Nicht nur dem Borkenkäfer gefällt der Klimawandel

Ich glaube mich erinnern zu können, dass schon mein Vater († 2003) seine Probleme mit den Kastanienbäumen im Stadtgebiet hatte. Er leitete bis zu seiner Rente die Truppe von Männern (sic?), die für saubere und gepflegte Anlagen in allen Stadtteilen zu sorgen hatte. Über den Klimawandel war damals noch nicht viel zu hören. Inzwischen fällt sogar mir auf, dass nicht allein der Borkenkäufer ein Schädling ist, der unseren Bäumen (vor allem Fichten, aber leider nicht nur) große Probleme bereitet.

Es spricht einiges dafür, dass der Klimawandel nicht bloß dem Borkenkäfer gefällt. Auch die Miniermotte mag heiße und trockene Sommer. Sie sorgt für viele braune Blätter. Die Kastanien verlieren bereits ihr Laub. Unsere Kastanienbäume im Stadtgebiet zeigen sich in einem recht desolaten (sprich braunen) Zustand. Es scheint möglich, dass sie ihre Blätter schon verloren haben könnten, bevor die Früchte reif sind und von den Bäumen fallen.

Klimawandel
Kastanien mit vielen braunen Blättern

Ich habe eben mal ein paar Aufnahmen gemacht. So wie hier sehen viele Kastanienbäume im Stadtgebiet aus. In einer Straße mussten vor ein paar Jahren eine Menge von Kastanien gefällt werden, weil sie zu stark geschädigt waren. Eine traurige Sache. Mitverantwortlich ist wohl auch in diesem Fall der Klimawandel.

Klimawandel
Eßkastanie (aka Edelkastanie)

Im Park habe ich heute eine Kastanie entdeckt, die der Schädling noch nicht heimgesucht zu haben scheint. Schade, dass ich nicht aufgepasst hatte. Es handelt sich nämlich bei diesem Exemplar um Esskastanien, auch Edelkastanie genannt. Dieser Art scheint diese fiese (Motte) Raupe nichts anhaben zu können.

Auch die Plage, die der Eichenprozessionsspinner für viele Gegenden Deutschlands mit sich gebracht hat, ist, wie Fachleute vermuten, auf den Klimawandel zurückzuführen. Die Larven haben es ebenfalls gern kuschelig warm. Ich habe gesehen, dass die Männer, die die Aufgabe haben, die zur Vorsorge besonders befallene Gebiete zu sanieren, diese Arbeit nur mit heftigen Schutzanzügen ausführen können. Vor allem, wenn die feinen Härchen eingeatmet werden, kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen (Atemnot, Schwindel und Fieber) kommen. Auch Tiere können von diesen Biestern in Mitleidenschaft gezogen werden.

Übrigens kann der Eichenprozessionsspinner wie der Borkenkäfer ganze Waldstücke kahlfressen.









Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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