Kurz   ·  2 Min.

Was hat das 7:1 gegen Brasilien mit Merkel zu tun?

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Schon nach der Halbzeit führte Deutschland 5:0 gegen Brasilien. Wir schossen dann noch zwei Tore, die Brasilianer kamen am Ende der 90 Minuten noch zu einem Ehrentreffer durch Oscar. Diese einzigartige Überlegenheit der deutschen Nationalmannschaft in diesem Spiel gegen den Gastgeber der Fußball-WM kam mir … weiterlesen



Schon nach der Halbzeit führte Deutschland 5:0 gegen Brasilien. Wir schossen dann noch zwei Tore, die Brasilianer kamen am Ende der 90 Minuten noch zu einem Ehrentreffer durch Oscar.

Diese einzigartige Überlegenheit der deutschen Nationalmannschaft in diesem Spiel gegen den Gastgeber der Fußball-WM kam mir in den Sinn, wenn ich an Angela Merkels verheerende Ausgangslage für die morgigen Landtagswahlen denke.

Unsere Medien gelangen, nachdem „Vordenker“ Roland Tichy, der das alles schon am 4. März 2016 wusste und uns sein Kladdenwissen auf die ihm eigene fiese Art verraten hat, nach und nach zu dem Schluss, dass es nun mit Kanzlerin Merkel zu Ende gehe bzw. auf EU-Ebene bereits zu Ende gegangen ist.

Der „Spiegel“ hat in seiner gestrigen Ausgabe immerhin eine Woche später geschrieben:

Merkel hat es versäumt, rechtzeitig zu erkennen, was sie Europa zumuten kann. Der Preis für ihre Politik ist nicht nur der Aufstieg einer neuen rechtspopulistischen Partei und eine deutsche Gesellschaft, die so gespalten und hysterisch ist wie seit Jahren nicht mehr. Sie schuf auch ein Europa, das nicht mehr zueinanderfindet.

— Quelle: Spiegel

Die Vorsichtigen formulieren Merkels Versäumnisse. Diese lägen vor allem in den nicht gut oder gar nicht abgestimmten Aktionen mit den EU-Partnern in der Flüchtlingskrise. Andere sind weniger zurückhaltend. Es gibt auch genug Medien, die sich klar auf die Seite einer „gefühlten Mehrheit“ geschlagen haben. Die wollen sich zwar nicht als Nazis titulieren lassen, reden aber oft genug wie solche.

Ein Beispiel, das mir heute unterkommen ist. Unglaublich. Der Autor des Artikels sollte verfolgt werden, nicht die Regierung!

Es fragt keiner mehr danach, ob nicht eher der in Europa grassierende nationalistische Egoismus kritisiert werden sollte, anstatt Merkels Politik.

Merkels moralischer Imperialismus besteht darin, anderen Menschen, die in Not sind, helfen zu wollen. Offenbar ist für diese Spezies kein Platz mehr in der Führungsriege der EU.

Opportunisten, wie Kurz und Faymann zeigen sich in dieser Hinsicht nicht weniger nachsichtig wie davor die osteuropäische Führungsriege. Im Zweifel berufen die sich auf das, was das Volk dazu denkt. Ganz egal, wie sie selbst auch zu demokratischen Spielregeln in ihrer nationalen Realität stehen mögen.

Merkel hat schlecht gespielt und deshalb hoch verloren. Es wirkt bei manchen gerade so, als habe sie diplomatisch versagt bzw. ihr Grundanliegen sei durchaus honorig. Aber wir wissen, dass der Misserfolg nur eine Mutter hat.

Ich denke, Merkels Ehrentreffer könnte am Ende so aussehen, dass sie für ihre sture Menschlichkeit und ihre christliche Haltung zumindest hinter vorgehaltener Hand gelobt wird.

All das passiert, weil Merkel vielleicht zu spät Verhandlungen mit den Türken begonnen hat. Die unglaublichen und undemokratischen Prozesse, die in der Türkei ablaufen, haben all denen Wasser auf die Mühlen geschaufelt, die zwar selbst keine Lösungsansätze präsentieren können, sich jedoch nichtsdestotrotz darin gefallen, jeden Vorschlag kaputtzureden.









Artikelautor: Horst

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!