Erwartungshaltung erfüllt: Twestens Abgang in den Medien

Wie wohl die meisten habe ich für Verräter wenig Sympathien. Und vermutlich haben viele von uns Frau Twesten von den Grünen als Verräterin betrachtet, als sie mit ihrem Übertritt zur CDU für vorgezogene Neuwahlen in Niedersachsen gesorgt hat.

Stefan Niggemeier schreibt in seinem gestrigen Artikel: „In den mutmaßlich letzten Sekunden ihrer 15 Minuten Ruhm hat sie noch einmal für Schlagzeilen gesorgt.“

Der Satz offenbart ein beachtliches Maß an Verachtung. Vielleicht stellt er aber auch nichts anderes dar als die realistische Wiedergabe ihres auf der Bundesebene mutmaßlich letzten Auftritts.

Egal. Was Stefan Niggemeier beobachtet und aufgeschrieben hat, ist insgesamt ein peinliches Zeugnis für die Arbeitsweise der Medien.

Dass viele nicht nur das Ende dieses Interview von Wulf Schmiese mit Elke Twesten, sondern das ganze Interview falsch beschrieben haben, bleibt wohl nur eine kleine Anekdote, die schnell vergessen sein wird.

Ich muss sagen, dass mir Frau Twesten am Ende fast mehr leid getan hat als die Grünen, die immerhin 5% der Stimmen eingebüßt haben. Aber das wird wohl auch andere Gründe gehabt haben.





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