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Martin Schulz erzählt doch auch nur ?Mist! Oder wohl oder doch?

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Im Internet wird Martin Schulz hart attackiert. Aus den unterschiedlichsten Gründen. Dazu gehören unter anderem Daten, mit denen sich gestern der Faktencheck der ARD-Sendung „Hart aber fair“ unter anderem beschäftigt hat. Ein Tweet, den ich dazu gelesen hatte, ging so: #hartaberfair berichtet, #SPD-Schulz verbreitete falsche … weiterlesen



Im Internet wird Martin Schulz hart attackiert. Aus den unterschiedlichsten Gründen.

Dazu gehören unter anderem Daten, mit denen sich gestern der Faktencheck der ARD-Sendung „Hart aber fair“ unter anderem beschäftigt hat.

Ein Tweet, den ich dazu gelesen hatte, ging so:

Ich kann nicht beurteilen, wer in der Sendung das Thema, das nicht auf dem Programmplan stand, überhaupt aufgebracht hat. Der Fall Schlecker sollte eigentlich behandelt werden.

Trotzdem: bestätigt das Ergebnis des Faktenchecks nicht Schulz‘ Aussage? Heutzutage ist es, noch viel weniger als früher ™ keine Kleinigkeit, wenn wer bei einem Fehler erwischt wird. Und wenn es sich „nur“ um eine falsche Zahl handelt und selbst dann, wenn diese Zahl bestenfalls ein kleiner Teil der Argumentationskette ist.

Es wird aus gleich ein riesiges Theater darum gemacht. Wäre es nicht die bloße Zahl, hätte man die Quelle (Hans-Böckler-Stiftung) als sozialistisch unterwandert bezeichnet, was genauso viel heißt, wie: diese Quelle ist nicht glaubwürdig. Mit anderen Worten: Es kann nur der Quelle Vertrauen entgegengebracht werden, der man selbst vertraut. In diesem Fall wäre es a) das arbeitgeber- oder b) das arbeitnehmerfreundliche Institut. Suchen wir uns also aus, was „richtig“ ist. Oder wir lassen es einfach. Wer hat schon Zeit für sowas?

Auszug aus dem Faktencheck von „Hart aber fair“, 6.03.2017:

Zu wesentlich höheren Zahlen kommt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Demnach waren 2015 sogar 39,3 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Teilzeit, Leiharbeit oder Minijobs tätig. Die große Differenz zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes erklärt das WSI mit der unterschiedlichen Definition von Teilzeitarbeit. Während die Bundesstatistiker lediglich die Arbeitnehmer als Teilzeitkräfte zählen, die auf 20 oder weniger Wochenarbeitsstunden kommen, rechnet das WSI mit den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). “Demnach liegt Teilzeitbeschäftigung dann vor, wenn die regelmäßige Wochenarbeitszeit eines Arbeitnehmers kürzer ist als die einer vergleichbaren Vollzeitkraft“, heißt es in der WSI-Datenbank zur atypischen Beschäftigung.    […]

Richtig ist, dass besonders häufig in der Wissenschaft (Hochschulen, wissenschaftliche Einrichtungen etc.) Mitarbeiter befristet beschäftigt werden. 2014 lag ihr Anteil bei 37 Prozent. Bei Neueinstellungen, deren Arbeitsverhältnis befristet wird, liegt der öffentliche Dienst deutlich vor der Privatwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2014 erhielten laut IAB knapp 60 Prozent der neu angestellten Arbeitnehmer im ÖD befristete Arbeitsverträge. In der Privatwirtschaft waren es lediglich 40 Prozent. Allerdings war dieser Anteil im öffentlichen Dienst schon einmal wesentlich höher. 2004 waren noch 74,9 Prozent der Neueinstellungen befristet.Quelle: Oben verantwortungslos, unten chancenlos – ist Schlecker heute überall? – Faktencheck – Hart aber Fair – Das Erste | LINK

Was bleibt dem normalen TV-Zuschauer oder dem Leser solcher Aussagen noch anderes übrig, als ständig alles zu hinterfragen?

Die Skepsis wird auf diese Weise immer weiter zunehmen. So wird fröhlich weiter das Vertrauen in all die zerstört, die irgendwas mit Demokratie zu tun haben. Im Grunde brauchen sie dafür nur Ihren Mund aufzumachen. Schon ist jemand zur Stelle, der „Lüge“ schreit.

Schon findet sich einer, der es garantiert besser weiß.

Agenda 2010: Arbeitgeber werfen Schulz falsche Angaben vor | ZEIT ONLINE | Quelle









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!