Im Video (s. unten) erklärt Angela Merkel, welche Haushaltsmittel in den nächsten Jahren zur Bekämpfung von Fluchtursachen aufgewendet werden. Das heute frisch eingestellt Video erhält bisher mehr negative als positive Bewertungen. Mir scheint auch das typisch für die polarisierte Sicht auf die Flüchtlingskrise. Vielleicht waren auch einmal mehr tumbe Rechte Miesmacher am Werk.

Ein richtiger Schritt, der den Aussagen unserer Regierung auch nach innen Glaubwürdigkeit verleiht. Es ist sehr zu hoffen, dass auf diese Art, also in dem Deutschland sehr viel Geld in die Hand nimmt, die Fluchtursachen wirksam reduziert werden.

Es ist schade, dass die Maßnahmen so viel Zeit in Anspruch genommen haben. Sowohl das UNHCR als auch das Welternährungsprogramm klagen seit Jahren über chronische Unterfinanzierung. Nicht einmal die Folgen der nicht abreißen wollende Flüchtlingsstrom konnten die (auch europäischen) Regierungen zum Umdenken bewegen.

Die Länder in unmittelbarer Nachbarschaft Syriens verfügen nicht über die notwendigen Ressourcen, die vielen Millionen Flüchtlinge adäquat zu versorgen. Das ist einer der Gründe dafür, dass die Menschen ihr Glück in Europa suchen. Warum das solange ignoriert wurde, ist sehr schwer zu begreifen.

[symple_box color=“green“ fade_in=“false“ float=“center“ text_align=“left“ width=““]Nicht helfen zu wollen, in dem man keine oder kaum Flüchtlinge aufnimmt ist die eine Sache, die dringend benötigte finanzielle Hilfe für Millionen von Menschen zu verweigern ist noch einmal etwas ganz anderes. Die moralische Verpflichtung, den in großer Not befindlichen Menschen zu helfen, spielt in der Weltpolitik offensichtlich erst dann eine Rolle, wenn die eigenen Interessen unmittelbar berührt sind.[/symple_box]

Die auf europäischer Ebene verabredeten Zahlungen für die Türkei stehen jetzt endlich auch zur Verfügung, nachdem die Italiener „eingelenkt“ haben.

Inwieweit die gewaltigen finanziellen Anstrengungen, den Flüchtlingsstrom maßgeblich verringern können, bleibt abzuwarten. Aber wenigstens sind diese wichtigen Maßnahmen endlich in der Umsetzung. Es hat – wie so oft – schrecklich lang gedauert.

 

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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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