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Wenn aus AfDlern Mimosen werden

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Ich habe die Skandal- Talk – Runde im ZDF verpasst. Dank Twitter bekam ich trotzdem mit, wie überraschend die Spitzenkandidatin der AfD, Frau Dr. Alice Weidel, auf die angeblich grobe Benachteiligung durch das Systemmedium ZDF, namentlich Frau Slomka, reagiert hat. Slomka folgte mit ihrer „frechen … weiterlesen



Ich habe die Skandal- Talk – Runde im ZDF verpasst. Dank Twitter bekam ich trotzdem mit, wie überraschend die Spitzenkandidatin der AfD, Frau Dr. Alice Weidel, auf die angeblich grobe Benachteiligung durch das Systemmedium ZDF, namentlich Frau Slomka, reagiert hat.

Slomka folgte mit ihrer „frechen Intoleranz“ laut Weidel der „plumpen Argumentation von SPD und Grünen“. Nein, nein, das ist nicht neu aber solche Behauptungen haben Tradition bei der AfD. Und auf Tradition legt die AfD wie wir alle wissen, sehr viel Wert. Slomka  agierte laut Weidel „parteiisch und unprofessionell“. Ich persönlich empfand, nachdem ich mir die Talk – Runde heute angesehen habe, Weidels Verhalten extrem unprofessionell. Die Frau Doktor ist offensichtlich an Widerspruch nicht gewöhnt.

Dank des recht frühzeitigen Ausscheidens einer beleidigten AfD – Leberwurst, war das letzte Drittel der Sendung für viele Zuschauer wahrscheinlich etwas erträglicher als davor.


Weidel verließ gemächlichen Schrittes und hoch erhobenen Hauptes das Studio, eilte vorbei an den für danach vorbereiteten Schnittchen, und hatte mit auffällig geringem Zeitverzug ihre Sicht der Dinge parat. Ich glaube, die Erklärung war sogar mit Gauland abgestimmt. Nun, sie war ja auch recht kurz. Manche vermuten allerdings, dass die AfD es auf den Eklat angelegt hat. Aber es kursieren so viele Meinungen darüber im Netz, dass man das nicht beweisen können wird.

Im Netz kamen viele Nutzer in Sachen Weidel-Abgang zum gleichen Schluss: Reine Inszenierung.Quelle: Alice Weidel: Häme und Spott über Abgang der AfD-Politikerin im ZDF – Bundestagswahl 2017 – Umfragen, Analysen & News aus Berlin – Berliner Morgenpost | LINK

Gut, schließlich braucht die treue AfD – Fangemeinde in dieser Phase des Wahlkampfes Anleitung. Anleitung, ums nicht auf den letzten Metern doch noch zu versauen. Schließlich winkt der Status der drittstärksten Kraft im neuen Bundestag. Was für die einen der blanke Horror ist, ist für die anderen eben … nun ja.

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Anleitung ist wichtig. Ich glaube zwar nicht, dass die tumben Knappen der Ritter des heilig römischen Reiches deutscher Nation unfähig sind, eine eigene Sicht auf diesen sehr speziellen Vorgang zu kreieren. Abwegige Gründe für ihren Hass finden diese Leute blitzschnell. Aber hier gehts um konzertiertes Handeln – so kurz vor dem Ziel.

Mir wird immer klarer, dass AfDlern nichts ärger ist, als mentale Einsamkeit. Sie fühlen sich unverstanden und oft wohl auch ungeliebt. Das könnte die psychologische Erklärung dafür sein, weshalb auch Weidels so absolut überzogen reagiert hat. Dabei hat sie doch nur mal die Wahrheiten verkündet, die jeder AfDler längst verinnerlicht hat und die doch alle anderen nach der ganzen Aufklärungsarbeit durch die Feldorganisation der Partei langsam auch mal begreifen müssen. Funktioniert nicht, liebe AfD!

Wie sagte Maas kurz vor dem Eklat zu Weidel: „Wer hier austeilt wie Sie muss nicht im nächsten Moment als Mimose auftreten.“ Bämmm.


Ich habe mir die aus meiner Sicht kaum erträglichen Redebeiträge Weidels heute genauer angesehen. Weidel scheint gegen Widerworte allergisch zu sein. Das mag in diesem Fall daran liegen, dass die Arme nicht nur von ihren Gesprächspartner ausreichend Feuer bekam, sondern dass ihre Redebeiträge auch aus dem (natürlich❗ links-versifften) Publikum so gar nicht goutiert wurden. Buh – Rufe für die in sich ach so schlüssigen Redebeiträge der Ökonomin Frau Dr. Alice Weidel. Geht gar nicht!

Gestern Abend bin ich kurzfristig eingestiegen in das ablaufende Twitter-Scharmützel. Da war (wie immer, wenn AfDler „kämpfen“), viel dummes Zeug zu lesen. Sowas wie hier zum Beispiel. Bei diesem Mitglied der „Augsburger Puppenkiste“ konnte ich mir die Antwort nicht verkneifen:

https://twitter.com/HorstJSchulte/status/905162006621237250

Bei vielen Beiträgen von AfDlern ist eine Antwort heutzutage oft gar nicht mehr nötig:

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Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!