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Reem Sahwil und ihre Familie dürfen bleiben

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Bei Bettina Böttinger war kürzlich das „Flüchtlingsmädchen Reem Sahwil“ zu Gast. Sie erinnern sich? Es ist das Mädchen, das inzwischen 17 Jahre alt ist und das vor zwei Jahren vor laufenden Kameras in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, zu weinen begann. Heute wurde die … weiterlesen



Bei Bettina Böttinger war kürzlich das „Flüchtlingsmädchen Reem Sahwil“ zu Gast. Sie erinnern sich? Es ist das Mädchen, das inzwischen 17 Jahre alt ist und das vor zwei Jahren vor laufenden Kameras in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, zu weinen begann.

Heute wurde die Entscheidung bekannt, dass Reem und ihre Familie dauerhaft in Deutschland bleiben können.

Ich finde, das ist eine gute Nachricht und freue mich von Herzen für dieses tolle, ungeheuer aufgeschlossene und sympathische Mädchen und natürlich für ihre Familie, die ebenfalls bleiben kann.

Merkel wurde damals von vielen dafür kritisiert, weil sie angeblich so empathielos auf die Sorgen und Nöte des Mädchens reagierte. Nachdem Merkel nur wenige Monate später Merkel die Grenzen für Flüchtlinge geöffnet hat, gab es Journalisten, die ihre humanistische Großtat auf diese Erfahrung wenige Monate zuvor zurückführen wollten. Ernsthaft!

Es gab im Rahmen des kurzen Medienhypes um Reems Schicksal unter anderem ein Interview, das die „Welt“ am 26. Juli 2015 veröffentlichte. Schon damals logen Mitglieder oder Sympathisanten der AfD, dass sich die Balken bogen. Dies sieht man wunderbar, wenn man diese gefälschte Zusammenfassung dieses AfD-Beitrages durchliest und mit dem tatsächlichen Inhalt des Interviews abgleicht.

Die schwierige Meinung zu Israel suchte ich vergeben. Gesagt hat sie zum Thema Israel unter anderem folgendes:

Könntest du dir vorstellen, in Israel zu leben, dort, wo früher deine Großeltern im Land Palästina gelebt haben? Reem überlegt. „Vielleicht. Aber aufgeben werde ich trotzdem nicht.“ Dabei wirkt sie freundlich, mutig und selbstsicher.Quelle: Zu Besuch bei Reem: So sieht das berühmte Flüchtlingsmädchen die Welt – WELT | LINK

Vermutlich würden die AfDler jetzt behaupten, das Welt-Interview sei gefälscht bzw. nachträglich verändert worden. In Wahrheit ist es wohl wie immer. Diese Typen saugen sich irgendwelche Zitate aus den Fingern und veröffentlichen sie auf ihren Kanälen.

Reem hat zu diesem Lügenpost sogar eine Gegendarstellung bei „Welt“ veröffentlicht. Die ist allerdings etwas seltsam, weil im verlinkten Artikel die Formulierungen, auf die sich Reem bezieht, gar nicht vorhanden sind. Hat „Welt“ den Interview – Text also nachträglich verändert? So ist das heute. Vor Lug und Betrug ist keiner mehr sicher.

Hier weitere Lügenposts von allen möglichen rechten Sektierern.

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Nachdem das ZDF die Nachricht von Reems Bleiberecht veröffentlich hat, kam heute dieser Tweet in meine Finger. Die Lügenkampagne der AfD (@Grandel1 ist mindestens ein AfD-Fan) wird fortgesetzt. Ohne Rücksicht auf irgendwelche Verluste lügen und betrügen diese Arschlöcher die Menschen. Und mit denen soll man ernsthaft reden, sie als Diskussionspartner auf Augenhöhe betrachten?

Leute! Ich würds eher mit Nahles (SPD) halten. Ab jetzt gibts was auf die Fresse!

https://twitter.com/Grandel1/status/913779469915230208

 









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

Ein Gedanke zu „Reem Sahwil und ihre Familie dürfen bleiben“

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