Bei der „Heute Show“ hat die Redaktion was aus der Tanzeinlage von DJ Scheuer gemacht. In der heutigen „Berlin Direkt“ – Sendung wurde die Diesel – Politik Scheuers (zu Recht) scharf kritisiert.

Übrigens mit dem Hinweis, dass sie schon seit drei Jahren wankelmütig und ohne Resultat sei. Dabei ist Scheuer doch, wie Spahn, erst seit einem halben Jahr im Amt. Ok, wahrscheinlich war wohl Dobrindt gemeint und Scheuer wurde getroffen. Für mich persönlich ist das jetzt nicht so tragisch.

Andererseits sehe ich schon, wie schwierig es ist, in diesem Tohuwabohu der Verantwortlichkeiten Lösungen zu erarbeiten. Das hat übrigens der heutige „Presseclub“ eindrucksvoll gezeigt.

Für den überwiegenden Teil der betroffenen Autos gilt nämlich, dass nicht die in Verruf geratene Industrie betrogen hat, sondern dass die bestehende Rechtslage (EU und Bundesregierung!) von der Autoindustrie lediglich „kreativ ausgelegt“ wurde. Gegen sowas lässt sich schwerlich erfolgreich klagen. Die EU und die Bundesregierung haben eine Mitschuld an dem Debakel, so dass es durchaus in Erwägung gezogen wird (ich könnte drauf wetten!), dass am Ende die BürgerInnen an den Kosten für die nötigen Maßnahmen beteiligt werden. 

Wäre dies nicht in direktem Zusammenhang der Fall, würde dennoch der Steuerzahler letztlich zur Kasse gebeten. Und wenn dies für eine heute noch unabsehbare Zahl von Arbeitslosen in der deutschen Autoindustrie der Fall wäre. 

Unklar ist auch, welche Auswirkung die kurzfristige Herausnahme aller Diesel-Fahrzeuge aus dem Verkehr für eine Öko – Bilanz bedeuten würde. Wenn nur noch Benziner unterwegs sind, ist der CO2 – Ausstoß entsprechend höher. Hand hoch, wer diese unvermeidliche Konsequenz verantworten will!

Deshalb wirken Scheuers und Dobrindts schwankende Meinungen zum Diesel-Thema auch so grotesk wie sie sind. Natürlich – das darf alles hart kritisiert werden, denn diese Männer waren nun einmal zuvorderst für Lösungen dieses abgefahrenen Problems zuständig.

Dass das ZDF Andreas Scheuer im Abspann der von „Berlin Direkt“ lächerlich aussehen lässt, ist mieser Stil. Jedenfalls hat das mit Journalismus ebenso wenig zu tun,  wie die Kampagne der „BILD“-Zeitung, deren Ziel es zweifelsfrei ist, das Ansehen unserer demokratischer Instanzen zu beschädigen.

Daran wirken ganz schön viele (auch außerhalb der AfD) mit erstaunlich wenig Skrupeln eifrigst mit!

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Horst Schulte

Irgendwann Anfang der 2000er Jahre habe ich mit dem Bloggen angefangen. Es ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo.

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