Die Bilder treffen es irgendwie

Im Moment schreibe ich aus Frust noch weniger als sonst. Die Nachrichtenlage packt immer noch ein Schüppchen oben drauf. Irgendwie scheinen alle durchzudrehen. Trump, May, der Papst, die SPD, die Regierung insgesamt. Die Liste ist viel länger. Das Insekten- und Vogelsterben sollte ich noch erwähnen.

Das Wetter

Widmen wir uns erfreulichen Dingen – also dem Wetter. Selbst bei diesem Thema deutet sich Konfliktpotenzial an. Lieber Gott, lass es bloß nicht so wie letzten Sommer werden… Das Klima, das Wasser, die Gärten. Wir sind so voller Angst, das der Spaß am Leben dabei droht flöten zu gehen. Selbst im Kölner Karneval gabs einen Eklat, weil einer Gästin aus Weimar ein Witz über Doppelnamen nicht passte, den Bernd Stelter während einer der Großsitzungen im Gürzenich vorgetragen hatte.

Komische Ossis

Wie diese seltsame Frau mit dem Doppel-Namen, die höchstwahrscheinlich nur wegen Karneval zu Besuch nach Köln gekommen ist (warum eigentlich?), wohl erst losgelegt hätte, wenn sie wie ich Horst heißen würde und Bernd Stelter darüber gewitzelt hätte… Wie viele boshafte Witze habe ich mir wegen meines Namens schon anhören dürfen? Ich bin gelassen geblieben; was blieb mir auch anderes übrig? Außerdem war ich ja nicht im Kölner Gürzenich. Und ohne Publikum… macht so ein Eklat schließlich keinen Spaß.

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About the Author

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

6 Kommentare

  1. Mir kommt es auch so vor: egal, was passiert, egal, was jemand tut oder sagt, entweder arten die Reaktionen der Menschen und Medien in Alarmismus aus oder in (bisweilen wütende) Hysterie.

    Viele sind offenbar völlig überreizt und genervt…

    Ich habe heute mit einer Kollegin gesprochen, die sich über die katholische Sekte in Rom empörte, die anscheinend selbst angesichts massivsten Kindesmissbrauchs durch „Würdenträger“ in deren Reihen von einer gewissen schamfreien Normalität auszugehen scheint. Missbrauch von Kindern gibt es ja anderswo in der Gesellschaft auch… ja, das ist die Haltung von Ar…….ern.

    Ich hatte plötzlich die Idee, einfach mal eine Woche zu fasten:
    – kein Fernsehen, kein Radio
    – keine Zeitungen und Zeitschriften
    – keine Nachrichtenseiten im Web und anderswo
    – kurz: keinerlei Nachrichten „konsumieren“

    Die Weltläufe einfach mal eine Woche lang nicht zur Kenntnis zu nehmen. Zumindest nicht absichtlich. Ganz vermeiden wird man das nicht können, es sei denn, man schließt sich zu Hause ein.
    Ich überlege das inzwischen ernsthaft…

    1. Der Medienentzug könnte eine Lösung sein. Aber – ich ohne Internet? Geht gar nicht. Ich bin ein Nachrichten-Junkie und muss wohl oder übel mit den Folgen leben. Ich denke, allein der Verzicht auf die sozialen Netzwerke wäre schon ein guter Schritt, um ein bisschen zu sich zu finden. Ich mache mich dort schon seit ein paar Wochen sehr rar.

  2. „Trump, May, der Papst, die SPD, die Regierung insgesamt. Die Liste ist viel länger. Das Insekten- und Vogelsterben sollte ich noch erwähnen.“

    Was die Engelländers mit May, Corbyn, Palmer, Rees-Mogg derzeit brexiten, das übertrifft alles, was sonst noch auf der Liste steht um Längen. Sowas schafft man wahrscheinlich nur, wenn man sich mit Fish´n Chips vergiftet und auf der falschen Straßenseite fährt – und dazu reichlich Whisky intus hat.

    1. Freut mich sehr, von dir zu hören, lieber Herr Hugo. Mit den Engländers hast du wirklich recht. Die Regierungen machen die Leute echt kirre. Und da gibts welche, die die Auftritte im britischen Parlament als „Sternstunden der Demokratie“ betrachten. Da ist mir ehrlich gesagt ja unser Bundestag noch lieber. An Stelle der Briten würde ich mich aber so etwas von verarscht fühlen.

  3. Nachrichten/Infos werden „leider“ im und über das Internet extrem schnell verbreitet, das ergibt eine Flut von Informationen, die man für sich selber filtern muss, sonst bekommt man Stress und oder Ängste.

    Früher hatte man die Tageszeitung, mal das Radio und eben abends die Tagesschau im TV, da wurden die Nachrichten vorher gefiltert … es waren deutlich weniger Infos, oft auch Stunden/Tage oder Wochen später.

    1. Das ist wohl wahr. Viele sind mit der Flut von „schlechten“ Nachrichten allgemein gesagt wohl sehr überfordert. Auch ich zähle mich dazu. Ob wir uns je so etwas wie Medienkompetenz auf breiter Ebene aneignen werden? So langsam müsste das doch sichtbar werden. Ich zweifle inzwischen sogar daran, dass die so genannten Natives dazu in der Lage sind. Ansonsten wäre die Entwicklung nicht so alarmierend wie sie es ist. :-/

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