Politische Bildung im Krimi

Kein Wunder, dass der letzte »Tatort« heftig kritisiert wurde. Mich hat »Der rote Schatten« verwirrt. Als Krimi fand ihn einfach schlecht. Dabei gefallen mir die Stuttgarter »Tatorte« sonst immer gut.

Von Regisseur Dominik Graf bin ich Besseres gewöhnt. Die Vermischung verschiedener Szenarien der Stammheimer Ereignisse nach dem Mord an Hanns Martin Schleyer im Oktober 1977 ist in meinen Augen nicht gelungen.

Der Krimi wurde dazu benutzt das (linke?) Narrativ zu verfestigen, welches sich in der Öffentlichkeit ohnehin hartnäckig hält: Haben die Bader-Meinhoff-Terroristen Selbstmord begangen oder wurden sie von einem Kommando gezielt getötet?

Ich muss Stefan Aust zustimmen, dessen Kritik übrigens u.a. von »Bild« übernommen wurde:

»Das wird bei den Zuschauern hängen bleiben. Ich halte das für sehr problematisch. Das ist RAF-Propaganda.«Quelle: Stuttgart: Stefan Aust: Darstellung im Stuttgarter RAF-»Tatort« ist »gefährlicher Unsinn« | SÜDKURIER Online |
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Bildcover von gestern

Die Kritik ist nicht neu, dass die Öffentlich Rechtlichen Sender selbst in eigenproduzierten Krimis gewisse Denkvorgaben »unterbringen«. Diese Botschaften sind nicht immer so deutlich wie in diesem »Tatort». Aber dass es sie überhaupt gibt, gefällt mir ehrlich gesagt immer weniger.


Über den Autor

Ich bin Horst Schulte. Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Ich bin jetzt 67 Jahre alt und lebe in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt.

Mein Motto: "Bloß nicht zynisch werden..."

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