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Habeck fordert uns unterm Tannenbaum dazu auf, Kindern zu helfen, die auf den griechischen Inseln Not leiden

Populistischer kann ein Appell nicht sein.

An diesem Vorgehen sieht man, wie heute (leider) Politik gemacht wird. Man nennt diese Art auch Populismus. Dass dieser Begriff nicht zu unrecht negativ besetzt ist, dürften auch die Grünen langsam verstanden haben. Dass die Rechten versucht haben, ihre Art der Deutungshoheit zu etablieren, ändert daran nichts!

Screenshot

Bisher habe ich von Robert Habeck wirklich viel gehalten. Jetzt wird es mir aber zu viel!

Es ist eine Binse, dass es immer gut ankommt, wenn man Situationen mit leidenden Kindern fotografiert und diese Fotos dann mit einer klaren Botschaft per Internet in die Welt schickt. Das ist kein Zynismus, es ist leider die Beschreibung unserer Realität. Wahrscheinlich baut jede Charity – Veranstaltung auf den aufrichtigen Gefühlen von Menschen auf.

Meistens finde ich es in Ordnung, weil mit solchen Methoden viel mehr Menschen angesprochen werden. In diesem Falle ist es eine abgeschmackte und niveaulose Aktion, die der Grünen Chef ganz bestimmt nicht aus Menschenliebe so terminiert hat.

Wer kriegt, vor allem an Weihnachten, kein schlechtes Gewissen, wenn er leidende Kinder sieht? Von mir aus können wir die Kinder nach Deutschland holen. Das ist nicht das Problem. Wenn wir uns gedanklich weiter nach Süden, sagen wir nach Libyen, begeben, treffen wir auf eine vermutlich noch viel größere Zahl von notleidenden Kindern. Aber davon gibts wohl im Moment keine Fotos. Über die reden wir zwar auch – aber nicht so und vor allem nicht mit diesem breitbeinigen Gutmenschenappell.

Robert Habeck hat mit seinem Appell voll daneben gegriffen. Er liefert den Rechten für ihre dreckige Propaganda Munition und hilft leider niemandem. Selbst dann nicht, wenn wir die 4000 Kinder jetzt sofort nach Deutschland holen würden.

Ich hasse es, für blöd verkauft zu werden. Und nichts anderes hat Habeck mit dieser Aktion getan. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Mann dafür nicht noch eine Quittung – auch aus dem eigenen Lager – kriegen wird.

Habeck hätte mal das ganze Jahr hindurch dafür kämpfen können, dass die unhaltbaren Zustände in griechischen Lagern durch mehr finanzielle Unterstützung der Griechen beseitigt werden. Wir wussten schließlich schon seit langer Zeit, wie es um die Qualität der Unterbringung in den Lagern bestellt ist. Getan hat aber keiner was. Und jetzt kommt Habeck an Weihnachten mit diesem »spektakulären Vorschlag«.

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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