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Im „Hause“ Prime Video unter Amazons Dach tummeln sich immer mehr Anbieter, die uns Filme gegen Kohle anbieten. Dagegen ist nicht viel einzuwenden, wenn man es schafft, mit diesen Angeboten zurückhaltend umgeht. Sonst kann da schnell einiges an Geld draufgehen. Unter 3,99 Euro im Monat läuft nicht viel. Manche sind teurer. Netflix zum Beispiel.

All zuviel Gutes haben die Nischen-Anbieter in der Regel nicht zu bieten. Ein kurzer Blick in die Programmseiten reicht aus, um das zu erkennen. Aber man kann es ja trotzdem versuchen. Vielleicht bleibt der eine oder andere Interessent, der zu schnell geklickt hat, als Abonnent hängen. 🙂

Heute las ich einen Satz vom ehemaligen RTL-Chef (die habens nötig!) Helmut Thoma, dass er für „Netflix“ keine Zukunft sieht. Er stellte kurz und bündig fest: „Netflix wird scheitern„.

Interessant ist Thomas Argumentation insofern, als er im Gegensatz zu den Streaming-Plattformen für die klassischen Sender (RTL zählt er dazu) eine positive Zukunft sieht. Allerdings schränkt er es ein. In Deutschland entwickle sich unter den hier vertretenen Sendern kein richtiger Wettbewerb. Damit sei die Innovationsfähigkeit eingeschränkt.

Thoma denkt hierbei an die Chancen durch Virtual Reality und ist mit Blick auf die deutschen Sender der Ansicht, dass der fehlende Wettbewerb diese nicht zur Entfaltung kommen ließe. Für die öffentlich-rechtlichen Sender würde ich das auch gelten lassen. Aber ist die „Front“ bei den Privatsendern wirklich so friedlich?

Als Grund für das Scheitern der Streaming-Plattformen nannte Thoma übrigens nur einen: Den Leuten würde mit den immer gleichen Serien irgendwann mal langweilig.

Wenn ich mich als Maßstab nehme, was schon aufgrund meines Alters kaum repräsentativ ist, könnte ich mir das durchaus vorstellen. Das Angebot an guten Filmen, die es in meiner Jugend ausschließlich im Kino und ab und an mal im TV gab, verlor für mich über die Jahre an Attraktivität, weil das Angebot leider nach und zu einem Überangebot mutierte, das von Videos über DVDs, jetzt bei Streaming-Plattformen gelandet ist. Meiner Meinung nach hat das Überangebot auch zur Folge, dass wirklich gute Filme oder Serien rar werden. Aber mein Eindruck kann ebenso gut darauf zurückzuführen sein, dass ein massenhaftes Angebot das Interesse erlahmen lässt. Wer geht z.B. heute noch in den traditionellen Zirkus (also Roncalli und so) einmal ausgenommen?

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Autor

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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HorstSchulte
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Helmut Thoma, Ex-RTL-Chef, sagt: „Netflix wird scheitern“