Teure Flüchtlinge: Ist es uns das nicht wert?

Es gibt Leute, für die besteht der Anreiz für die so genannten «unbegleiteten minderjährige Flüchtlinge“ nach Deutschland zu kommen darin, dass die staatlich aufgelegten Betreuungsprogramme zur Integration dieser jungen Menschen uns Deutsche mehr als 40k Euro jährlich kostet. Mit steigender Tendenz.

Es gibt Leute, für die besteht der Anreiz für die so genannten unbegleiteten minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland zu kommen darin, dass die staatlich aufgelegten Betreuungsprogramme zur Integration dieser jungen Menschen uns Deutsche mehr als 40k Euro jährlich kostet. Mit steigender Tendenz.

Das kombiniert hervorragend mit dem Vorbehalt, dass Flüchtlinge, die nach Meinung vieler sowieso Migranten und keine Flüchtlinge sind und nur deshalb nach Deutschland kommen, weil hier die Sozialleistungen im europäischen Vergleich besonders hoch sind.

Themen, mit denen sich trefflich Stimmung gegen die Regierung und noch besser gegen Flüchtlinge machen lässt. Und zwar vor allem dann, wenn man die Dinge in den «richtigen Kontext» rückt. Das beweist einmal mehr ein Artikel bei Tichys Einblick.

 

Wenn es sich auf der Welt herumspricht, dass unbegleitete Jugendliche, die illegal nach Deutschland einreisen, hier ein Betreuungsprogramm für mehr als 40.000 Euro im Jahr erwartet, braucht man sich nicht wundern, dass die Zahl derer, die es versuchen, stark steigt. Deutschland wird in den kommenden Jahren ein gewaltiges Integrationsproblem bekommen.Quelle: Drei unangenehme Fakten über minderjährige Flüchtlinge (UMF) – Tichys Einblick | LINK

 

Als «Gegenprogramm» zu diesem Artikel bietet sich die Lektüre einer Information mit dem Titel: «Die Aufnahmesituation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland» an. Der Bericht ist recht frisch – vom Juli 2016 und gibt detaillierten Aufschluss über das wichtige Thema. Inwieweit die Arbeit des Bundesfachverbandes der im Tichy-Artikel kritisch angesprochenen «Sozialindustrie» zugute kommt, vermag ich nicht zu sagen. Aber wer es nötig hat, die Versorgungsleistungen von jugendlichen Flüchtlingen gegen die Unterhaltszahlungen an Hartz – IV – Empfängern aufzurechnen, dem ist viel zuzutrauen.

Manche Städte nennen das Betreuungsprogramm etwas spezifischer Bildungs- und Betreuungsprogramm. Dieser Titel ist weniger leicht misszuverstehen. Es lässt sich nicht so einfach suggerieren , dass es sich um Spaß- und Freizeitgestaltung handelt. Die Betreuungsprogramme haben den Zweck, die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft zu erleichtern und zu fördern. War es nicht genau das, was wir unbedingt wollen?

Mir scheint, es gibt immer mehr Leute, die sich sagen, dass Merkels Credo: «Wir schaffen das», nie Realität wird werden darf. Sind darunter die Publizisten, die sich sonst lautstark darüber beklagen, dass eine links-grün-versiffte Deutungshoheit in diesem Land existiert? Ich habe den gegenteiligen Eindruck.

Über den Mörder von Würzburg legt der Autor Details auf den Tisch. Es sind interessante Informationen. Ich gehe davon aus, dass sie zutreffend sind. Welche Schlussfolgerung ziehen wir?  Manche werden entsetzt sein, wie teuer es ist, sich die Mörder ins Land zu holen und zu versorgen bis sie zur Tat schreiten. Unglaublich zynisch, nicht wahr?

Nehmen wir das Beispiel des Axt-Angreifers von Würzburg. Für die Betreuung von Riaz Khan Ahmadzai hat der Steuerzahler im vergangenen Jahr rund 52.000 Euro gezahlt, ergaben Recherchen des Münchner Merkurs.  Elf Monate verbrachte der junge angebliche Afghane in einem Kolpinghaus, das bei einem Tagessatz von 145 Euro insgesamt 47.850 Euro erhielt. Für die „Sozialindustrie“ sind die UMF ein Umsatz-Booster. Die sogenannte Inobhutnahme nach der Ankunft Ahmadzais schlug mit 2.000 Euro zu Buche. Die Pflegefamilie, bei der Ahmadzai zuletzt zwei Wochen lang lebte, bekam 1.200 Euro im Monat.Quelle: Drei unangenehme Fakten über minderjährige Flüchtlinge (UMF) – Tichys Einblick | LINK

Jedes Programm ist zu diskreditieren. In einem Klima, in dem viele der Meinung sind, dass unsere Sozialsysteme aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen ohnehin kollabieren werden, ist das sowas vielleicht sogar ein Kinderspiel.

Man macht das mit lockerer Feder, in dem man in den «richtigen» Zusammenhängen, also diesem, mehr als einmal den Axtmörder von Würzburg erwähnt und (alles in einem Text) auf die Untaten der jugendlichen Nutznießer solcher Programms verweist – und damit auf deren Undankbarkeit. In diesem Fall also auf die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht.

Meine Nichte hat jugendliche Flüchtlinge beruflich betreut. Ihre Erfahrungen waren durchweg positiv. Es soll noch einige andere Beispiele geben. Teuer ist sie auf alle Fälle, diese Betreuung von Jugendlichen, die zum großen Teil vermutlich unter schlimmen Umständen ihre Familien und ihre Heimat verlassen haben. Ist es uns das nicht wert?

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