Da wurden wohl Journalisten von Rezo angefixt

Es ist total in, die CDU an den Pranger zu stellen. Am besten gelingt das, wenn man persönlich werden kann.

Und seit Strache weiß ja auch jeder, das alte Videos dafür äußert hilfreich sein können.

Nun ist (schon wieder!?) Philipp Amthor an der Reihe.

An dem hat „das Internet“ – oder sagen wir, der linke Teil davon – ja besonders viel Spaß.

Irgendeiner hat ein Youtube-Video vom letzten Herbst auf Verwendbares durchsucht. Im Vergleich zweier doch recht unterschiedlicher Politiker, die beide dem konservativen Lager zuzurechnen sind, hat sich ein Investigativer auf Philipp Amthor gestürzt, nicht auf den AfD-Mann Frohnmaier.

Wie die FAZ schreibt, hat Philipp Amthor sich für seine damalige Bemerkung schon kurz nach der Ausstrahlung des Videos, das Herrn Beeck als Quelle diente, entschuldigt. Das spielt heute keine Rolle mehr. Offenbar will man „Blut“ sehen. Und die politische Konkurrenz macht munter mit:

 „Die Angst vor der AfD hat Herrn Amthor wohl den Anstand vernebelt“, so Nouripour. „Entweder er entschuldigt sich bei uns deutschen Muslimen oder jemand muss mir den Unterschied zwischen ihm und der AfD erklären.“ Die FDP-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann kommentierte das Video mit den Worten: „Herr Amthor ist ein komplexbeladener Wichtigtuer, der im wahrsten Sinne des Wortes auf Teufel komm raus medial vorkommen will.“ Da gebe es nur zwei Antworten. „Die CDU sollte sich von ihm distanzieren, und der große Rest der Welt ihn ignorieren.“ Letzteres wäre für ihn die Höchststrafe.

(Quelle: FAZ)

Hier der Link zur einem Artikel, der sich bereits im November letzten Jahres mit Amthors Entschuldigung befasst hat. Aber das genügt den Haudraufjournalisten und Mitläufern aus anderen Parteien nicht.

Nee, es ist nicht mehr schön. Mit solchem Dreck, mit dem manche ohne Not um sich werfen, retten wir weder die Demokratie noch unseren toleranten Rechtsstaat. Kann man sich nicht kundig machen, ob sich derjenige schon zu diesen Vorwürfen geäußert hat und dann erst „loslegen“? Aber nein, das Netz hat wieder was, worauf es in angemessener Art und Weise „reagieren“ kann…

Interessierten Lesern lege ich noch einmal diesen Artikel ans Herz, der bei den Ruhrbaronen vor ein paar Wochen erschienen ist.

Ich bin schon immer mehr an den Außenseitern interessiert gewesen als an den Angepassten. Im Studium habe ich mich lieber bei den Nerds aufgehalten als bei den gutaussehenden Überfliegern. Und in Umkleidekabinen, wo man die Rangkämpfe männlicher Sportler-Rudel beobachten kann, die sich mittels dreckiger Lache, Dominanzgesten, dummen Witzen und einem ganzen Arsenal non-verbaler Waffen in eine Hierarchie einsortieren, da packt mich das Grauen.

Philipp Amthor vs. toxische Männlichkeit | Ruhrbarone

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Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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