Kategorien
Gesellschaft Klimawandel

Links ist da, wo ich am Daumen gelutscht habe

Wie man aus ausländischer und konservativer Sicht auf unser Land blickt, zeigt erneut ein Beitrag der NZZ, in dem die Gewalttaten von Linksextremen ein bisschen auffallend betont werden. Connewitz bietet dafür leider mal wieder eine gute Gelegenheit.

Die NZZ fährt seit langem das erfolgreiche Projekt »Der andere Blick«. Bedient wird genau das Klientel, das mit der Berichterstattung in deutschen Mainstreammedien Probleme hat. Ex-Verfassungsschutz-Präsident Maaßen verglich das Medium erst vor kurzem mit dem »Westfernsehen« zu DDR-Zeiten.

Die Taten legen den Schluss nahe, dass der deutsche Staat Schwierigkeiten hat, Krawallmachern und Linksradikalen Einhalt zu gebieten. In dieses Bild fügt sich auch die Attacke, die dem Berliner Journalisten Gunnar Schupelius galt. In der Nacht auf Silvester wurde sein BMW in Berlin von mutmasslich linksextremen Tätern in Brand gesteckt.

Kolumnist Gunnar Schupelius spricht über linksextreme Angriffe

Das ist für die Linken kein Problem. Sie erfahren leider breite Unterstützung in den Medien. Nicht nur in TAZ, FR oder Spiegel.

Der ungleiche Umgang mit gewalttätigen Rechtsbrüchen ärgert vermutlich viele Menschen im Land. Meine Vermutung wäre, dass es sich dabei nicht nur um Rechte handelt, obwohl ein Blick in die sozialen Netzwerke durchaus etwas anderes suggerieren konnte. Die meisten halten wohl leider (oder Gott sei Dank?!) den Mund.

Ja, und dabei wird Meinung mit Haltung verwechselt. Wenn ich eine Meinung äussere, sagen die anderen: «Aha, du bist so einer, dann reden wir nicht mehr mit dir.» Aber nein, ich bin nicht so einer. Ich äussere nur eine Meinung, stelle sie damit zur Diskussion und bin bereit, sie im Falle neuer Informationen zu revidieren. Das ist wichtig: Das ist die eigentliche Freiheit, die wir uns wieder erkämpfen müssen. Durch Meinungsäusserung darf keine Stigmatisierung entstehen.

Kolumnist Gunnar Schupelius spricht über linksextreme Angriffe

Dass übrigens sehr viele Likes nicht zwangsläufig große Zustimmung zu rechten Positionen bedeuten, ist eine der Paradoxien mit denen uns linke Medien entweder aufklären oder verwirren möchten. Das liegt ebenfalls im Auge des Betrachters.

Der von mutmaßlich linksextremer Gewalt mehrfach betroffene Journalist Schupelius prangert in der NZZ an, dass »wir uns in einer Zeit befinden, in der die Diskussion eingeengt wird«. Oh, ein rechtes Narrativ! Hilfe!

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist überzeugt, es gebe kein Problem mit der Meinungsfreiheit in Deutschland. 
Das ist nicht richtig. Viele Menschen haben zum Beispiel Sorgen, dass sie am Arbeitsplatz benachteiligt werden, wenn sie bestimmte Meinungen äussern. Heute wird man für Aussagen jenseits der Mehrheitsmeinung schnell als «rechts» eingeordnet. Das ist jetzt die neue Kategorie. «Sind Sie konservativ?», wird man dann gefragt, und das gilt als negativ. Die Bereitschaft, sich mit abweichenden Meinungen zu befassen, nimmt meiner Ansicht nach ab – und zwar so sehr, dass man sich fragen muss, ob es überhaupt noch eine sinnvolle öffentliche Auseinandersetzung geben kann.

Kolumnist Gunnar Schupelius spricht über linksextreme Angriffe

Fast jede politische Diskussion wird eingeengt und beschnitten – und zwar nicht von rechts, sondern fast immer von links! Das ist jedenfalls meine persönliche Beobachtung einer Szenerie, die in meinen Augen immer bizarrer wird. Vor allem, wenn man dazu das angeblich doch so ausgeprägte demokratische Grundverständnis vieler Linker betrachtet.

Dass solche Beschneidung von Meinungsfreiheit nicht nur im politischen Dialog Wirkung zeigt, erleben wir an ganz verschiedenen Stellen #Umweltsäue #Nuhr #Connewitz #Polizeiwillkür

Was mich an diesem demokratiegefährdenden Zustand am meisten stört, ist der Gebietsgewinn, den die Rechte dabei fast zwangsläufig einfährt.

Wir lernen nicht dazu, sondern machen es immer schlimmer.

Im Fall der #Umweltsäue ging das soweit, dass im Spiegel mit umstrittenen Methoden »nachgewiesen« wurde, dass Rechte aus dieser Debatte mithilfe der ihrem Lager eigenen hohen Mobilisierungsgeschwindigkeit den größten Nutzen ziehen konnten. Auf gut Deutsch: Alle, die gegen das Lied waren, wurden dem rechten Lager zugeordnet, allesamt waren Nazis oder mindestens dumme Mitläufer.

Niemand hat dieses Trauerspiel heil überlebt. Das war voll für’n Arsch!

Von Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Es werden keine IP-Adressen gespeichert! Sie können, falls Sie dies möchten, auch anonym kommentieren.