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Merkels Zeit als Kanzlerin endet im September 2017

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Wen die Gegner Merkels wohl von diesen Kandidaten als Merkel-Nachfolgerin unterstützen würden? Ursula von der Leyen Julia Klöckner Annegret Kramp-Karrenbauer Thomas de Maizière Wolfgang Schäuble Ich höre das Gemurmel und ziehe den Schluss: Davon keinen! [symple_heading style=“double-line“ title=“Alternativlos!?“ type=“h3″ font_size=“25px“ text_align=“center“ margin_top=“30″ margin_bottom=“30″ color=“undefined“ icon_left=““ icon_right=““] Dirk … weiterlesen



Wen die Gegner Merkels wohl von diesen Kandidaten als Merkel-Nachfolgerin unterstützen würden?

  • Ursula von der Leyen
  • Julia Klöckner
  • Annegret Kramp-Karrenbauer
  • Thomas de Maizière
  • Wolfgang Schäuble

Ich höre das Gemurmel und ziehe den Schluss: Davon keinen!

[symple_heading style=“double-line“ title=“Alternativlos!?“ type=“h3″ font_size=“25px“ text_align=“center“ margin_top=“30″ margin_bottom=“30″ color=“undefined“ icon_left=““ icon_right=““]

Dirk Müller, MisterDax, ist auch davon überzeugt, dass Merkel noch in diesem Jahr in den „Sack haut“ bzw. auf andere Art (Neuwahlen) ihr Amt verliert. In der CDU gäre es, gibt er als Begründung an.

Anzeichen dafür, das etwas daran sein könnte, sehe ich bisher nicht. Dirk Müller macht seine Klientel froh, die sich vermutlich nichts mehr wünscht, als einen baldigen Abschied der Kanzlerin. Die Kommentare zum Marktschreier-Video sind einmal mehr bezeichnend.

Müller scheint inzwischen ein paar Probleme mit den deutschen Medien zu haben. Vielleicht wird er zu wenig in Talkshows eingeladen? Er redet den Rechten nach dem Mund:

„Die Bevölkerung lassen sich auch von noch so aggressiven Medien, den Mund nicht mehr verbieten…“

[bctt tweet=“Runden wir auf, sagen wir die Hälfte ist gegen Merkel“ username=“horstjschulte“]

42% der Deutschen sind gegen eine vierte Amtszeit Merkels. Das ist die Meldung. Dass im Umkehrschluss davon auszugehen ist, dass die andere Hälfte (jedenfalls theoretisch) für Merkel als Kanzlerin sind, juckt weder die Journalisten, noch die Kommentarschreiber. Ätzende Äußerungen in den sozialen Netzwerken überwiegen. Verteidigt wird Merkels Politik kaum noch. Es laufen zu viele herum, die Schaum vorm Mund haben. Mit denen kann man nicht mehr diskutieren. Sie sehen ihre Heimat in Gefahr, ihre Komfortzone.

Ob und wie das Stimmungsbild in den oberen Stockwerken des Kanzleramtes ankommt, ist nicht überliefert. Ohne Wirkung wird das nicht bleiben – auch wenn die radikalen Merkel-Gegner auch an diesem Punkt etwas ganz anderes suggerieren.

Die Frage nach einer Personalalternative, also auch ob Merkel im nächsten Jahr, womöglich in anderer politischer Konstellation (Schwarz/Grün), noch einmal dem Parlament zur Wahl vorgestellt wird, muss die Union beantworten.

Bisher sehe ich in beiden Unionsparteien keine personelle Alternative zu Merkel. Klar ist allerdings nichtsdestoweniger, dass unter den gegenwärtigen Bedingungen, die notwendigen Überlegungen und Gespräche längst in Gang gesetzt wurden. Auch wenn das für die Öffentlichkeit bisher nicht erkennbar ist.

70% der Unionsanhänger wollen weiterhin Merkel als Bundeskanzlerin haben. Dass dieser hohe Zustimmungswert vielleicht weniger der Überzeugung entspricht als der Erkenntnis, keinen adäquaten Ersatz zur Verfügung zu haben, ist eine müßige Feststellung.

Manche Rechte im Lande können sich einen Mann wie Horst Seehofer im Amt des Kanzlers vorstellen. In meinen Augen macht das deutlich, wie verzweifelt das gesamte Unterfangen der Suche nach einem geeigneten Kandidaten tatsächlich ist. Die Diskussionen gipfeln nicht selten im Lamento darüber, dass Merkel alle potenziellen Wettbewerber im Lauf der letzten Jahre „weggebissen“ habe. Vielleicht war das so –  an Friedrich Merz oder Roland Koch erinnert sich jeder. Aber dass es in einer (immer noch) große Volkspartei nicht ein Personalreservoir dieser Klasse geben soll, ist einfach purer Unsinn.

Ich wünschte, die Große Koalition würde möglichst bald zu Ende gehen und nicht durch eine neue, die den Veränderungen Stimmenverhältnissen geschuldet wäre, ersetzt werden (schwarz/grün). Dabei denke ich nicht an (meine) SPD, sondern an unser Land, dem diese lange Zeit der Großen Koalition nur oberflächlich Gutes gebracht hat. Politisch gesehen ist sie – mit ihren Auswirkungen für unsere Demokratie – eine riesige Katastrophe.

In der Personalfrage geht es mehr um die Außenwirkung, um die Chancen, welcher Kanzlerkandidat/in der Öffentlichkeit am besten zu „verkaufen“ ist .

Merkel ist fertig. Es wird immer von dem schweren Fehler geredet, den Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik gemacht habe. Ich halte der Kanzlerin zu Gute, dass sie einem humanitären Motiv gefolgt ist, das Respekt und Achtung verdient. Längst bin ich mit dieser Haltung in eine Minderheitenposition geraten.

Für mich besteht Merkels großer Fehler nicht in der Flüchtlingspolitik, sondern darin, dass sie diese nicht im Stande ist zu erklären. Sie redet nicht mit uns. Hätte sie es doch wenigstens nur einmal versucht.

Ich glaube, Merkel will Amt über 2017 hinaus nicht mehr ausüben. Ihr Pflichtgefühl und ihr Verständnis von Verantwortung manchen es ihr aber unmöglich, sich in dieser Frage bereits heute festzulegen. Das liefe allen parteipolitischen Strategien entgegen, die wir seit Jahrzehnten immer wieder vorgeführt bekamen.

Sie wäre nicht Angela Merkel, wenn sie heute öffentlich auch nur erahnen ließe, den Job nicht mehr machen zu wollen oder zu können.









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!