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Tichy-Autorin Schunke für 3 Tage bei Facebook gesperrt

Was soll man dazu sagen? Frau Schunke ist bei Facebook gesperrt worden. Wat’n Fest! Ich habe offenbar eine ganz andere Vorstellung von einer freudlosen Welt als Herr Wegner.

Was soll man dazu sagen? Frau Schunke ist bei Facebook gesperrt worden. Wat’n Fest! Augenscheinlich habe ich eine ganz andere Vorstellung von einer freudlosen Welt als Herr Wegner, ebenfalls Autor des Tichy-Blogs.

Eben wurde bekannt, dass Tichys-Einblick-Autorin Anabel Schunke von Facebook mit einem »dreitägigen Bann« bestraft wurde. Sie hatte es mit der Online-Regierungskritik überzogen. Es ist eine »virtuelle Gefängnisstrafe«. Früher wurden Menschen in den Kerker geworfen, damit sie niemand mehr hörte. Oder ihnen wurde gleich die Zunge herausgeschnitten. Heute gibt es Online-Sperren. Wenigstens gab es bei Kerker und Zunge noch das Schauspiel eines Gerichtsverfahrens. Heute entscheiden private, mit Stiftungen und Politikern verbandelte Firmen. In Dunkelheit und ohne Rechenschaft abzulegen, beratschlagen sie, wen sie verschonen – und wen sie strafen, um hunderte zu erziehen.Quelle: Eine zensierte Welt ist eine freudlose Welt – Tichys Einblick | LINK

Schunke hat mir schon richtig viel „Freude“ gemacht. Nicht viele verstehen es, so fundamental gegen Menschen Stimmung zu machen. Immerhin sind nicht nur „die Flüchtlinge“ ihre Adressaten. Die Dame widmet sich auch der Verkommenheit dieses Staates, der Regierung und insbesondere natürlich linker Parteien des politischen Spektrums. Dafür ist sie längst der Star im Tichy-Blog. Die rechten Fans küssen ihr virtuell die Füße.

Verbannt bei Facebook

Ich bin so gehässig, mich über ihre kurzzeitige Verbannung durch Facebook (?) erfreut zu zeigen. Schunkes Hate-Speech entspricht nicht so ganz meiner naiven Vorstellungen von fremdenfeindlicher Hetze. Die Versuche, dieses Phänomen genauer zu erklären, fällt den Initiatoren der Website nicht ganz leicht. Was Professor Anatol Stefanowitsch für die Amadeu Antonio Stiftung als Erläuterung des Begriffs anbietet, ist komplex. So komplex, dass ich mir nicht erlauben kann, zu beurteilen, ob die sich hieraus ergebenen Kriterien bei Frau Schunke bei Facebook zutreffen.

Überhaupt habe ich ein wenig Verständnis für Wegners Position. Das liegt eher am Rot der Website „No Hate Speech„, das mich an etwas längst Überwundenes erinnerte. Ich hätte schwören können, dass diese Farbe für Websitebauer schon vor 25 so was von out gewesen ist. Das Stichwort dazu war, glaube ich, Augenkrebs.

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Definitionen von Hate Speech (lt. „No-Hate-Speech.de„)

Es gibt keine einheitliche Definition von Hate Speech, weder in Deutschland noch international. Im Gesetzbuch wird Hate Speech (noch) nicht spezifisch erwähnt – verurteilt werden Beleidigungen oder Volksverhetzung. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass online haten erlaubt ist…, falls jemand auf die Idee käme.[/symple_box]

 

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!