Adobe Lightroom startet plötzlich sehr verlangsamt

Ein bisschen warten ist ja ok. Aber wenn der Start eines Programms wie Lightroom nicht flott erfolgt, wird man (ich jedenfalls!) auf Dauer ungeduldig.

Seit ein paar Tagen startete «Adobe Lightroom Classic» auf meinem Windows 10 Desktop (64 Bit) mit erheblicher Verzögerung. Regelmäßig erschien die Meldung, dass keine Rückmeldung erfolgt bzw. die Frage, ob das Programm beendet werden solle. Für mich gehören solche unliebsamen Rückmeldungen eigentlich der Vergangenheit an. Das System arbeitet zügig und sehr zuverlässig.

Lightroom
Erleuchtung (Lightroom)

Die Untersuchung

Was war also los? Folgende Schritte haben ich durchgeführt:

  1. Neuen Katalog angelegt
  2. Die entsprechenden Ratschläge des Supports umgesetzt
  3. Programm via «Creative Cloud Desktop» gelöscht und neu installiert
  4. Downgrade Grafiktreiber (Nvidia GeForce GT 1030), Phänomen begann erinnerungsgemäß nach dem letzten Update

Die Maßnahmen waren erfolglos.

Bei der Deinstallation habe ich bewusst auf die Löschung der Programmeinstellungen verzichtet. Dies wird optional angeboten.

Alle Programme sind, wie das Betriebssystem, auf einer SSD-Platte gespeichert. Die Daten und Dokumente befinden sich auf einer HD-Platte.

Durch die diversen Versuche stellte ich fest, dass es sich nicht um einen direkten Absturz des Programms handelte, sondern dass «Lightroom» sich nach einer Weile arbeitsfähig zurückmeldete. Danach war, wie gewohnt, normales und zügiges Arbeiten möglich.

Die Lösung

Via «Creative Cloud Desktop» habe ich dann den Installationspfad von C:// (SSD) auf E:// (HD) geändert und eine erneute Installation durchgeführt.

Die Verlegung der Programme (Ich habe danach Schritt für Schritt auch die anderen Adobe-Programme auf die HD-Platte verlegt) hat das Startproblem behoben. Nun ist es nicht so, dass ich nicht schon häufiger davon gehört hätte, dass SSD solche Macken manchmal nach einer gewissen Zeit und einer gewissen Belegung zeigen. Aber meine SSD ist erst etwa zu 40% belegt. Daran sollte es also nicht liegen. Erst bei einer Restkapazität der SSD von ca. 30% soll es mitunter zu solchen Problemen gekommen sein.

Es lauert der schnelle Tod

Bisher habe ich keine Anzeichen dafür gesehen, dass die SSD (Alter: zwei Jahre!) den Geist aufgeben könnte. Bei meiner vorigen SSD, die deutlich älter war, traf es mich allerdings auch völlig unvorbereitet. Eines morgens muckte die Platte bzw. ich konnte das System nicht mehr starten.

Vielleicht helfen meine Erfahrungen anderen Nutzern. Mit «Adobe Photoshop» und den anderen (kleineren) Programmen meines Cloud Paketes gab es noch nie Probleme, mit «Lightroom» bisher ebenfalls nicht.

Übrigens: großartige Performanceprobleme habe ich im Vergleich zur Nutzung auf der HD nicht festgestellt. Der Start geht ziemlich flott vonstatten. Alles ist wieder so, wie es sein sollte. 🙂

Wehe, du hast kein Backup!

0




Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

8 Gedanken zu „Adobe Lightroom startet plötzlich sehr verlangsamt“

  1. Interessant…

    Ich habe meinen aktuellen Shuttle XPC seinerzeit im April 2012 gekauft bzw. bestückt, montiert und eingerichtet. Als Systemplatte setzte ich eine Corsair Force mit 60 GB Kapazität rein. Das war meine erste SSD. Im Frühjahr 2014 kam noch eine SanDisk Ultra II SSD mit 240 GB dazu und ersetzte meine herkömmliche 3,5″ Daten-Festplatte.

    Beide SSDs arbeiten bis heute (8 und 6 Jahre) ohne jedes Problem, und ich nutze den Rechner seit diesen 8 Jahren wirklich nahezu jeden Tag mehrere Stunden lang.

    Als zweite Datenplatte für Fotos sitzt noch eine Western Digital 3,5″-Festplatte mit 1 TB in einem externen Gehäuse, die ist inzwischen 10 Jahre alt und läuft ebenfalls störungsfrei, fast geräuschlos und völlig rund…

    Überhaupt hatte ich noch nie so lange einen PC im Betrieb, früher baute ich meist nach 3 bis 5 Jahren einen komplett neuen zusammen, nur Tastaturen und Mäuse hatte ich länger im Einsatz.

    Antworten
  2. Apropos Backup: wird bei mir automatisiert jeden Donnerstag erstellt. Die Standardlösung, die mein Ubuntu dazu mitbringt, reicht mir völlig aus. Sie erstellt in einem bestimmten Rhythmus Voll-Backups der angegebenen Verzeichnisbäume und dazwischen inkrementelle Backups auf eine externe Festplatte.
    Neulich hatte ich mal aus Versehen ein Unterverzeichnis gelöscht und es erst nach dem nächsten Rechner-Neustart bemerkt: Papierkorb leer.
    Aus dem Backup habe ich es dann innerhalb weniger Minuten wieder restauriert.

    Antworten
  3. Hallo Boris, ich hatte gesagt, dass beide SSD von Samsung sind/waren? Eigentlich Produkte, die ganz gut getestet wurden und die auch weit verbreitet sind. Nun ist die Beanspruchung in meinem Fall schon exorbitant. Mein Rechner ist seit 5 Jahren quasi nur nachts nicht in Betrieb 🙂 Aber dennoch sollten sich Ermüdungserscheinungen nach zwei Jahren hoffentlich noch nicht zeigen. Es gibt übrigens Einstellungen (für Win10), die die Lebensdauer einer SSD verlängern. Die habe ich alle durchgeführt (auch wegen der erwähnten schlechten Erfahrungen mit der ersten SSD von Samsung. Die vorhandene HD ist ebenfalls von Western Digital. Sie hat 1 TB. Daneben betreibe ich eine externe Platte mit 5 TB, ebenfalls von WD. Bisher gab es keine Probleme. Vielleicht war mein Erlebnis mit dem einen Teil sowas wie ein Ausrutscher? Hoffen wirs.

    Backups mache ich auch automatisch. Ich habe noch zwei weitere externe Platten (WD). Eine davon war damals in meinem alten Rechner zusammen mit der „verreckten“ SSD eingebaut. Jetzt fristet sie ein Dasein als Backup-Medium. 🙂 Backups haben mir schon öfter mal den „Arsch“ gerettet.

    Übrigens habe ich vor Jahren mal mit einem Linux-Derivat meine Windows-Installation gerettet. Ein Abenteuer mit gutem Ende.

    https://horstschulte.com/2017/knoppix-version-8-fuer-neue-aufgaben/

    Ich sehe gerade, dass du meinen Artikel dazu damals auch kommentiert hattest. 🙂

    Antworten
  4. Da, jetzt haben wir einen schlafenden Hund geweckt:

    Ich habe nämlich gerade mal geschaut, was ich mir denn so als nächsten PC bauen könnte und was mich das kosten täte. Letzteres ist wie immer ohne jede Überraschung, nämlich rund 650 Euro. Nach meiner Erfahrung ändern sich meine Kosten für neu zusammengestellte Rechner nicht über die Jahre, es sind immer so grob um die 600 Euro – nur die Bestandteile werden eben neuer… es wird aber immer so etwa ein guter Mittelklasse-PC

    Antworten
  5. Werde wohl in den nächsten Tagen entscheiden, ob…

    Zusammengestellt habe ich den Neuen im Prinzip schon. Diesmal würde es kein Shuttle mehr, sondern als Barebone-Basis ein Intel NUC8i5…
    16 GB Speicher, 1TB SSD.

    Mal schauen…

    Antworten
    • Das klingt doch schon mal gut. Ich habe früher ™ meine PC aus immer selbst zusammengestellt und zusammengebaut. Das war spannend. Vor allem mein Händler. Der war ein alter Mauler und Meckerer. Mit dem konnte man aber gut verhandeln. Er hatte Ahnung. 🙂 Das ist so lange her. Längst kaufe ich nur noch komplette PCs und bin damit auch ganz gut gefahren. Vor Jahren hatte ich mal einen PC von Aldi. Der musste nach einer Woche ausgetauscht werden, weil das Board eine Macke hatte. War kein Problem. Dann hat er – Achtung! – 10 Jahre lang gehalten. Danach habe ich weitere 3 PC verschlissen. Der vorige und der heutige sind beides Acer Rechner. Die mag ich ganz gern. Im Moment überlege ich, ob ich nicht ein paar mehr GB Hauptspeicher gebrauchen könnte. Die Boliden (Lightroom und Photoshop) würdens mir danken, glaube ich.

      Antworten
  6. Meiner ersten beiden PCs, 1990 und 1992 (glaube ich), habe ich fertig gekauft, Vobis und Escom. Danach habe ich nur noch aus Einzelkomponenten gebaut, die letzten waren dann Shuttle-Barebones.

    Jetzt wird es ein Intel-Barebone, habe heute früh alle Bestandteile bestellt… 🙂

    Antworten
    • Vobis, Escom. Ja, das waren die Namen. Dann kam Aldi mit den supertollen Angeboten dazu. So ändern sich die Zeiten. Ich habe noch alte Rechnen in den Händen gehabt. Da hab ich für meinen ersten Farbbildschirm sage und schreibe 2.500 Mark hingeblättert. Unglaublich.

      Antworten

Kommentar schreiben


Es werden keine IP-Adressen gespeichert! Sie können, falls Sie dies möchten, auch anonym kommentieren.