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Das Phrasenschwein ist voll

Die «Essenz» der ARD-Talkshow «Anne Will» von gestern Abend war ein dünnes Süppchen. Dafür, dass sich das Entsetzen über den Wahlausgang nach einer Woche gelegt …

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Die «Essenz» der ARD-Talkshow «Anne Will» von gestern Abend war ein dünnes Süppchen. Dafür, dass sich das Entsetzen über den Wahlausgang nach einer Woche gelegt haben sollte, fand ich es erschreckend, wie plan- und substanzlos Politiker auftraten.

Die Beteiligten machten mir den Eindruck, keinen Zentimeter über Merkels «Ich wüsste wirklich nicht, was wir anders machen sollten» hinausgehen zu wollen!

Von Markus Söder hörte ich nichts, was über die längst bekannten Phrasen hinausging, von der FDP Frau kam (Sorry) verwirrtes, dummes Zeug und die sächsische SPD – Staatsministerin für Gleichstellung und Integration traf mit ihrer Jammerei über entwertete ostdeutsche Lebensläufe fast genau den nervtötenden Ton, der mich fast dazu verleitet hätte, vorzeitig abzuschalten. Hätte ich es mal gemacht!

Robert Habecks Aussage, dass sich bereits in den Koalitionsverhandlungen was zeigen könnte, was viele Wähler so lieber nicht wollen, war in meinen Augen der intelligenteste Gedanke an diesem Abend. Er fand, dass manche Themen der Koalitionsparteien  (digitaler Wandel, ökologische Wende) eine hohe Dynamik repräsentierten. Aber Dynamik wäre nicht das, was viele Menschen in diesen unruhigen Zeiten jetzt gern wollten, sondern das genaue Gegenteil davon.

Was ist denn das für’n Ton

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Prantl: Der Ton ist ein rechtsstaatlicher Ton…

Einigermaßen unterhaltsam war der emotionale Ausbruch von Heribert Prantl (SZ). Ich hatte den Eindruck, Markus Söder war davon so «geplättet», dass er seine Stimmlage in der Folge ein paar Dezibel runterfuhr. Prantl monierte die kürzliche (angeblich menschenrechtswidrige) Abschiebung afghanischer Asylbewerber in ihrer Heimatland. Ich habe gelesen, dass es sich bei diesen Leuten durchgängig um Verbrecher gehandelt hat.

Die Männer, die zuletzt abgeschoben wurden, waren unter anderem wegen schwerer Sexualdelikte rechtskräftig verurteilt. Prantl hatte aus meiner Sicht unrecht. Solche Leute sollten meiner Meinung nach auch dann abgeschoben werden, wenn es sich um Afghanistan handelt. Ich verstehe alle, die solche Menschen nicht in Deutschland haben wollen.

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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