Gesellschaft   ·  3 Min.

Quarantäne und Strafe

27 Views   ·  6 Kommentare

Wie bestrafen wir Verstöße gegen die Quarantäne – Bestimmungen? Mit Geldstrafen oder mit Gefängnis. Gesellschaftliche Ächtung ist es hoffentlich nicht.

Weiterlesen



So ein Verstoß gegen die Quarantäne – Bestimmungen kann recht teuer werden. Man kann sogar ins Gefängnis kommen, wenn man Pech hat.

In Grevenbroich, das nur ca. 20 km von hier entfernt ist, haben zwei Familien den Virus erwischt und standen deshalb unter Quarantäne. Sie haben sich nicht daran gehalten. Deshalb müssen jetzt alle 450 Bewohner des Hochhauses, in denen beide Familien wohnen, getestet werden. Das Haus wird vorsorglich „umzäunt“. Die Absperrungen werden solange bestehen bis die Test abgeschlossen sind.

Nachbarschaft in Quarantäne?

Ich habe mich gleich gefragt als ich davon las, was diesen beiden Familien wohl seitens ihrer Nachbarschaft blühen würde, falls diese namentlich bekannt würden.

Im Beitrag der WZ steht die Antwort: Die beiden Familien wurden woanders untergebracht. So solle sichergestellt werden, dass die Quarantäne nun eingehalten wird. Ja, so lässt sich das natürlich auch begründen.

Link: Proteste gegen Corona-Maßnahmen in Berlin und Stuttgart: Mehr als 100 Festnahmen bei Demo am Rosa-Luxemburg-Platz – Berlin – Tagesspiegel

Ich frage mich nun, welchen Anteil die Diskussionen über den Schweregrad der Epidemie am Verhalten der Leute haben wird, die einfach die Quarantäne missachten. Schließlich ist ja nach Meinung der so genannten Coronaleugner (so heißt der Kampfbegriff inzwischen) alles halb so wild. Ihre Empfehlung lautet deshalb, wir sollen jetzt endlich so weitermachen wie vor der Epidemie.

Jakob Augstein mit einem unglaublichen Statement bei Twitter. Ich sollte es vielleicht dumm nennen und nicht unglaublich.

Schweden

Leute wie Augstein aber auch viele andere führen Schweden als leuchtendes Beispiel dafür an, dass das alles auch viel entspannter und vor allem ohne Lockdown möglich gewesen wäre. Nun könnte es allerdings sein, dass die Schweden das bald etwas anders einschätzen werden. Nicht allein wegen der im Vergleich zu ihren direkten Nachbarn erheblich größeren Zahl von Toten, sondern weil inzwischen Informationen bekannt geworden sind, die für viele Menschen ein Schockelement enthalten.

Hinzu kommt, was die schwedische Presse inzwischen berichtet hat.

Dass man die Kapazitätsgrenzen noch nicht erreicht hat, liegt aber auch daran, dass man mittlerweile ältere Patienten nicht mehr in die Intensivstationen aufnimmt, um die verfügbaren Plätze für jüngere, ansonsten gesündere Patienten bereit zu halten. Einem Beschluss des renommierten Karolinska Instituts zufolge betrifft dies Covid-Patienten über 80 Jahre, über 70 mit einer ernsten anderen Vorbelastung, und über 60 mit zwei Vorbelastungen. Auch das wirkt sich positiv auf die Statistiken aus, die zeigen, dass die immer mehr Patienten die Intensivbehandlung überleben.

Stockholm ist Anders – FALTER 17/20 – FALTER.at

Aus Frankreich wird über ähnliche Kriterien berichtet. Damit geht die Entwicklung in eine Richtung, die bisher aus den meisten Diskussionen ausgeklammert wurde. Wer weiß schon, in wie vielen Ländern die Überlastung der Intensivkapazitäten zu Selektionsmaßnahmen dieser oder ähnlicher Art geführt hat?

Philosophie und Evolution

Charles Eisenstein schreibt in einem Aufsatz:

Die etablierten Institutionen unserer Gesellschaft werden immer hilfloser, den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Wie sehr sie da eine Herausforderung willkommen heißen, welcher sie endlich entgegentreten können. Wie eifrig sie diese als die allergrößte Krise behandeln. Mit welcher Selbstverständlichkeit ihr Informations-Management die alarmierendsten Darstellungen auswählt. Wie leicht sich die Öffentlichkeit an der Panik beteiligt und die Bedrohung begrüßt, der die Autoritäten begegnen können, stellvertretend für die vielen anderen unaussprechlichen Bedrohungen, bei denen sie es nicht können.

Quelle

Er findet, das wir unsere „Normalität“ jahrelang überdehnt hätten. Dazu gehört seiner Ansicht nach, dass wir uns mehr und mehr von der schlichten Erkenntnis entfernt hätten, dass das Leben endlich ist und das alte und kranke Menschen nun einmal sterben. Ich wünschte, wir könnten uns die Gedanken, die von vielen in diesen schrecklichen Zeiten entwickelt werden, vom Hals halten.

Ich tendiere dazu, sie nach Möglichkeit zu ignorieren und mir gar nicht erst vorzustellen, wie lange meine Daseinsberechtigung zeitlich wohl befristet wird. Denn wenn wir mit diesen Gedankengängen soweit sind, werden sich zwangsläufig konkrete Vorstellungen rund um das Tabuthema Tod und Sterben herauskristallieren. Hoffentlich lebe ich dann nicht mehr!









Artikelautor: Horst

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

6 Gedanken zu „Quarantäne und Strafe“

  1. Von diesen Vorabselektionen hatte ich gehört, aber vermute, dass da wenig dran ist.
    Vergleichbarkeit, im übrigen, ist, das lernt man immer wieder heutzutage, ist schwer bis unmöglich herzustellen.
    Wir müssen uns daher mit unserem Land befassen.

    Mein Gefühl ist, dass man als Normalbürger trotz aller Information (!) immer auf dem trockenen sein wird.
    Der schrittweisen Öffnung traue ich nicht.
    Was dann käme, wenn diese versagt, wer kann das wissen?

    Antworten
    • Vielleicht wird es auch besser und das Virus ist aufgrund des Sommers nicht mehr so aktiv. Auch wenn die Wissenschaftler ja lange etwas anderes behauptet hatten. Im Moment sieht es mir doch ein bisschen so aus. Wenn es allerdings im Herbst wieder zurückkäme, wäre das schrecklich und wir hätten nichts gewonnen.

      Dass wir auf unser Land schauen sollten, ist zwar einerseits richtig. Andererseits liegt es aber auch nahe, immer wieder zu sehen, dass die Maßnahmen ja nicht nur in Deutschland so getroffen worden sind. Wenn beispielsweise gesagt wird, dass es keine Übersterblichkeit gebe (Streeck, Püschel), so ist das anhand der neueren Statistiken einfach nicht mehr aufrechtzuerhalten. Dass es in Deutschland (noch) anders ist, liegt vielleicht an den Faktoren, die Virologen wie Drosten immer wieder genannt haben. Diejenigen, die in Deutschland zunächst infiziert wurden, waren überwiegend jüngere Leute. Nach und nach steigt die Sterblichkeit auch bei uns. Das ist nicht überraschend, weil wir uns ja (angeblich) immer noch am Beginn der Epidemie befinden.

      Antworten
  2. Es darf aber im nachhinein doch wundern, dass die Influenza 2017/18 mit 25.100 Todesfällen in der Öffentlichkeit kaum eine Rolle spielte – nicht mal geringste Schutzmaßnahmen wurden ergriffen! Und das ereignete sich, OBWOHL es – wie jedes Jahr – wohl eine Impfung gab, die aber zu den unbeliebtesten Impfungen überhaupt gehört und vergleichsweise wenig in Anspruch genommen wird.

    Jetzt aber wird jeder, der sich für Lockerungen ausspricht, für sämtliche Todesfälle verantwortlich gemacht, die Corona noch verursachen wird. Ist das wirklich angemessen?

    Den Eisenstein liest und interpretierst du ziemlich böswillig. Sein Einstieg in den Artikel mit der „Überdehnung“ meinte all das, was du und ich und viele andere normalerweise an unserer Ressourcens-fressenden, Natur-zerstörenden und in die Klimakatastrophe führenden Seinsweise kritisieren. Er fährt dann auch fort:

    „COVID-19 zeigt uns, dass ein unglaublich schneller Wandel möglich ist, wenn die Menschheit in einer gemeinsamen Sache vereint ist. Keines der Probleme unserer Welt ist technisch schwer zu lösen; sie rühren von der Uneinigkeit der Menschen her. Wenn die Menschheit kohärent handelt, sind ihre kreativen Kräfte grenzenlos.“

    Seine Anmerkungen zu den Einschränkungen: die findet er JETZT ok, um die Krankenhäuser nicht zu überlasten (das war auch hier wochenlang DIE Begründung!), hat aber all die Maßnahmen, sollten sie AUF DAUER bleiben und zu einem „neuen Normal“ werden, kritisiert bzw. interpretiert:

    „Während man all diese Maßnahmen kurzfristig damit rechtfertigen kann, dass sie zur Abflachung der Kurve (der epidemiologischen Wachstumskurve) beitragen, ist allenthalben die Rede von einer „neuen Normalität“, was bedeuten könnte, dass die Veränderungen keineswegs nur vorübergehend gedacht sind. Weil die Bedrohung durch eine ansteckende Krankheit – genau wie die Bedrohung durch den Terror – nie aufhört, können sich Kontrollmaßnahmen leicht zu Dauermaßnahmen auswachsen. Wenn wir also sowieso schon in diese Richtung gehen, muss die jetzige Rechtfertigung der Maßnahmen Teil einer tieferen Strömung sein. Ich werde zwei Triebkräfte dieser Strömung analysieren: den Kontrollreflex und den Krieg gegen den Tod.“

    Ich habe deinen Bericht aus dem Alltag mit Alten und Sterbenden auf Hilgerlicious gelesen und kann insofern deine persönliche Betroffenheit nachvollziehen. Aber ich frage mich, was du eigentlich fürchtest?

    Schon in einem anderen Kommentar hab‘ ich den Aspekt der Selbstverantwortung angeführt, der doch gerade von uns Älteren durchaus zu erwarten ist: Du würdest doch an deinem Leben nichts ändern, wenn der Allgemeinheit wieder erlaubt wäre, mit Abstand in Restaurants, Theater oder Kinos zu gehen, ans Meer zu fahren? Und wäre es nicht angesagt, die Menschen im letzten Stadium einer Krankheit selbst entscheiden zu lassen, ob sie Besuche von Angehörigen erlauben oder nicht?

    Ich finde die derzeit stattfindende Polarisierung richtig übel. Man kann kaum mehr sachlich diskutieren, sondern wird gleich in eine Schublade gesteckt – entweder in die mit den verantwortungslosen Altenverächtern oder in die mit dem Shutdown-Forderer im Panik-Modus.

    In der Realität (abseits bloß medialer Äußerungen) befinden sich nach meinem Eindruck die meisten nicht an diesen Polen, sondern eher rund um die Mitte!

    Antworten
    • Wenn ich behaupten würde, ich wäre nicht total verunsichert, würde ich schamlos lügen. Wie die meisten, die sich in diesen Tagen so oder so zum Thema Corona äußern. Sie behaupten nämlich von sich, den Stein der Weisen gefunden oder schon immer in ihrem Besitz gehabt zu haben. Mich macht das fertig. Ich habe mir gerade das neuste Video von Köppel angehört. Mir wurde schlecht. Ich hör jetzt auf damit. Ich will mir diesen ganzen Dünnschiss nicht mehr antun.

      Dass du gleich zu Anfang deines Kommentars diesen immer wiederkehrenden, nichtsdestotrotz aber unsäglichen Vergleich mit der Grippe anstellst, ist echt zu viel für mich. Auch die Nennung anderer statistischer Größen ist im Zusammenhang mit dieser Epidemie seltsam. Für mich jedenfalls.

      In Eisensteins Text gibt es richtige und diskussionswürdige Aspekte. Seine Kernbotschaft bzw. das, was bei mir vor allem ankam, ist aber nicht anders als die von Boris Palmer, Roger Köppel oder Wolfgang Schäuble, bloß ist sie intellektuell wesentlich besser verpackt. Wenn Eisenstein von der möglichen Verlängerung der Maßnahmen spricht, kann sich das m.E. nicht auf Deutschland beziehen.

      Er zeichnet das Bild eines Polizeistaates, der seinen Selbstzweck aus der permanenten Aneinanderreihung von Krisen zieht. Das ist auch nichts anderes als verschwörungstheoretisches Grundrauschen, das anschwillt, solange es das Internet gibt. Wenn wir anfangen wollen etwas zu ändern, dann sollten wir diesen Wahnsinn stoppen, dass jeder Idiot heute Sender und Empfänger sein kann.

      Man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, was aus solchen kleinen Theorien erwachsen könnte. Ich habe (von mir aus: wieder mal) mit dem Gedanken gespielt, die Bloggerei einzustellen. Die sozialen Netzwerke habe ich endgültig verlassen, warum nicht auch das Bloggen sein lassen? Schließlich bin ich auch einer von denen, die ich zu diesen Idioten rechne. Substanziell passiert wenig aber trotzdem ändert sich alles. Das ist das Resultat dieses supertollen Freiheiten im Internet, von dem wir irgendwann ja mal geträumt hatten. Was haben wir nur daraus gemacht?

      Für mich ist die Frage danach, was ich anders machen könnte, ja eine nur theoretische. Ich könnte nicht sagen, ob ich in die Schweiz reisen, nach Mallorca liegen oder an die holländische Küste fahren würde. Meine Frau und ich zählen zur Risikogruppe, allerdings ich ja sowieso, weil ich viel zu fett bin und den deshalb fast unvermeidlichen Bluthochdruck habe. Angesichts der fortschreitenden Epidemie könnte ich nicht sagen, wie ich mich zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden würde. Eigenverantwortung ist mir wichtig. Aber angesichts der von Schäuble, Palmer etc. angestoßenen Diskussion frage ich mich, ob mein Veto für selbstbestimmtes Sterben tatsächlich so klug war. Ich bin vehement dafür eingetreten, dass keine Regierung, sondern der einzelne Mensch über seinen Tod entscheiden sollte. Das Argument der Gegner, dass sich ein gesellschaftlicher Druck auf die Personengruppe entstehen könnte und sie sich quasi in bestimmten Situationen zum Suizid genötigt sehen könnten, trifft auf die aktuelle Lage in einer Weise zu, die ich mir bisher nicht vorstellen konnte. Ja, die Gesellschaft sagt ihren Alten irgendwann, wann es Zeit ist. So interpretiere ich die Botschaft in unsere Gesellschaft, die aus meiner Sicht momentan ethisch fragwürdig verhandelt wird.

      Auf dem Feld der Polarisierung kennen wir uns ja spätestens seit 2015 bestens aus. Die Gesellschaft zerbröselt. Nicht, weil wir unterschiedliche Positionen haben, sondern weil diese in einer ganz neuen Art und Weise – vorsichtig ausgedrückt – vertreten werden. Ich habe mir immer eingebildet, ich müsste mich mit anderen Positionen befassen und es wäre das Schlimmste, sozusagen in der eigenen Blase gefangen zu sein. Aber das stimmt gar nicht. Solche Gedanken tragen längst nicht mehr. Heute gilt: Der hat Recht und der hat Unrecht. Oder umgekehrt. Dazwischen ist nix. Wenn was dazwischen ist, ist es Schweigen.

      Aber ich bin dir noch eine Antwort schuldig: Du hast gefragt, was ich eigentlich fürchte. Ich nehme an, du meintest meine private Furcht. Die ist nicht größer als die der meisten Leute, die über 60 Jahre alt sind und deren Eltern oder liebe Verwandte noch leben. Meine Furcht schließlich politische Folgen der Pandemiebekämpfung ein. Sie werden gravierend sein.

      Neben wirtschaftlichen Folgen werden wir schwere politische Verwerfungen sehen. Ich las (auch wieder von irgendwelchen „Experten“), dass die Italiener und Spanier im Herbst aus der EU austreten werden. Mag sein, dass solche Szenarien eintreffen.

      Mich stört gerade weniger diese Unsicherheit rund um die Pandemie als die Tatsache, dass wir jetzt wohl mehr und mehr erfahren, wie gering der Glaube an die Leistungsfähigkeit unseres politischen Systems ist. Es geht dabei zwar um die unsere Regierung tragenden Parteien, aber dass ist nur oberflächlich so. Linke und Rechte Sektierer nehmen mithilfe des Internets diesen Staat ins Visier. Die Einschränkungen der Grundrechte kommt diesen Leuten dabei höchst gelegen. Weil ich das so kritisch sehe, wäre ich dafür, die jetzt überbordende Kritik aufzusparen für die Zeit danach. Aber das setzt Vertrauen in die handelnden Personen voraus. Und dieses Vertrauen geht – je länger es dauert – immer mehr verloren. Und Vernunft ist unsere Stärke nicht. Eisenstein hat das richtig gesagt.

      Kohärentes Handeln ist meiner Erfahrung nach noch nicht einmal in einem Land möglich, viel weniger aber bei „künstlichen“ politischen Gebilden wie der EU. Was mir übrigens viel zu kurz kommt, sind Aussagen solcher Schwätzer wie FDP-Lindner, der immer von intelligenten Lösungen im Umgang mit der Pandemie redet aber nie irgendwie wirklich konkret wird. Ich würde es begrüßen, wenn alle Kritiker sich etwas zurücknehmen und die Regierung ihren Job machen lassen würden. Irgendwann wird die Zeit schon kommen, um abzurechnen. 👮🏻‍♀️

      Antworten
  3. Hallo Horst,
    ich habe vorhin Eisensteins Artikel gelesen, eher quergelesen, wenn ich ehrlich bin.
    Ich hasse im Prinzip longreads, aus 2 Gründen:
    1) lässt sich das Wichtige immer ganz kurz sagen
    2) lässt mein Zeitguthaben und auch meine Energie es nicht zu, am Tag all das zu tun, was ich zu tun habe und was ich gerne tun möchte sowie zig Artikel, TV-Covid-Talks mir angedeihen zu lassen.

    Nun gut: Die steile Schlussthese Eisensteins verwunderte mich: Zum einen sollte nur ein führender Evolutionsbiologe oder ein vergleichbarer Wissenschaftler, ob Biomathematiker, Biosoziologe oder was es auch immer an Sparten gibt, sich zu solchen Themen äussern.
    Aber ich kenne seine Bücher nicht und seine Thesen, die er wohl schon Jahrzehnte hegt. Für den Laien sind solche Aussagen so, als würde Einstein mit dem Mann auf der Strasse diskutieren wollen.
    Zwar ist mir durch Hörensagen bekannt, daß Viren in der ganzen Evolutionsgeschichte mit „am Design“ beteiligt waren. Wieso aber sollten sie genau hier wieder mal entscheidend eingreifen?

    Im Grunde, mein Gefühl, brachte mir derArtikel des Philosophen wenig.

    Antworten
    • Witzig, denn heute hast Drosten in seinem Podcast etwas ganz Ähnliches über Viren und ihre Bedeutung in unserer Evolutionsgeschichte gesagt. Eisenstein ist sicher ein kluger Mann. Seine Einschätzung der Pandemie und ihrer Folgen teile ich alles in allem aber nicht. Im Kontext mit den hier diskutierten Fragen, sind mir seine Gedanken natürlich nicht fremd. Es gibt viele, die ähnlich denken. Ich kann mich damit nicht anfreunden. Vielleicht auch, weil ich zu alt für sowas bin. Ich argumentiere ja doch eher aus der Sicht der Risikogruppe.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar


Es werden keine IP-Adressen gespeichert! Sie können, falls Sie dies möchten, auch anonym kommentieren.