So schöne frische Waldluft

Dieser Tage bin ich fast zwei Stunden durch ein Rekultivierungsgebiet von Rheinbraun (RWE Power) marschiert. Mir ist über weite Strecken kein Mensch begegnet, was an einem normalen Corona-Dienstag bei schönstem Sonnenschein und frischer Waldluft vielleicht ja doch der Rede wert ist.

Königshoven - rekultiviertes Gelände
Unterwegs im Wald

Ich habe genossen, den Vögeln bei ihrem Gesang zuzuhören und etwas bedauert, dass ich ihn kaum einem Vogel zuordnen konnte. Dabei ist es doch mit den heutigen technischen Möglichkeiten leicht möglich, die hier heimischen Vögel zu identifizieren und die Eigenarten ihres Gesanges per Internet zu verstehen.

Zaunkönig, Amseln und Stare kenne ich, den Specht weniger am Gesang als seinem Hämmern. Da fällt mir ein, Specht höre ich hier viel häufiger als früher. Das kann aber Einbildung sein. Schade, dass ich bisher keinen vor die Linse bekommen habe.

Bunter Wegrand

Ich bin sogar etwas von den normalen Wegen quer durch den Wald gelaufen. Das erinnerte mich an meine Kindheit. Wir wohnten auf einem großen Privatgelände, das durchzogen war von größeren Waldflächen. Die Wildtiere haben sich aus der Umgebung dorthin zurückgezogen, weil dort striktes Jagdverbot herrschte. Füchse und Rehe gaben sich dort ein Stelldichein. Es war eine wundervolle Zeit.

Lupinen

Damals kann ich weder das Wort Zecke noch die Gefahr, die von diesen kleinen Quälgeistern ausgeht. Vermutlich lag es nicht nur an meinem Alter, sondern vor allem daran, dass sich die «sympathische» Zecke erst mit der Klimaveränderung in unseren Breitengraden richtig stark verbreitet hat. Während der Jahre meiner Kindheit waren Zecken noch kein Thema. Auch die Hunde, die dieses Riesenareal unbeaufsichtigt jeden Tag durchstreiften, hatten mit dieser Plage keine Mühe. Wenigstens erinnere ich mich nicht daran. Es ist schon eigenartig, wie vorsichtig wir uns heute selbst bei Spaziergängen auf normalen Wegen verhalten, um dem Biss der Zecke zu entgehen. Oder?

Waldblick

Mich erinnerte dieser Treppenaufgang ein wenig an eine traumatische Erfahrung, die ich vor ein paar Jahren bei einer Rhön-Wanderung gemacht habe. Dort gab es ebenfalls solche Treppenstufen. Die waren aber nicht nur deutlich steiler, sondern vor allem erheblich länger.

Treppenstufen Darshoven
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Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

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