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Klimawandel

Greta war sicher frustriert

Wird Greta Thunberg unglaubwürdig, weil sie in einem (vielleicht spontanen) Tweet raushaut, dass sie in der DB keinen Sitzplatz bekam und sich den Tweet über die spätere Wiedergutmachung der Deutschen Bahn sparte?

Sie war lange unterwegs und hatte zuletzt (Madrid) ein verdammt frustrierendes Erlebnis.

Dann will sie nach Hause und fährt ein Stück des Weges mit der DB (nach dem Foto nicht gerade gemütlich) nicht etwa sitzend in einem Abteil, sondern im Gang – auf dem Boden. Danach hat jemand vom Personal den bekannten Fahrgast erkannt. Senk ju vor träwelling …

Jetzt erst wurde ihr eine ihrer Position im diesjährigen Weltgeschehen würdige Behandlung zuteil (1. Klasse).

Die Strecke von Basel bis Hannover hat sie wohl ohne Sitzplatz im Gang verbracht. Was soll also die ganze Aufregung? Die meisten Kilometer hatte Greta sich offenbar damit getröstet, dass die deutschen Züge überfüllt sind, weil die Botschaft, die vor allem ihre Botschaft ist, bei den Menschen angekommen wäre…

So habe ich die Geschichte verstanden.

Frau Giffey, SPD, schwingt sich neben vielen anderen Beobachtern, einige Tweets von Greta und DB später, zum Rächer der Deutschen Bahn auf.

Sie sieht Gretas »Nachlässigkeit« beim Tweeten gar als Beitrag zum Verlust ihrer Glaubwürdigkeit. Das mit der Glaubwürdigkeit ist so eine Sache, nicht Frau Giffey. Die gerät ganz schnell in Gefahr. Wissen Sie ja!

Überhaupt: wenn sich wer Unglaubwürdig gemacht hat, dann sind das die Torfnasen in Madrid, die dort angeblich unsere Länder vertreten haben wollen und dafür mal wieder nichts? (jedenfalls wenig) Gescheites zu Wege gebracht haben.

Greta Thunberg und die Deutsche Bahn: Wie kann man das so verbocken?

Stattdessen haben sie unnötige Emissionen en masse durch unzählige Flugstunden und ihre bloße Anwesenheit bei diesem Event gesorgt. Und natürlich hat Madrid wahnsinnig viel Geld gekostet. Geld, das für andere, wichtigere Dinge fehlt. Wie vielen hungernden Kindern hätte man damit zum Beispiel helfen können?

Vielleicht sollte man auf diejenigen hören, die solche Treffen an irgendeinem noblen Ort der Welt durch moderne Kommunikationstechnik ersetzen möchten. Aber auch der Einsatz der Technik dürfte nicht ganz emissionsfrei sein. Ich denke nur an die ganzen Server und an die Streams, die nötig wären…

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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