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Nur schöne Erinnerungen an Weihnachten

November und Dezember haben nur das miese Wetter gemeinsam. Die Stimmung, finden meine Frau und ich übereinstimmend, hellt sich im Dezember schon wieder etwas auf. Das liegt – na klar – an den Feiertagen. Auch wenn viele mit dem Teil, den die Kirche sozusagen symbolisiert, nicht mehr viel anzufangen wissen, aufs Weihnachtsfest würden viele dennoch nicht verzichten. Ich habe von türkischen Familien gehört, die das Weihnachtsfest ihren Kindern zuliebe feiern, obwohl sie mit christlicher Religion gar nichts am Hut haben. Das finde ich großartig. Jedenfalls solange es mit den Geschenken und so nicht übertrieben wird.

Wahrscheinlich stellt für viele von uns das Zusammensein mit der Familie einen zentralen Punkt in dieser Zeit dar. Obwohl man immer wieder davon hört, dass es gerade an den Weihnachtstagen in vielen Familien zu Streit und damit zu bösem Stress kommt, spielen die Gedanken daran, auch wenn sie nicht völlig verschwunden sind, keine große Rolle. Weihnachten wird trotzdem jedes Jahr wieder gefeiert. Mit allen, die dazugehören.

Ich erinnere mich in dieser Zeit unwillkürlich an meine Kindheit. Häufiger als ich das unterm Jahr normalerweise mache. Da verklärt sich vieles, vielleicht deshalb, weil sich vieles vermischt sich zu einem schönen, warmen Gefühl. Erinnerungen, die so weit zurückliegen, werden wohl viele in der Weihnachtszeit packen und können das deshalb nachvollziehen. Bei uns war es an Heiligabend immer sehr harmonisch. Es ging still und beschaulich zu. Dabei spielte die Abgeschiedenheit eine Rolle, in der sich unser Haus befand. Es kam nur selten vor – auch damals schon – dass es zu Weihnachten Schnee gab. Diese Winter waren zwar noch Winter im klassischen Sinn. Aber an Weihnachten im Schnee habe ich kaum Erinnerungen. Trotzdem, es war so schön.

Weihnachtsfilme gucken - In aller Ruhe
Meine Frau in Bereitschaft für den ersten Weihnachtsfilm

Es hatte sich so etwas wie eine kleine Tradition herausgebildet. Mein Vater ging mit uns Kindern in die Treibhäuser der Gärtnerei und erklärte uns diesen Teil seiner Arbeit, also auch ein bisschen das «geheime Leben der Pflanzen».

Wenn meine Mutter im Wohnzimmer alles hergerichtet hat, stand die Bescherung an. Ach, wäre sie doch nicht so schnell vergangen, diese wunderbare Kinderzeit. Ich glaube, meine Rührseligkeit, speziell zu Weihnachten, kann ich darauf zurückführen, dass diese Feste immer so schön und vor allem ohne Hektik und so vollkommen friedlich abliefen. Ich glaube, solche Stunden der Behaglichkeit und Liebe vergisst kein Mensch jemals.

Weihnachtsmusik und Weihnachtsfilme gehören heute für mich auch zu jedem Weihnachtsfest. Wahrscheinlich rümpfen jetzt die ganzen harten Kerle ihre Nase, weil ein Mann doch sowas nicht einfach so herausplaudert. Ich kenne solche, die mit Weihnachten und alldem so überhaupt nichts am Hut haben. Es gibt eben auch bei dem Thema sone und solche.

Gestern haben wir den ersten (oder war’s schon der zweite) Weihnachtsfilm dieser Saison angeguckt. Bei der Weihnachtsmusik haben wir noch nicht losgelegt. Da warten wir dann doch lieber bis zum 1. Advent.

Aber bei den Filmen kommt man ja gar nicht nach. Dieses Genre macht überdeutlich, weshalb die Filmbranche, vor allem der Teil, der sich in den USA befindet, als Filmindustrie bezeichnet wird. Gott, was gibt es unter den tausenden von Weihnachtsfilmen für einen furchtbaren Schrott! Und wir fallen doch immer mal wieder auf die eine oder andere Nummer herein. Dabei haben wir doch stets die besten Absichten. Wir wollen uns wieder mal in weihnachtsdusseliger Stimmung einlullen und von diesem Corona-Mist ablenken lassen. Und dann folgt ein 90minütiger US-Schnack vom Schlimmsten. Selbst schuld, kann ich da nur sagen.

Ich fühle mich berufen, an dieser Stelle meine drei Lieblings-Weihnachtsfilme zu empfehlen. Und die, die kennen Sie bestimmt auch längst.

1.) Schöne Bescherung

2.) Liebe kennt keine Ferien

3.) Drei Männer im Schnee

Und aus gegebenem Anlass hier noch das 7:1 der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft von 2014 über den 5maligen und damit Rekord-Weltmeister und Gastgeber Brasilien.

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Alles geht eben mal vorbei. Weihnachten und auch die Meisterlichkeit verschiedenster Nationen beim Fußball. Holland, Frankreich, Italien, Brasilien und andere mehr haben das schon erlebt. Jetzt sind wir mal wieder dran.

In diesem Sinne, ein verfrühtes aber umso herzlicheres: Fröhliche Weihnachten.

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Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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