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Unser Subunternehmer für Flüchtlingsentsorgung

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Genug aufgeregt. Es kann doch nicht so schwer sein, etwas Positives an Merkels Entscheidung in der Causa Böhmermann zu finden.

Ich versuch’s mal so: Auf dem Umweg über die Bundesregierung ist der Fall da gelandet, wo er gleich hingehört hätte: vor ein deutsches Gericht. Dass man trotzdem der Meinung sein kann, Böhmermann hätte für die Präsentation seines Schmähgedichtes nicht vor Gericht gehört, bleibt unbenommen.

Aber es gibt halt immer Leute, die in dieser Hinsicht anderer Meinung sind. Und genau deshalb gibt es sie ja, die Gerichte, Anwälte und die anderen Organe der Rechtspflege.

Warten wir es ab; unsere Gerichte werden schon das Richtige tun.

***

Der Autor Timur Vermes («Er ist wieder da») hat eine sehr eigene Sicht auf den Fall. Die mache ich mir glatt zu eigen:

[symple_heading style=»double-line» title=»Folge unseres Verhaltens» type=»h1″ font_size=»30px» text_align=»center» margin_top=»30″ margin_bottom=»30″ color=»undefined» icon_left=»» icon_right=»»]

 

Der Fall Böhmermann ist keine Frage von falscher Politik oder Satirefreiheit. Er ist die direkte Folge unseres Verhaltens. Wir haben unseren Politikern in Wahlen und Umfragen deutlich gemacht, dass

  • ein Großteil von uns Flüchtlinge nur aufnimmt, solange es nichts kostet
  • einem anderen Großteil von uns Flüchtlinge schießegal (kein Tippfehler) sind
  • der Rest sich einem der beiden Teile anschließen wird, wenn sich nicht sofort was ändert.

Die einzige schnell verfügbare Billiglösung hieß: Erdogan. Unser Subunternehmer für Flüchtlingsentsorgung. Wir wussten, dass er unsere außenpolitische Souveränität und Meinungsfreiheit in Zahlung nimmt. So sind wir: Wir kaufen Handys für’n Euro und staunen anschließend über die Telefonrechnung. Dann jammern wir, weil das Kleingedruckte so klein gedruckt war. Genau das ist Böhmermann: das Kleingedruckte des Türkeideals. Wer die Freiheit der Böhmermänner will, muss bereit sein, Geld auszugeben. Und Flüchtlinge in seiner Nähe zu ertragen. Sind Sie es?

 

[symple_heading style=»double-line» title=» Zitat Ende » type=»h1″ font_size=»30px» text_align=»center» margin_top=»30″ margin_bottom=»30″ color=»undefined» icon_left=»» icon_right=»»]

 





Artikelautor Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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