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Im Corona-Hotspot leben


 • Letzte Änderung: 14. Apr. 2021  5 Kommentare

Bedburg ist mit rund 23.000 Einwohnern die zweitkleinste Stadt im Rhein-Erft-Kreis. Sie stößt im Norden an den Landkreis Rhein-Neuß. Bisher lagen die Corona-Zahlen unseres Städtchens im Vergleich mit den anderen Städten unseres Kreises stets ziemlich weit unten.

Das hat sich inzwischen geändert. Bedburg gilt im Moment als Corona-Hotspot mit einem Inzidenzwert von 367,7 (Sonntag).

people wearing diy masks
Photo by cottonbro on Pexels.com

Infiziert waren am 30.11. 91 Menschen. Bisher gab es in der Stadt zwei Corona-Tote. Die niedrigen Zahlen, die wir sein Beginn der Pandemie gemeldet bekamen, haben mich stets beruhigt. Das ist inzwischen anders.

Leider wurden in zwei Altersheimen 35 Bewohner und 14 Mitarbeiter infiziert. Im gesamten Kreis gibt es 45 Heime, in 26 davon gibt es Infizierte. Es handelt sich insgesamt um 108 Senioren. Die gute Nachricht ist, dass bisher keine schweren Symptome festgestellt wurden und deshalb keine Einweisungen ins Krankenhaus vorgenommen werden mussten.

Für uns, meine Frau und ich, bedeutet die Situation, dass wir handeln müssen. Wie schon beim ersten Lockdown im Frühjahr haben wir die Caritas gebeten, ihre Dienste von montags bis donnerstags bis auf Widerruf einzustellen. Die Dame, die mit Schwiegermutter mittwochs zwei Stunden »Mensch ärgere dich nicht« spielt, haben wir angerufen. Sie kommt voraussichtlich erst im Januar wieder. Das waren übrigens die einzigen zwei Stunden in der Woche, in denen meine Frau und ich mal was gemeinsam unternehmen konnten… Außerdem haben wir ein Beratungsgespräch (Caritas), das für diese Woche vereinbart war, abgesagt bzw. verschoben.

couple wearing face mask drinking milkshake
Photo by cottonbro on Pexels.com

Ich werde mit meiner Mutter (88) telefonieren und das verabredete Waffelessen vielleicht erstmal verschieben.

Unser Bürgermeister berichtet in seinem regelmäßigen Corona-Update davon, dass er aus der hiesigen Gastronomie Rückmeldungen erhalten habe, nach denen »oft Bestellungen nicht unter sieben Personen« erfolgen. Das heißt ja, dass vermutlich die Corona-Schutzbestimmungen unterlaufen werden. Die Lage, so der Bürgermeister, sei ernst.

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Eine Fotoreihe, die die wenigsten kaltlassen wird.

5 Gedanken zu „Im Corona-Hotspot leben“

  1. Oh je! Zum Glück sinken die Zahlen ja gerade wieder
    https://www.radioerft.de/artikel/rhein-erft-zahlen-sinken-weiter-778814.html

    Habt Ihr schon mal versucht, eine ältere Person zu finden, die selbst recht isoliert lebt und ein paar Stunden die Gesellschafterin für die Schwiegermutter sein könnte? Ich wäre z.B. optimal, weil ich immer nur diesselbe 2 Menschen pro Woche kontakte, die selbst ebenfalls nur mich und eine weitere Person kontakten, auch immer diesselbe.

    Es müsste unter den Älteren doch mehr Leute geben, die einen so leicht eremitischen Lebensstil pflegen.

    Antworten
    • Danke für die Zahlen von RadioErft. Übrigens für mich auch die Anlaufstelle für neue Infos. Die Info zum Artikel hatte ich aus dem heutigen Artikel des Kölner Stadt-Anzeiger (gedruckte Version). Da sieht man schön, wie sehr die Printmedien doch im Nachteil sind. 🙂

      Haben wir schon überlegt. Aber ehrlich gesagt, dafür braucht man auch Vertrauen. Deshalb halten wir lieber am Bewährten fest. Nach Corona machen wir da etwas mehr, weil es echt immer schwerer wird. Nicht nur wegen Corona.

      Das Korrekturplugin, von dem ich die Bezahlversion habe, funktioniert hier leider nicht mehr.

      Antworten

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