Gesellschaft   ·  3 Min.

Der Doktor im Vorabendprogramm als Leistungsnachweis für nix

Inhaltliche bzw. sachliche Auseinandersetzungen seien der persönlichen vorzuziehen. Das habe ich schon häufig gelesen. Wer wollte bestreiten, dass unsere Debattenkultur auf einem Stand angelangt ist, …

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Inhaltliche bzw. sachliche Auseinandersetzungen seien der persönlichen vorzuziehen. Das habe ich schon häufig gelesen. Wer wollte bestreiten, dass unsere Debattenkultur auf einem Stand angelangt ist, der durchaus etwas «Nachhilfe» gebrauchen kann?

Einerseits beklagen viele, dass ihnen die Art von radikaler Debatte wie wir sie früher ™ im Bundestag erlebten, beispielsweise wie zwischen Strauß und Wehner, fehlen würden. Andererseits sind wir oft entsetzt darüber welche Form Diskussionen in den so genannten sozialen Netzwerke ablaufen. Ist es also nichts weiter als Geschwätz, wenn die «alten Zeiten» in der Rückschau als vorbildhaft bemüht werden?

Maria Furtwängler

Vor kurzem las ich in einem Blog etwas über Maria Furtwängler. Wie so häufig in letzter Zeit ging es in dem Artikel um die Geschlechterdarstellung im deutschen TV und Film. Von diesem Autor bin ich eine sehr kritische Haltung zum Feminismus im Allgemeinen schon gewöhnt. In seiner sehr langen Schimpftirade über die Zustände in Deutschland griff er Frau Furtwängler mehrfach in einer Art und Weise an, die ich arg übertrieben fand.

Nebenher demonstrierte er – wie immer – seine strikte Abneigung gegen alles, was auch nur irgendwie nach Establishment ausschaut.

Ein Brüller war auch, dass sie Furtwängler immer gestelzt mit „Dr.“ ansprachen und darauf abhoben, dass sie mit ihrem Mann immer als „Dr. Burda und seine Frau Maria Furtwängler“ vorgestellt werden, man ihn also mit Dr. führt und sie nicht. Auch das ist eigentlich wieder Schwindel.

Denn erstens ist sie Ärztin, und dass bei Ärzten der Doktor leistungslos für Witztexte vergeben wird, ist bekannt und dokumentiert, hinter ihrem Doktor also keinerlei Leistungsnachweis steht (aber wieder typisch feministisch, damit dann haussieren zu gehen).

Zweiten hat sie den Beruf ja aufgegeben oder gar nicht ausgeübt, ist nur noch Schauspielerin, während bei Burda die Tätigkeit zumindest grob was mit dem Studium zu tun hat. Auch das ist typisch, dass Frauen per Quote und Förderung – und vor allem auf teuer Steuerzahlerkosten – irgendwas studieren und promovieren, und den Beruf dann wegwerfen. Warum sollte man eine Schauspielerin mit Dr. med. anreden?Quelle: Danisch.de » Audiovisuelle Diversität: „Männer handeln – Frauen kommen vor“ |
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So viele Zeilen nur um den Frust darüber zum Ausdruck zu bringen, dass die einen den Doktor mühelos erlangen, während er…

Was ein Psychologe dazu wohl sagen würde?

Hannes Jaenicke

Heute las ich in einem anderen Blog einen weiteren Ausfall gegen einen Menschen, der dem Autor nichts ins Konzept passt. Ich halte ihn für unangemessen aber bezeichnend für viele Leute, die sich auf dem rechten Spielfeld tummeln.

Es ging um den Schauspieler Hannes Jaenicke, der rechten Kritikern  dieser (links-grün-versifften) Gesellschaft vermutlich schon allein aufgrund seiner Rolle als Umweltaktivist Unbehagen bereiten wird.

Hannes Jaenicke war gestern bei «Maischberger» als das Thema «Sexuelle Nötigung – Männer unter Generalverdacht?» behandelt wurde. Unmittelbar davor, sendete die ARD den Film «Meine fremde Freundin«, in dem er eine Hauptrolle spielte.

Man muss das nicht wissen. Aber der Autor Wallasch zieht mit Vorliebe – vor allem in seiner Kolumne – über alles und jeden her, der/die/das politisch auch nur halbwegs links zu verorten ist.

Bei ihm war der 57-Jährige Schauspieler bisher abgespeichert als „Warmduscher und Frauenversteher“. Als einer, mit dem man besser keine Pferde stehlen sollte, wenn man eine feste Freundin oder Frau hat.

Der Schauspieler mit den seichten Vorabend-Rollen könnte ihr gehörig auf den Wecker fallen mit irgendwelchen esoterischen Weisheiten, mit Yoga oder einer exklusiven Klangschalen-Therapie made bei Hannes Jaenicke. Irrtum natürlich nicht ausgeschlossen.Quelle: Maischberger: Korblandung von Hannes Jaenicke |
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Vielleicht sollte dieser Jaenicke – Kritiker mal ein Auge auf die Liste der Filme und Auszeichnungen dieses Aktivisten ansehen. Er entdeckt dort neben so manch anderer «Überraschung» ein paar Filme, die nicht in die Kategorie «seichte Vorabend-Rolle» passen.

Aber was verlange ich?  

So sind diese Leute nun mal. Sie haben mit den politischen Ansichten und Ambitionen von Menschen ein Problem und schaffen es nie, sachlich oder inhaltlich zu bleiben. Auf so miese, hinterfotzige Art bringen sie es aber natürlich spielend fertig, den Ruf ihrer «Feinde» zu beschädigen. Und allein sind sie ja nicht. Es gibt genügend Hater, die für sowas Beifall klatschen.

P.S.: Ich fand die Sendung «Maischberger» nicht gut. Das lag aber weniger an Jaenicke als – wieder einmal – an der unsouveränen Art der Gesprächsleitung durch Frau Maischberger.

Im Zusammenhang mit der unausweichlichen #MeToo – Debatte sprach Spiegel Reporterin, Gisela Friedrichsen, die stark gestiegene Zahl von sexuellen Übergriffen durch Migranten an. Von den anderen Gesprächsteilnehmern wurde sie deshalb «zurückgepfiffen».

In erster Linie war es allerdings Chefin Maischberger höchstpersönlich, die diese überaus wichtige Dimension des Problems offenbar einfach nicht diskutieren wollte. Dass sie insbesondere von Teresa Bücker unterstützt wurde, der diese Themenerweiterung offensichtlich nicht passte und die deshalb barsch in Richtung von Frau Friedrichsen schoss, bleibt eine Randnote.

Mit diesem seltsamen Verhindern von Diskussionen arbeiten wir arbeitet man den rechten Hetzern in die Hände. Ob die das mal irgendwann begreifen werden?

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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