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Corona-Virus: „Es wird schlimm werden“


 • Letzte Änderung: 7. Feb. 2021  2 Min. 129 Views

Thomas Hummel, Süddeutsche Zeitung, setzt das an den Anfang seines Artikels, was die ZuschauerInnen der Talkshow »Maybrit Illner« gestern Abend von Dr. Drosten, Professor und Institutsdirektor der Virologie an der Charité Berlin, erst am Schluss der Sendung zum Thema No. 1 Corona-Virus hörten: »Es wird schlimm werden».

Jetzt, so Hummel, hat es auch der Letzte verstanden.

Zuerst ein gutes Gefühl

Dabei hatte ich über weite Strecken der Sendung ein gutes Gefühl. Professor Drosten kritisierte die Runde nämlich genau für das, was offenbar nicht nur ich als deplatziert empfand:

Ich muss wirklich sagen, die Diskussion hier macht mich stiller und stiller und stiller. Das ist wirklich vollkommen daneben. Wir suchen nach Problemen, wo keine sind.

Maybrit Illner zu Coronavirus: „Es wird schlimm werden« – Medien – SZ.de

Vor allem, der Arzt Johannes Wimmer ging mir während der kompletten Sendung vor allem damit auf die Nerven, dass ihm daran gelegen war, vor allem Versäumnisse der Politik und Behörden zu betonen. Ich behaupte nicht, dass er dabei in allen Punkten falsch läge. Nur – was nützt die Besserwisserei jetzt noch?

Corona-Virus

Karneval hätte abgesagt werden sollen?

Ein Vorwurf lautet, dass Karneval nicht abgesagt worden ist. Im Raum Heinsberg hatte ein mit dem Virus infizierter Mann mit seiner Frau eine Karnevalssitzung mit ca. 300 Teilnehmern besucht. Keiner weiß, wie viele Menschen bei dieser Gelegenheit angesteckt wurden und was sich künftig noch auf solche Massenversammlungen von Menschen zurückführen lassen könnte. Wäre es verhältnismäßig gewesen, alle Karnevalsveranstaltungen deshalb abzusagen? Wimmer tat sich mit solchen und anderen Vorwürfen an Verantwortliche etwas leicht.

Die Balance zwischen Weckruf und Panikmache gelang Professor Drosten in meinen Augen aber auch nicht. Während er nämlich zu Beginn den Eindruck erweckt hatte, es seien bisher die falschen Fragestellungen diskutiert worden, kam er später mit Annahmen heraus, die alarmierend waren.

Corona-Virus

Je nach dem, wie der weitere zeitliche Verlauf der Verbreitung sich in Deutschland darstellt, könnten 50 – 60 % der deutschen Bevölkerung mit dem Virus Bekanntschaft machen. Bei den Letalitätsraten mit denen im Moment operiert wird, kann sich jeder ausrechnen, wie viele Tote im ungünstigsten Fall in Deutschland aufgrund des Virus zu beklagen wären. Die Letalitätsrate, von der berichtet wird, gelten aber nicht als gesichert. Wie eben auch viele andere Faktoren.

Hamsterkäufe – alles so schlimm

Im Blog Tichys Einblicke werden die LeserInnen aufgefordert, Fotos von leeren Regalen nach Panik-/Hamsterkäufen an die Redaktion zu schicken. Dreimal dürfen Sie raten, was Tichy mit diesen Meldungen nun wieder bezweckt.

Vielleicht stehen wir am Beginn eines uns höchstens aus SF-Filmen bekannten Szenarien. Ich habe allerdings keine Lust, mich in Angst und Schrecken versetzen zu lassen. Ich verpass mir erst mal eine Selbst-Quarantäne. Gehen wir halt vorerst nur noch raus, um Lebensmittel zu kaufen. Und zwar zu den Zeiten, in denen die Geschäfte möglichst leer sind, niesen in die Armbeuge und waschen uns danach gründlich die Hände. Mundschutz wäre Quatsch, hab‘ ich gelernt. Also bleiben die übrigens Ratschläge, um selbst präventiv tätig zu sein.

Besuche beim Hausarzt sollten wir gerade nicht machen. Dort ist es so voll wie selten. Wahrscheinlich, weil blöderweise gerade Erkältungen und auch die »normale« Grippe ihr Unwesen treiben. Wichtig wären jetzt vielleicht auch die angeblich ja bereits entwickelten Schnelltests für Corona.

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