Sie das gemacht?

Hensel: Ganz einfach, weil ich manchmal ein naiver Idealist bin. Ich bin ein Mensch, der eine Idee hatte. Ich habe einen definitiv nicht rechtsicheren Text geschrieben. Dennoch haben sich diese Leute demaskiert und gezeigt, wer sie wirklich sind.Quelle: Gerald Hensel über rechte Hetze und #KeinGeldFürRechts | STERN.de | LINK

 

Die werden zwar heutzutage als »Alternativmedien« betrachtet und haben einen entsprechenden Verbreitungsgrad. Es sind Blogs und Websites mit rassistischen und menschenverachtenden Texten en mass.

Natürlich zählen Broders Achse und Tichys Einblick nicht dazu, sie standen auch nicht auf Hensels Liste. Allerdings waren sie namentlich in seinen Artikeln zum Thema erwähnt. Und das reichte aus, um eine Kampagne gegen den Mann zu starten, die trotz vieler anderer negativer Erfahrungen, eine neue Dimension erreicht hat.

Broder, Tichy und die anderen haben gekämpft und Hensel vernichtet. Klingt zu dramatisch? Ich empfinde es so.

Im Stern gab Hensel ein Interview, in dem er die Erfahrungen der letzten zwei Wochen zusammengefasst hat.

Jetzt gehen wir zur Tagesordnung über. Ein Linker wurde weggehauen. Vielleicht einer, den Broder als würdigen Repräsentanten seiner losen Sammlung des »Schmock der Woche« betrachtet.

Amadeu-Antonio-Stiftung: Info-Projekt zur rechten Internet-Szene gestoppt – Politik – Tagesspiegel Mobil | Quelle

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