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Chrome durch Edge ersetzt

Optik und Design sind nicht alles. Aber Microsoft Edge hält auch im Bereich der Handhabung einige schöne Features bereit. Eins davon habe ich herausgepickt. Und – weils thematisch zu passen schien – ein Wort zum Windows Update.

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Nach jahrelanger Treue zu Google Chrome habe ich gestern einen Wechsel zu Microsoft Edge vorgenommen. Die gemeinsame Engine erlaubt es, die für mich wichtigen Erweiterungen auch in diesem Browser zu nutzen.

Es gibt in Edge ein paar Features, die mir schon länger gut gefallen. Für einen Wechsel hat es bisher dennoch nicht gereicht. Nachdem ich gestern dieses schöne Video gesehen hatte, habe ich den Entschluss gefasst, den Wechsel vorzunehmen. Ähnlich schwer habe ich mich damals auch mit meinem Austausch von Firefox gegen Chrome getan.

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Meine kurze Erklärung für den Schritt, über den Sie sich gern lustig machen dürfen:

Während so mancher Recherche hat es mich gestört, dass ich bei vielen offenen Tabs nicht mit der erlernten Tastenkombination «Alt Tab» zwar zwischen anderen offenen Anwendungen switchen konnte, nicht jedoch zwischen den offenen Tabs im Browser. Dafür bedarf es unter Chrome einer anderen Tastenkombination («STRG Tab»). Einmal abgesehen davon, dass man diesen Wechsel natürlich «erlernen» kann, hat mir diese Besonderheit schon immer missfallen. Der Edge macht es besser. Und zwar viel besser.

Websites (offene Tabs) sind in der Darstellung enthalten.

Bei Betätigung von «Alt Tab» werden nicht nur die offenen Programme angezeigt, sondern auch die offenen Tabs im Browser. So kann man hin- und herspringen wie man möchte. So habe ich mir das immer gewünscht!

Dass das nun mit Edge funktioniert, dürfte daran liegen, dass man ihn eben doch als integralen Bestandteil des Betriebssystems verstehen kann (auch wenn Microsoft das aus naheliegenden Gründen ungern hören mag). Diesen Vorteil haben andere Browser-Hersteller nämlich nicht.

Zusätzlich kann man Websiteprojekte über diesen Menüpunkt in die Startleiste verlegen. Hat man innerhalb einer Website mehrere Seiten geöffnet, werden diese beim Darüberfahren mit der Maus in der windowstypischen Form (offene Fenster von Anwendungen) dargestellt.

Microsoft Edge / Weitere Tools

Mit dem aktuellen Windows Update (20H2) kamen einige schöne optische Features dazu. Außerdem sind die Entwickler bei der Integration von Systemeinstellungen vorangegangen. Sollte jemand die «erweiterten Systemeinstellungen» suchen (Pagefile, Visuelle Effekte etc.), der findet nun Verlinkungen unter System auf der rechten Seite.

Abschließend noch ein Wort zum Design (Win 10):

Mein aktueller Desktop

Zur Gestaltung habe ich die Icons, die Wallpapers sowie das Design namens «Nord for Windows 10» genutzt. Falls Sie damit experimentieren möchten, beachten Sie bitte unbedingt die Anleitungen und Vorsichtsmaßnahmen. Die Erstellung eines Wiederherstellungspunktes ist dringend geboten! Im Gegensatz zu früher ist für die Anpassung nur ein Patch des Betriebssystems erforderlich. Dieser lässt sich mit dem im Deviantart – Beitrag verlinkten Programm «UltraUXThemePatcher» bewerkstelligen.

Es kann passieren, dass das System crasht. Vor allem dann ist der Wiederherstellungspunkt, besser ein vollständiges Backup, immer von Nutzen. ༼ つ ◕_◕ ༽つ

Nach einem früheren Update (1803?) wollte Windows nicht mehr starten. Ich hatte vergessen, vor dem Update das modifizierte Design auszuschalten bzw. es auf ein Standard-Theme zurückzustellen. Inzwischen sind die nötigen Systemeingriffe allerdings deutlich geringer, so dass (wie ich hoffe) die Risiken damit ebenfalls reduziert wurden. Die Windows-Themes finde ich persönlich recht langweilig. Und wie heißt es so schön? «Wer nichts wagt …» Sie wissen schon.

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Horst Schulte
Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

8 Gedanken zu „Chrome durch Edge ersetzt“

  1. Ich habe gerade mal in der Wikipedia nachgeschaut:

    «Das Mozilla-Projekt Firefox, damals noch unter dem Namen Phoenix, wurde von Dave Hyatt und Blake Ross als experimentelle Abzweigung aus dem Programmpaket Mozilla Application Suite initiiert, das auf dem Quellcode des Netscape Communicators basiert. Die erste lauffähige Version des Webbrowsers Phoenix 0.1 wurde am 23. September 2002 veröffentlicht.»

    Ah Okay, seitdem setze ich also Firefox als Browser ein… 18 Jahre lang schon, ohne, dass ich jemals Wechselgelüste verspürt hätte. Firefox hieß er dann ab Version 0.8 im Jahr 2004.

    Ich hatte damals noch auf Windows parallel mal Opera ausprobiert, der konnte mich aber nie endgültig überzeugen. Auf Ubuntu, das ich seit 2006 einsetze, wandert serienmäßig immer ein 'Chromium' mit auf dem Rechner, den ich ab und zu als Test-Alternative einsetze, wenn eine Website mal nicht so will, wie ich es erwarte.

    Auf meinen Smartphones und Tablets kommt ebenfalls nur Firefox für Android zum Einsatz.

    Ist das schon sklavische Produkttreue? 😉

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  2. So ähnlich halte ich es (bisher) mit Chrome. Ich bin damals anfangs nur schwer mit Chrome «warm» geworden. Es gab ja zu Beginn natürlich kaum Erweiterungen. Aber das änderte sich rasch und so bin ich – überzeugt von der beeindruckenden Geschwindigkeit (unter Windows) zu Chrome gewechselt. Das liegt auch schon Jahre zurück. Ich glaube, es war vor 2010. Ich bin nicht sicher. Die Verbreitung dieses Browsers hat für Furore gesorgt. Zu Testzwecken habe ich einige Browser an Board, darunter auch Vivaldi und Opera. Bei Opera gefällt mir die integrierte VPN Lösung. Einfach klicken und schon läuft die Verbindung via VPN. Finde ich gut. Außerdem ist er (so ganz ohne Erweiterungen) sauschnell.

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  3. Ich habe schon fast alle Browser getestet. Der neue Edge ist da auch dabei. Der ist nicht schlecht! Ich selbst nutze schon immer Firefox. Das hat sich auch in Zeiten des neuen Chromium Edge nicht geändert. Zurzeit ist dieser Edge noch Zweitbrowser. Wenn Microsoft aber wirklich dieses Manifest V2 einbaut und Adblocker damit beschneidet ist er für mich gestorben.

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  4. Im Moment wird an der Implementierung von V3 gearbeitet. Von der diskutierten Möglichkeit, die Adblocker auszuhebeln oder zu beschränken, habe ich gelesen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Microsoft ein Interesse daran hätte, User durch eine solche Maßnahme wieder zu verlieren. Wenn nicht alle großen Anbieter gleichzeitig sowas einführen, würden diejenigen, die es tun, doch erhebliche Nachteile in Kauf nehmen müssen.

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  5. Was ich nach den paar Tagen sagen kann: Fehlerlos ist der Browser nicht. Mit einer Erweiterung hatte ich Probleme und es gibt – soweit ich bisher gesehen habe, dafür keine adäquate Alternative. Aber gut mal, dass der Gedanke mit dem Adblocker wohl nicht umgesetzt wird.

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  6. Ich benutze jetzt seit Anfang des Jahres den Edge als DEV-Version als meinen Hauptbrowser. Ich hatte immer Firefox verwendet, aber der ist mir irgendwie zu monströs und zu träge geworden. Der Edge läuft fluffig und flink und hat viele tolle Funktionen, die ich sehr schätze, insbesondere die Sammlungen, die ich häufig nutze. Das alles synchronisiert sich auch prima mit dem Edge auf meinem Smartphone.

    Leider ist das Feature «vertikale Tabs» immer noch nicht bei mir in der DEV ausgerollt; das würde ich gerne mal ausprobieren.

    Übrigens, schicken Desktop hast Du da, Horst!

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