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Das Mittagessen ? kann ausfallen


 • Letzte Änderung: 28. Jun. 2020  2 Min. 25 Views

In den letzten 20 Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich mir das Mittagessen abgewöhnt. In der Regel blieb ich am Schreibtisch sitzen. Ich genoss die Ruhe der Mittagspause. Ich bin nie gern in die Kantine gegangen. Nicht, weil das Essen dort schlecht gewesen wäre. Nein, ich mochte nie das hektische Treiben, das ich deshalb als solches empfand, weil die zur Verfügung stehende Zeit in der Regel nicht ausreichend war. Jedenfalls ging mir das so.

Früher bin ich mittags mit Kollegen zum Italiener oder einfach ein paar Schritte spazieren gegangen. Beim Mittagessen im Restaurant ging es deutlich ruhiger zu, als in einer Kantine, in der es mir immer irgendwie zu wuselig war.

Bestimmt ist meine Verhaltensänderung ein Grund dafür, dass ich heute etliche Kilos mehr als davor auf die Waage bringe. Mit über 60 wird man die ich nur schwer wieder los. Zuletzt (August) habe ich es wieder probiert. 5 kg gingen runter. Die sind inzwischen wieder da. Das größte Diät-Erfolgserlebnis hatte ich Anfang der 1990er und dann nochmal gegen Ende der 90er Jahre. Bis auf 89 kg habe ich es geschafft. Dafür habe ich 1 3/4 Jahr richtig »gelitten«. Das Gewicht habe ich zwei Jahre + x Monate gehalten. Danach war das Kampfgewicht wieder drauf + x.

Es heißt immer, dass man abends nicht mehr so viel essen soll. Aber was heißt das schon? Ist eine Pizza oder ein halbes Hähnchen oder ein Kotelett mit Wirsing zu viel oder ein Brötchen, eine Scheibe Brot mit Käse? Für mich ist eine »normale Portion« ausreichend. Eine,  die auch meine Frau zu sich nimmt. Aber sie hat mit 60 immer noch Modelmaße. Die Welt ist so ungerecht.

Mit dem Essen ist es nicht getan. Das Falsche ist vermutlich, dass ich mich nach dem Essen zu wenig bewege. Überhaupt bewege ich mich zu wenig. Nicht mal mehr ein Spaziergang war abends noch drin. Und dann kommt noch ein Fläschchen Bier oder ein Glas Wein… Was will man da erwarten.

Ich weiß, es gibt Leute, die machen das nicht anders als ich. Aber sie nehmen nicht zu, obwohl sie mehr essen und auch ansonsten nicht grundsätzlich anders verhalten als ich. Die Welt ist ja so ungerecht.

Übrigens: Ich achte (manchmal) auf die Kalorien, die ich so in mich hineinstopfe. Das schreibe ich und konstatiere, dass ich eben ein Eis gegessen und dazu einen Kaffee getrunken habe. Jetzt steht ein Fläschchen Desperados vor mir (halb leer). Heute Abend gibt es Sauerkraut mit einen Minihaxe und Kartoffelpüree. So – jetzt ist es raus.

Infografik: Hier verbringen Arbeitnehmer ihre Mittagspause | Statista
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