Fotos   ·  2 Min.

Und ewig singen die Wälder

426 Views Kommentieren

Dieser wunderbare alte Spielfilm erzählt die Geschichte einer norwegischen Familie, deren Leben und Schicksal vom Wald bestimmt war. Nicht von einem Wald, wie wir ihn heute in unseren Breitengraden kennen. In einem richtigen Wald.

Die Geschichte hat mich fasziniert. Vielleicht war das so, weil wir damals in einer Umgebung lebten, die – bevor Rheinbraun kam – von vielen Waldgebieten umgeben war.

Umgebung des Kasterer Sees

Da vom Menschen absolut unbeeinflusster Wald nun wirklich sehr selten ist, gibt es zwei weitere Begriffe im Norwegischen. Zum einen ist dies die Bezeichnung Gammelskog. In den so genannte „Alte Wald“ wurde seit mindestens 80-180 Jahren nicht eingegriffen. Er ist somit immerhin biologisch alt. Rund 2900 km² der Wälder Norwegens zählen in diese Kategorie.

Norwegens Urwälder – Norwegen-Service

Mein Vater (†2003) war Gärtner. Wenn wir mit der Familie unterwegs waren, machte er sich einen Spaß daraus, mich zu fragen: „Welcher Baum ist das?“ Obwohl mich schon damals eine gewisse Liebe zu Wäldern und Bäumen verband, hab ich das bis heute nicht wirklich drauf. Gut, ein paar der hiesigen Baum- oder Strauchsorten krieg ich schon zusammen.

Unter Platanen (Grevenbroich)

Aber bei vielen Bäumen muss ich recherchieren, wenn ich wissen will, um welche Art es sich handelt. Ich mache dann mit dem Smartphone ein Foto und checke die Blätter, den Stamm oder die Früchte des Baumes anhand der App Google Lens. Ich denke, das nutzen viele, die sich für ihre Umwelt interessieren. Die richtigen Antworten liefert die App meiner Erfahrung nach nicht immer. 🙂

Beginnt gleicht hinter unserem Haus: Park Königshoven

Wir wohnen hier in unserem Dorf seit über 25 Jahren zur Miete und fühlen uns wohl. Es gibt einen großen Balkon, der uns einen Blick ins Grüne ermöglicht. Außerdem ist das Haus gepflegt, hat einen schönen Garten, eine separate Waschküche, einen Fahrradkeller. Eine Garage gehört dazu.

Ausblick von unserem Balkon

Gleich im Garten stand ein Kirschbaum. Er war ungefähr 25 Jahre alt. In diesem Jahr wurde er gefällt. Angeblich sei der Baum krank gewesen. Ich glaube das nicht! Es handelte sich aus meiner Sicht um einen unqualifizierten Gärtner, der dazu von uns Mietern nicht dafür autorisiert war. Bäume, die noch voll belaubt sind sollten m.E. nicht schon im September eines Jahres beschnitten werden. Jetzt ist es zu spät. Der Baum ist weg.

Mitte September gefällter Kirschbaum

In diesen Zeiten jammern viele wohl zu Recht darüber, dass der Klimawandel unseren Wäldern schwer zusetzt. Wenn ich in unserer Gegend unterwegs bin, finde ich kaum wirklich alte Bäume. Das mag aber auch an mir liegen. ¯_(ツ)_/¯ Sucht man im Internet danach, wird man nur an wenigen Stellen fündig. Diese Platane kann man im Schlosspark Paffendorf bestaunen. Ansonsten wird man vielleicht mal zufällig fündig.

Platane im Schlosspark Paffendorf

In Bedburg gibt es eine Lindenstraße. In meiner Kindheit standen die Bäume noch, die der Straße ihren Namen gaben. Die Straße war schon etwas breiter, so dass es für das Bild einer Allee nicht reichte. Aber die Bäume waren alt und mussten damals der Modernisierung des Stadtbildes weichen. Eigentlich ging es dabei aber wohl mehr um Parkflächen für Autos als um eine Modernisierung.

Vor ein paar Jahren hat man auf der Straße neue Linden angepflanzt. Das finde ich gut!

1








Artikelautor: Horst Schulte

Mein Bloggerleben reicht bis ins Jahr 2004 zurück. Damals habe ich dieses schöne Hobby für mich entdeckt. Ich bin jetzt 66 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Das mit dem Schreiben ist zwar weniger geworden. Aber ab und zu schreibe ich hier und anderswo. Die sozialen Netzwerke haben die Welt verändert - nicht zum Guten!

Schreibe einen Kommentar


Es werden keine IP-Adressen gespeichert! Sie können, falls Sie dies möchten, auch anonym kommentieren.

Horst Schulte

Und ewig singen die Wälder