Burgruine Alt-Kaster

Nach diesem Monitor – Bericht gibt es fünf Freibäder mit Problemen. Ansonsten ist alles gelogen oder zumindest übertrieben. Die Bild-Schlagzeile, die diesmal als Zitat vom Chef der deutschen Bademeister stammte, lautet: “ „Freibäder sind Orte des Schreckens“.

Die Monitor – Recherchen widersprechen diesem Bild entschieden. In Wahrheit ist nämlich alles safe in deutschen Freibädern. Und wenn überhaupt, fallen Deutsche auf, keine Migranten! Die Monitor-Redaktion stört es vermutlich, dass die Leute, die dort arbeiten, einen anderen Eindruck haben und das auch berichten. Ihnen unterstellt Monitor Böswilligkeit. Nicht in so klaren Worten aber was sollen die Anwürfe Restles anderes heißen?

Wem soll man noch glauben?

Drei Vorfälle mit Beteiligung von jugendlichen Migranten gab es innerhalb weniger Wochen im Düsseldorfer Rheinbad. So gut lassen sich solche Dinge nicht verstecken, dass diejenigen, die politisches Kapital aus solchen Ereignissen schlagen, sie nicht mitkriegen würden. Da nutzen auch die eifrigsten Allianzen gutmeindender Medien nichts, diese Dinge kommen Dank der vielen eifrigen Hetzer in den sozialen Medien und in vielen migrantenfeindlichen Blogs schneller auf als man überhaupt gucken kann.

Die, die für die „Unruhe“ verantwortlich gemacht wurden, sind laut „Monitor“-Recherche nun Opfer, nicht Täter! Alle, die kritisch auf die Entwicklung schauen, haben einzusehen, dass sie zu denen gehörigen, die die Hetze betreiben oder wenigstens dabei helfen. Eigentlich sind das alles Nazis.

Relativierung scheint ein neues Spielchen beider Seiten zu werden

Ich kann nur all denen beipflichten, den Monitor-Beitrag barsch kritisiert haben. Dass die Tagesschau den Relativierungsversuch von Monitor übernommen hat und sogar noch ausschmückt, empfinde ich als hochnotpeinliche Weiterführung dessen, was die AfD und ihre Jünger allen Öffentlich-rechtlichen Sendern ständig vorwerfen. So, liebe Gutmenschen, weist man Nazis nicht in die Schranken! Viel schlimmer: die paar anderen aufrechten BürgerInnen im Land fühlen sich verarscht. Nicht von den Nazis, sondern von euch!

Es ist dumm und wenig zielführend, sich dauerhaft vor jedem Erkenntnisgewinn zu drücken und die zunehmenden Sorgen innerhalb der Bevölkerung damit damit abzutun, Falschinformationen aufgesessen zu sein.

Sendungsbewusste Journalisten glauben trotz aller Kritik, die in der Öffentlichkeit laut und lauter wird, dass sie uns ihre persönlichen Überzeugungen aufdrängen sollen. Kein Erkenntnisgewinn durch Fakten und Daten, sondern Überzeugung durch die Gewissheit, auf der „richtigen Seite“ zu stehen. Wahrscheinlich ist das auch bequemer als uns einfach zu sagen, was ist und damit zu zeigen, dass man selbst die steile Lernkurve bei diesem Thema stark unterschätzt hatte.

Kein Bericht ohne die Wirkung vorher bedacht zu haben

An der grundsätzlichen Kritik ändert auch die Tatsache nichts, dass die so verbreiteten eigenen Überzeugungen häufig in Übereinstimmung stehen mit der (längst nicht immer unvoreingenommenen) Haltung des Publikums oder jedenfalls eines großen Teils davon. Nur glaube ich, dass jede Form von Meinungsmache beim Thema Migration an Grenzen stößt. Die Gesellschaft ist nicht ohne Grund stark polarisiert.

Es wäre eine Überraschung, wenn die öffentlich-rechtlichen Meinungsführer sich darüber nur endlich einmal bewusst würden. Manchmal denke ich, sie schaden ihrem Anliegen mit ihren (einseitigen) Beiträgen mehr als ob sie dazu einfach schweigen würden.

Link: Gesinnungsjournalismus wird die AfD auch nicht verschwinden lassen

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About the Author

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

3 Kommentare

  1. Ich habe den Beitrag angesehen und finde ihn nun nicht so schlimm „verzerrend“, wie du meinst und wie dieses „konservative“ Blog schreibt. Das übrigens definitiv Falsches behauptet, zumindest verbreitet, nämlich:

    „Das schnell klar wurde, dass die zum Beweis der „Es gibt nichts zu sehen“-These gefilmten Bilder aus Berlin, ausgerechnet aus einem wohlhabenden Viertel, in dem kaum Migranten wohnen, stammen, rundet das Bild ab.“

    Unsinn! Die Bilder zeigen das Prinzenbad, das mitten im „Problembezirk“ Kreuzberg liegt! I
    https://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article211406775/Sommerbad-Kreuzberg-Lage-Preise-Oeffnungszeiten.html

    Wenn die „halbe Welt“ sich über Schrecknisse in Freibädern erregt, als wären dort täglich Terrorgruppen unterwegs, muss es auch Beiträge geben, die diese Lesart wieder zurecht rücken – und sie machten das, indem sie z.B. in zig Städten nachfragten, was dort so der Fall ist.
    Dass Filmzitate in S/W gezeigt werden, ist ein häufig verwendetes filmisches Mittel, um diese Szenen vom eigentlichen Beitrag auch optisch abzugrenzen.

    P.S. Ich hab das mit dem Prinzenbad übrigens auch in diesem Konservativ-Blog als Kommentar hinterlassen – nur die Info, zusammen mit dem Migrantenanteil von Kreuzberg (53%). Bin mal gespannt, ob sie den veröffentlichen!

  2. Nur mal ein Beispiel, wie dieser „Friede“ erkauft wird:

    Tatsächlich erinnern die Vorfälle vom Juni an Szenen, die sich vor Jahren in Freibädern in Kreuzberg und Neukölln abspielten.[…]Wachleute in Freibäder: In Neukölln und Kreuzberg keine Seltenheit In den vergangenen Jahren sei die Situation friedlicher geworden, sagt der Berliner Bädersprecher Matthias Oloew. Grund sei, dass die Bäderbetriebe „hinreichend viel“ für die Sicherheit unternähmen. So fließe jedes Jahr zum Beispiel ein hoher sechsstelliger Betrag in Sicherheitsleute. Das Sicherheitskonzept sei nicht mehr pauschal für alle Bäder, sondern auf die einzelnen Einrichtungen zugeschnitten worden, sagt Oloew. Details dazu will er nicht publik machen, um den Erfolg nicht zu gefährden. Freibad: Schwimmen unter Polizeischutz? Freibäder handeln gegen Gewalt | STERN.de

    In Berlin mag es anders sein, bei uns sind die Kosten für den Unterhalt von Bädern häufig die Ursache dafür, dass sie geschlossen werden. Wenn diejenigen, die wir hier aufgenommen haben, maßgeblich dazu beitragen, dass Sicherheit im Freibad nur noch durch teuere Sicherheitskräfte zu gewährleisten ist, ist das ein Beleg dafür, dass es ganz so friedlich wie Monitor behauptet, wohl nicht sein kann. Ja, es wird natürlich auch deutsche Jugendliche geben, die diesen „Trend“ verursachen. Nur spricht die Nachrichtenlage (die Aussagen von Fachleuten, die sich speziell im Bereich der Bäder auskennen) dafür, dass es Migranten sind, von denen diese Probleme verursacht werden. Ich werde hier nicht die Links bringen, die sich mit diesem Thema konkret befasst haben, weil es den Aufwand nicht lohnen würde.

    Ich glaube, dass wir einen hohen Preis dafür bezahlen werden, dass zu viele in Deutschland keine Probleme sehen wollen. Die „Nachbereitung“ des Vorganges im Rheinbad (es gab 3 Vorfälle!) ist dafür ein tolles Beispiel. Bald wird das Urteil im Vergewaltigungsprozess von Freiburg gesprochen werden. Im Moment ist Sommerpause. Unter aktiver Beteiligung der Organe der deutschen Rechtspflege wird die 18jährige wohl als sexgierige Frau heruntergewürdigt, die nicht vergewaltigt wurde, sondern freiwillig dabei war. (https://www.spiegel.de/panorama/justiz/mutmassliche-gruppenvergewaltigung-in-freiburg-der-verwirrte-zeuge-a-1281304.html) Das ist übrigens nicht der erste Bericht über diese Version der Geschehnisse von Freiburg.

    Dass ich mit dem Versuch der Verteidiger, alles für ihre Klienten zu tun, ein Problem habe, kann ich nicht verhehlen. Aber es würde politisch wohl auch ins Konzept passen, wenn es keine Gruppenvergewaltigung gegeben hätte. Für mich ist das ein Dilemma, das mir mindestens bitter aufstößt.

    Es macht für mich manchmal schon keinen Unterschied mehr, ob ich es ahne oder weiß, dass ich belogen werde. Die Medien sind berichten häufig so tendenziös und das wird sogar nachgewiesen. Ändern tut sich nichts.

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