Medienkompetenz / Quellenkritik? Geschissen!

Die, die es wissen müssten, sagen ja gern, dass wir mehr Medienkompetenz und Fähigkeiten zur Quellenkritik brauchen, um gegen Fake News geschützt zu sein.

Einmal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass wir dabei überhaupt vorankommen: gestern veröffentlichte Panorama einen Beitrag, der mich einigermaßen erschüttert hat.

Es wird manchmal so getan, als sei den so genannten Digital Natives die Medienkompetenz quasi in die Wiege gelegt.

Panorama demonstrierte in einem nicht repräsentativen Test, der mit einer Gruppe von 34 Schülern zwischen 14 und 20 Jahren aus zwei Gesamtschulen gemacht wurde, wie es um deren Medienkompetenz bestellt ist.

Als 65jähriger Blogger bin ich in mancherlei Hinsicht offenbar sehr viel weiter als alle (SchülerInnen und LehrerInnen), die in diesem Beitrag vorgekommen sind.

Schaut euch den Panorama-Beitrag an.

Ein wichtiger Punkt wurde in der Moderation des Beitrages nicht angesprochen:

Es liegt auf der Hand, dass sich viele der SchülerInnen und LehrerInnen scheinbar noch nie Gedanken darüber gemacht haben, wie sie/er bestimmte „Informationen“ hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes einzuschätzen hat.

Meine ernüchternde Ergebnis: Die kaufen alles, was sie sehen, hören oder lesen. Und das sind unsere Digital Natives. Ich bin ehrlich erschüttert!

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2 Gedanken zu “Medienkompetenz / Quellenkritik? Geschissen!”

  1. „Als 65jähriger Blogger bin ich in mancherlei Hinsicht offenbar sehr viel weiter als alle (SchülerInnen und LehrerInnen), die in diesem Beitrag vorgekommen sind.

    Meine ernüchternde Ergebnis: Die kaufen alles, was sie sehen, hören oder lesen. Und das sind unsere Digital Natives. Ich bin ehrlich erschüttert!“

    Als dembald 68-er Rentener erschüttert mich nur noch meine Gesundheit – ich hätte mit 30 das Rauchen auf und mit was gesünderem anfangen sollen. Habe ich aber nicht…
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    Was meinst du, wenn du die lieben 14/20-jährigen nach anderem als Fakebook & Co fragen tätest, z.B. einfache Dreisatz-Aufgaben oder ob der Gröfaz vor oder nach dem Kaiser regiert hat – du wärst nicht nur erschüttert, sondern am Boden zerstört.

    PS: beim mittigen Bildchen (mit den Ohren) sehe ich übrigens gewisse Ähnlichkeiten der Haartracht, aber nicht mit der vom Kaiser (Wilhelm II, nicht der ehemalige Beckenbauer).
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    „Wieviel ist 3×7?“

    „Kann ich dir leider nicht sagen, Herr Hugo. Ich finde mein Smartphone nicht – hast du es versteckt? Wenn ich es wiederfinde, rechne ich aus und schreibe es dir mit WhatsApp!“

    „Äääh – ich hab´ kein WhatsApp, ich will kein WhatsApp. Telefoniere einfach.“

    „Telefonieren? Womit? Wie geht das denn?“

  2. Ich habe ja in meinem Job auch mit Azubis zu tun gehabt und mit Studenten, die gerade ihr Diplom bekommen hatten. Ich kann mir vorstellen, was du meinst. Prozentrechnen, dachte ich, gehört zur Grundausstattung eines Kaufmanns. Falsch gedacht.

    Die Zeiten ändern sich halt. So viele haben einen FB- und/oder Instagram-Account. Das heißt, die vielen werden mit Falschinformationen gefüttert und – das ist das Schlimme – sie schlucken den Scheiß vollkommen kritiklos. Das kann nix werden. 🙂 Da hilft am Ende auch kein Smartphone weiter. Vielleicht ein Borgimplantat. Aber drunter geht wohl nix.

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