10 Millionen verbrannte Tiere im australischen Busch gehen auf das Konto von uns Deutschen

Volker Quaschning, scientists4future, rechnet es uns via Tweet vor

In den Regenwäldern des Amazonas sind Brandrodungen vermutlich der Hauptgrund für die furchtbaren Brände, die die Lungen unserer Erde zerstören.

Die Medien machten dafür hauptsächlich den Präsidenten verantwortlich. Dass der Klimawandel durch die Brände begünstigt wird, ging im Kampf gegen Jair Bolsonaro beinahe unter.

Gärten mit Anziehungskraft

Klimaschützer verwahren sich gegen Berichte, wonach auch in Australien Brandstifter in nennenswertem Umfang verantwortlich gewesen sind. Vielmehr wären es dort die Folgen des Klimawandels. Wer was anderes sagt, ist ein N…

Von den apokalyptisch anmutenden Feuern sind schrecklich viele Tiere betroffen. Die Nachrichten waren zuletzt voll von Meldungen, wonach schon fast eine halbe Milliarde Tiere durch die Brände getötet wurden.

Wer die Szenen gesehen hat, in denen Menschen versucht haben, Tiere aus den Flammen zu retten, wird diese Bilder vielleicht noch nicht losgeworden sein.

Das sorgt für Emotionen. Emotionen, die andere aufs Vortrefflichste zu instrumentalisieren verstehen.

Einer von ihnen ist Volker Quaschning, einer der Wissenschaftler, die sich voll dem Kampf gegen den Klimawandel verschrieben haben und dessen Meinung ich eigentlich schätze.

Bei Twitter schrieb er gestern:

Screenshot

Quaschning wollte also provozieren und damit auf Zusammenhänge bzw. auf die nicht zu bestreitenden globalen Verantwortlichkeiten hinweisen.


Die Kommentare zu diesem Tweet sind zahlreich und überwiegend negativ. Es gibt (bisher) weniger Likes als Kommentare. Ob es das Verhältnis häufiger gibt?

Die Bildung solcher etwas simplen Kausalitätsketten sollten Wissenschaftler meines Erachtens besser unterlassen.

Abgesehen davon, dass sie sich damit angreifbar machen, schaden sie auch ihrem eigentlichen Ziel, weil eine sicher hohe Zahl verunsicherter Menschen auf diese Art von Ansprache allergisch reagieren. Für den Kampf gegen den Klimawandel gewinnt man so nichts.

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