Gedankliche Monotonie

Der Journalist Gabor Steingart hat Annegret Kramp-Karrenbauer dieser Tage gedankliche Monotonie vorgeworfen. Als wunderbar passendes Bild für diese Zuschreibung zitierte er das berühmte Kraftwerk – Stück „Wir fahren, fahren, fahren auf der Autobahn“. Nicht gerade nett. Ich fand es passend.

Für eine Parteivorsitzender der CDU Deutschlands klingen die Interview-Aussagen zum C im Parteinamen nicht nur für mich ziemlich beliebig. Man spürt ihre Bemühtheit, bloß keine Nähe zwischen Partei und Kirche zuzulassen. Dabei ist die Trennung zwischen Kirche und Staat in unserem Land, anders als in vielen Nachbarländern, nicht wirklich Realität.

Aber so sans halt, die so genannten Konservativen dieser Tage. Vielleicht ist das ja der Preis dafür, dass Volksparteien so fest davon überzeugt sind, dass Wahlen in der Mitte gewonnen werden. Bei der Menge an Kirchenaustritten muss man schauen, dass nicht die falschen Akzente gesetzt werden.

Die christliche Botschaft, so verstehe ich AKK, ist aus purem Opportunismus aus dem politischen Raum verbannt. Dass sie die Rolle der Kirche nach dem Öffentlichwerden der Missbrauchsfälle hart kritisiert, finde ich richtig, auch, dass sie die Reformfähigkeit der Kirche mit Skepsis betrachtet.

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Kreative Wortwahl der taz. zum Tode Helmut Kohls

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