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Corona: Lockern oder verschärfen?

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Corona
Coronavirus Disease 2019 Rotator Graphic for af.mil. (U.S. Air Force Graphic by Rosario „Charo“ Gutierrez)

Die schrecklichste Sendung zu Corona, diesem medial ausgelutschtesten Thema aller Zeiten, lief gestern im WDR. „Markus Lanz“ setzte einen persönlichen Erfahrungsbericht dagegen. Doch dazu später mehr.

Die starke Dominanz der Menschen (es waren 38 da, die – wie betont wurde – nicht vom WDR ausgesucht wurden), die die Maßnahmen der Regierung total lästig, völlig überflüssig und übertrieben, in Teilen verfassungswidrig und krankmachend für Kinder und Erwachsene finden, haben mich überrascht und ja – wirklich entsetzt und abgestoßen. So viel Dummheit und Ignoranz sind schwer zu ertragen. Meine Frau und ich sind jedenfalls dieser Meinung.

Maskenpflicht und mediale Übertreibung

Bei alldem, also dem Ärger der meisten, schien es vor allem um die Maskenpflicht zu gehen. Die Übertreibungen, die vor allem von den Medien zu verantworten wären, spielten ebenfalls häufig eine Rolle. Der Kritik an Letzterem könnte ich mich anschließen. Aber nicht in dieser Art und Weise!

Es waren zwei, drei Leute darunter, die sich nicht in die Reihe der massiven Kritiker stellten. Darunter ein Mediziner, der Chefarzt Pneumologie an der Köln Merheimer Lungenklinik, Prof. Dr. Wolfram Windisch, der sich mit allerlei Vorhaltungen auseinanderzusetzen hatte. Er blieb gelassen und sachbezogen. Eine Teilnehmerin erwiderte ihm beim Thema Maskenpflicht für Kinder, dass sie sich nicht vorstellen könne, dass er wirklich Vater sei und behauptete, dass er seine Meinung nur deshalb vertrete, weil er seinen Job nicht verlieren wolle. Dass die Frau während ihres Vortrages hysterisch wirkte und den Tränen nahe war, weil sie es, wie sie sagte, nicht mit ansehen könne, wie die Kinder unter den Masken leiden würden, sagt für mich einiges über die geistige Verfassung der Dame aus.

Ein Professor für Staatsrecht, dessen Name ich vergessen habe, stellte in den Raum, die Corona – Maßnahmen der Regierung seien zum Teil „verfassungswidrig„. Ein Satz wie ein Hammerschlag, auf den die Covidioten und AfD-Trolle nur zu gern Bezug nehmen werden.

Diese Sendung war aus meiner Sicht ein absoluter Graus.

Der Erkenntnisgewinn aus diesen 1 1/2 Stunden war gleich Null. Mitgenommen habe ich bloß die für mich überraschende Erkenntnis, wie groß die Zahl derer zu sein scheint, die in der Statistik offenbar nicht aufgegangen sind. Hiernach sollte doch die Zustimmung für die Maßnahmen der Regierung so überwältigend groß sein – und das auch, nachdem sie insgesamt, verglichen mit den Anfangszeiten der Epidemie, inzwischen etwas zurückgegangen ist.

Dass die meisten Teilnehmer der Sendung nicht aus den derzeit besonders von Neuinfektionen betroffenen Großstädten, sondern aus der ländlichen Region um Lindlar gekommen sein werden, ist zudem irritierend. Hier bei uns halten sich die Leute sehr strikt an die Vorgaben und die Meckerei hält sich doch in Grenzen.

Der WDR hat sich und der Bevölkerung mit dieser Art von Diskussion keinen Gefallen getan. Von sachlicher Diskussion über ein so wichtiges Thema kann jedenfalls keine Rede sein! Bettina Böttinger hat – ganz im Gegensatz zu ihrer Talkshow „Kölner Treff“ – hier auch nicht gerade geglänzt.


Ganz anders: „Markus Lanz“

Gestern Abend stand bei Schultes ganz im Zeichen der Corona – Pandemie. Nach der WDR – Sendung haben wir uns „Maybrit Illner“ angesehen. Auch diese Sendung war belanglos und blieb für uns ohne jeden Erkenntnisgewinn.

Dr. Joachim Huber, Tagesspiegel

Dagegen war die Sendung „Markus Lanz“ hochinteressant. Der Tagesspiegel-Journalist Dr. Joachim Huber war Mitte März schwer an Covid-19 erkrankt. Er befand sich 5 Wochen im Koma und hatte währenddessen Nierenversagen, eine Lungenembolie und einen Herzinfarkt. Der Mann hatte viel zu erzählen. Er schilderte diese dramatische Erfahrung ruhig und so abgeklärt, dass seine Geschichte ganz bestimmt zu den prägendsten Erfahrungsberichten zählt, von der ich im Zusammenhang mit dieser schrecklichen Erkrankung je gehört habe.

Der Teil der Sendung mit Sarah Wagenknecht und Thomas Middelhoff war übrigens ebenfalls interessant.

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Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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