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Nur ganz kurz

Aufmerksamkeitsdefizit und die Folgen

Zwei Nachrichten geistern diese Woche durch den Blätterwald.

1.) Ein dreizehnjähriges Mädchen soll von einem Unbekannten eine Spitze mit irgendwas erhalten haben. Heute verbreitete Welt.de (gegen Mittag) eine dpa – Meldung, wonach ihre Schilderung des Vorfalles glaubhaft sei.

Ruhr 24 berichtete heute gegen 16.00 Uhr, dass Ausfallerscheinungen beim Opfer festgestellt wurden und das laut dpa die Wahrscheinlichkeit bestehe, dass es weitere Opfer gibt. Weiter heißt es dort: „Die Behandlung wird sich auch noch über einen längeren Zeitraum erstrecken“, zitiert die dpa einen Sprecher der Polizei.“

Eine gute halbe Stunde später lese ich an gleicher Stelle, dass es sich um eine ausgedachte Geschichte gehandelt habe.

2.) Die Eröffnung der Karnevalssession 2019/2020 am 11.11. wurde durch eine vermeintliche Attacke mit einem Kabelbinder versaut. Die Polizei ermittelte noch, ob weitere Personen vom Täter mit solchen Kabelbindern traktiert wurden. Jeder kann sich leicht ausmalen, wie schrecklich es ist, so etwas zu erleben. So spricht die Presse in diesem Fall auch von „erschreckenden Details„. Das macht sich immer gut.

Heute stellte sich heraus, dass diese Attacke offenbar nur ein verunglückter Scherz zwischen Freunden gewesen ist. Nun bleibt das zwar eine gefährliche Körperverletzung, allerdings darf die Öffentlichkeit insofern aufatmen, als es sich nicht um ein willkürliches Attentat gegen friedliche Jecken gehandelt hatte.

Passend zum Beitrag:
Markus Söder sieht kurzfristige moralische Interessen in Gefahr

Was mir allerdings leider gewährleistet scheint, ist, dass es in dieser Session aufgrund der Pressemeldungen vermutlich einige Nachahmer geben wird, die auch mal gern in die Zeitung möchten. Die gefühlte öffentliche Sicherheit dürfte nicht zugenommen haben.

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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