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Das #Windbürgergeld soll Klagen gegen Windräder vermeiden

Jeder kennt die Schwierigkeiten der Windenergie in Deutschland, die SPD macht richtige Vorschläge und wird niedergeschrien.

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Mir ist so, als wäre der SPD-Vorschlag zur Stärkung der gesellschaftlichen Akzeptanz der Windenergie etwas, das ich von Robert Habeck, Grüne, schon vor Längerem gehört hätte.

Habeck hatte über seine Zeit als Minister in Schleswig Holstein gesagt, dass er viel Zeit und Mühe in die Schaffung von Akzeptanz für die Windenergie gesteckt habe und erwähnt, dass eine finanzielle Beteiligung der Bürger dabei wichtig gewesen sei.

Neben finanziellen Anreizen sollen die Klagemöglichkeiten eingeschränkt werden.

Wenn ich Altmaier richtig verstanden habe, entspricht das auch seinen Absichten. Die Ligen der #Umweltsäue, die niedrigen wie die höheren, machen ordentlich Rabatz. Die SPD hat also wieder mal alles falsch gemacht. Selbstredend. Was sonst?!

Der Ausstieg aus der Kernenergie scheint inzwischen geschmeidig zu laufen, der Kohleausstieg hakt für manche noch, aber auch da gehts voran. Wenn doch jetzt nur der Ausbau der kompensatorischen Energien wie geplant vorankäme, könnte die Energiewende gelingen. Oder?

Wir wissen, dass der Ausbau nicht vorankommt und warten eigentlich darauf, dass die Regierung wirksame Maßnahmen trifft. Stattdessen war Altmaier gezwungen, die ihm vorschwebende Abstandsregelung wieder aus dem Kohleausstiegsgesetz zu streichen. Der Bundesrat bzw. die Grünen haben dafür gesorgt.

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Er war der Ansicht, die unzähligen deutschen Klageheinis vielleicht stoppen zu können, in dem die Abstandsregeln bundesweit vereinheitlicht werden. Außerdem wollte auch Altmaier die Klagemöglichkeiten gegen Windenergieanlagen (nicht nur dafür) beschneiden. Wie schrecklich undemokratisch von ihm. Wo wir doch alle so stolz auf unsere demokratischen Grundrechte sind. Gehört schließlich auch zu unseren Werten, von denen immer alle sprechen. Welche Nachteile damit verbunden sind, dass jeder nicht nur das Recht zur Klage, sondern nach dem Selbstverständnis vieler eher die Pflicht dazu haben, lähmt unsere Gerichte. Natürlich nicht nur die. Wie viele Kilometer der Stromtrassen, die für den Transport grünen Stromes von Nord nach Süd so dringend gebracht werden, sind inzwischen fertiggestellt?

Urban Priols Jahresrückblick sollten alle gesehen haben.

Urban Priol hat in seinem fantastischen Jahresrückblick 2019 (Min. 43:30) einen großen Teil diesem fast schon komischen (typisch deutschen) Geschehen gewidmet. Er ließ diesen brillantesten Teil ganz einfach für sich stehen und wirken. Aber ich fürchte, viele Zuschauer haben es immer noch nicht gerafft. Wie sagte Priol am Schluss nur: «So wird das nix.» Ja, das ist an unser aller Adresse gerichtet. Viel mehr als ein nur paar Verrückte haben ihren Anteil an dem Wahnsinn, der in diesem Land abläuft.

Die SPD bemüht sich um Bewegung auf diesem nun wirklich für unsere Zukunft vielleicht wichtigsten Feld überhaupt. Dafür kriegt sie erneut von allen Seiten auf die Fresse.

Wie wir die Windenergie wieder ans Laufen bringen, haben die Kritiker nicht gesagt. Worum es der AfD und den ihnen nahestehenden Unruhestiftern geht, macht die gleich von ihr gestartete Kampagne gegen den Vorschlag der SPD schon mal deutlich:

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Artikelautor Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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