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Die Zerstörung der SPD reicht nicht aus. Jetzt ist die CDU dran.

Einer von ca. 400.000 Mitgliedern macht was Schlimmes. Deshalb schreien Leute bei Twitter etc.: #NieMehrCDU.

Es hat ja nicht lange gedauert, um zu merken, dass alles immer schlimmer wird. Die Internet-Idiotie lässt sich durchaus noch steigern.

Manche schreiben darüber, wie froh sie wären, Twitter zu haben. Sie glauben, ihnen würde das Denken abgenommen. Ja, besser wär’s vielleicht!

Sie sind so froh, dass es Twitter gibt, weil sie nur dort echte »Nachrichten« erhielten, von denen sie in den »normalen« Medien ja sonst gar nie was erfahren würden… Die Kampagne der neurechten Demagogen ist aufgegangen. Vielleicht hat sich der Sockel der Bekloppten in diesem Land nur exponentiell vergrößert?

Dieses Mal geht es um den Fall eines Ende des Jahres 2019 in Köln Porz von einem 72jährigen CDU-Kommunalpolitiker verletzten Migranten. Der Politiker war selbst betrunken und schoss auf einen 20jährigen Mann mit Migrationshintergrund. Dieser und 3 Freunde hatten ihn in seiner Ruhe gestört. Nach Schilderungen in der heutigen »Lokalzeit« vom WDR Fernsehen gab es davor ein kurzes Wortgefecht, in dem sich der CDU-Politiker in einer Weise geäußert haben soll, die zumindest eine ausländerfeindliche Haltung nahelegt. Auch die Inhalte seines Facebook-Profils scheinen nach dem WDR-Bericht zu belegen, dass der Mann, der übrigens seine Identität mittels mehrerer Medien-Anwälte geheimhalten wollte, in der CDU wohl nicht gut aufgehoben ist.


Die Medien berichteten also sehr wohl darüber, ließen Details allerdings weg. Da spielten die Aktivitäten der Medienanwälte wohl bereits eine Rolle.

Jetzt ist Trubel bei Twitter. Es sind nicht die Rechten, die sich aufregen, sondern erneut die Linken, die dieses persönliche Fehlverhalten eines CDU-Politikern dazu nutzen, alle Akteure und Mitglieder der Partei (ca. 400.000) in Mithaftung zu nehmen. So etwas gab es auch während der Nazi-Zeit. Da wurden auch Menschen in Sippenhaft genommen, die völlig unschuldig waren.

Die erneut sichtbar gewordene Borniertheit derer, die der linken Blase innerhalb des Internets zuzuordnen sind, ist der alleinige Grund für meinen Beitrag.

Viele Tweets haben den in der Zeit des Streits über die Urheberrechtsreform kreierten Hashtag #NieMehrCDU reaktiviert.

Egal, ich sehe in diesem Beispiel ein weiteres Indiz dafür, in welchen Zustand sich manche Nutzer der sozial Mediakanäle bereitwilligst versetzen lassen. Anhand eines sehr oberflächlichen Denkens werden radikale, undemokratische Forderungen aufgestellt. Widerspruch wird nicht geduldet. Ganz so, wie wir das eben beim Oma-Gate erlebt hatten.

Linke Rechthaber, die in diesem Fall erneut die Treiber dieser Idiotie sind, sollten sich in den Boden schämen. Sie merken nicht mal, dass sie mehr und mehr die Methoden der Faschisten übernehmen.

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

2 Antworten auf „Die Zerstörung der SPD reicht nicht aus. Jetzt ist die CDU dran.“

Die besserwissenden Haßprediger sind wie die Pest, die sich mehr und mehr ausbreitet und immer mehr ansteckt. Es ist ganz furchtbar, was ich in meinem Umfeld erlebe und ich frage mich, warum wird das so bereitwillig konsumiert? In dieser Menge? Ohne eigenes Nachdenken? Ohne Bereitschaft zum Dialog?

Wir konsumieren. Vielleicht haben wir genau daran zu sehr gewöhnt? Ich weiß es nicht. Die Entwicklung ist jedenfalls ganz schrecklich. Sie zerstört die Gemeinsamkeit.

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