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Klimawandel

Wohlstandsverluste wg. Klimawandel

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. (Albert Einstein)

Manche glauben, die Erde könnte sich bald als ein Ort erweisen, an dem wir Menschen unsere Zukunft verspielt haben. „Machet euch die Erde Untertan“. Diese alttestamentarische Aufforderung hat bis auf ein paar Schönheitsfehler wunderbar funktioniert. Aber nur für einen Teil dieser schönsten aller Welten, die wir zu kennen glauben.

Der komplette Satz im 1. Buch Mose lautet: “ Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan. “

Über 7 Milliarden Menschen mit Träumen

Das haben wir tatsächlich mal richtig wörtlich genommen. Heute bevölkern über 7 Milliarden Menschen unseren Planeten.

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Die meisten leben in Regionen, in denen, anders als in Europa oder Nordamerika, sich der Lebensstandard auf weitaus niedrigerem Niveau befindet.

Aufholbedarf

Lassen wir all die Gründe (auch politische Schuldfragen) einmal beiseite, die Unterschiede wirken oft wie zementiert. Das heißt, ganz vielen Gründen zum Trotz, dass es für einen großen Teil der Menschheit einen riesigen Aufholbedarf. Sie streben nach einer höheren Lebensqualität. Mehr Menschen mit wachsendem Wohlstand bedingen nach unseren bisherigen Erkenntnissen neben einem höheren Ressourcenverbrauch auch zunehmende Emissionen von Schadstoffen.

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Eine Frage des Lebensstils

Lebensstandard wird sinken

Nach dem Stand der aktuellen Diskussion bedeutet diese Ausgangslage, dass wir den Menschen in all den Ländern, die unseren Lebensstandard bisher längst noch nicht erreicht haben, „beibringen“ müssen, dass dieser Traum (zumindest bis zu einer erfolgreichen Entwicklung, Umsetzung und Wirkung einer technischen Transformation ) eine Utopie bleiben muss.

Dabei dürfte es erfahrungsgemäß so laufen, dass die ersten Nutznießer einer solchen Transformation wiederum die schon heute hochentwickelten Technologieländer sein werden.

197 Länder haben sich den Klimaschutzmaßnahmen von Paris verpflichtet. 180 Länder haben es per September letzten Jahres ratifiziert. Die 55 Länder, die 55 Prozent der weltweiten klimaschädlichen Stoffe emittieren, haben sich verpflichtet.

Dürre
Dürre

Das Klimaabkommen von Paris umfasst folgende Punkte:

1. Die Staaten setzen sich das globale Ziel, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf „deutlich unter“ zwei Grad Celsius zu begrenzen mit Anstrengungen für eine Beschränkung auf 1,5 Grad Celsius.

2. Die Fähigkeit zur Anpassung an den Klimawandel soll gestärkt werden und wird neben der Minderung der Treibhausgasemissionen als gleichberechtigtes Ziel etabliert.

3. Zudem sollen die Finanzmittelflüsse mit den Klimazielen in Einklang gebracht werden.

BMWi – Abkommen von Paris

Klimakabinett muss die Wahrheit vermitteln

Wie heftig innerhalb Deutschlands über die bisherige Untätigkeit der Regierung gestritten wird, ist bekannt. Wie groß der Druck der Öffentlichkeit noch werden könnte, kann man sich vorstellen, wenn man die Debatten und Aktionen dazu verfolgt.

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Autofahrer sind kein Kroppzeug

Dabei ist es notwendig, dass die Debatte geführt wird und zwar ohne, dass die Intensität nachlässt. Hoffentlich verlieren wir in Deutschland dabei nicht Maß und Mitte. Die Tendenzen sind vorhanden. Die Militanz vor allem im Lager der Klimaschützer nimmt Formen an, die ich besorgniserregend finde.

Wenn wir die Einhaltung der Pariser Vereinbarung in Deutschland schaffen, wird uns das Geld und Wohlstand kosten. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Politik bereit ist, diese schlichte Wahrheit den Menschen mitzuteilen. Das wäre übrigens aus meiner Sicht eine der wichtigsten Aufgaben des Klimakabinetts gewesen. Nur ist unsere politische Landschaft nicht gerade reich bestückt mit überzeugenden Persönlichkeiten.

Es wäre vielleicht eine Kamikaze – Aktion, wenn Politiker es sich trauten, den Zusammenhang von effektivem Klimaschutz und zwangsläufigen Wohlstandsverlusten erklären zu wollen.

Aber das alles bezieht sich nur auf Deutschland.

Internationale Erfordernisse

Die globale Problematik des Klimawandels setzt voraus, dass das wirtschaftliche Wachstum aller Länder massiv gebremst werden muss.

Dies wäre der nächste logische Schritt, der unseren nationalen Bemühungen folgen müsste. Es besteht also die absolute Notwendigkeit, die Aufholjagd für einem besseren Lebensstandard zu stoppen oder zumindest deutlich zu verlangsamen. Dass es Leute gibt, die denken, dass die Chinesen mit diesen Vorstellungen in irgendeiner Art und Weise konform gingen, sind naiv.

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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2 Antworten auf „Wohlstandsverluste wg. Klimawandel“

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