Das Grau der diesjährigen Weihnacht‘ bunt färben

/ Lesezeit ca. 2 Min.

Heute habe ich in meinen Fotos gewühlt. Die Sonne kam überraschend – nach gefühlten Wochen Enthaltsamkeit – aus ihrem grauen Versteck. Mutter habe ich in zwei dicke, warme Decken gepackt und sie für eine halbe Stunde auf den Balkon gebracht. Es war kalt, aber die Sonne war stark genug, um zusammen mit der wunderbar frischen Luft nach all den tristen Wochen richtig gutzutun. Wie gut ihr das getan hat, merkte man ihr den ganzen Nachmittag hindurch an.

Ich habe nur Fotos herausgesucht, deren Motive ich mit Frühling und guter Stimmung verbinde. Gott, ist das schön, wenn einmal nicht nur das lichte, oft genug dunkle Grau am Himmel steht, sondern die Sonne scheint. Es wirkte, als würde sie ab heute immer scheinen wollen. Aber solche unzuverlässigen Zusagen kennen wir ja von dieser unverzichtbaren Lebensquelle.

Ich hoffe, ihr spürt beim Durchblättern der Fotos (Klicken zur Vergrößerung, ESC zum Verlassen der Vergrößerung, alternativ mit einem zweiten Klick) auch etwas Schönes.

Die aktuelle Nachrichtenlage verheißt nichts Gutes. Dass unsere Politiker trotz des neuen Expertenrates wieder nicht auf die Wissenschaftler hören, hat mich nicht wirklich überrascht.

Wenn wir wirklich gegen die Omikron – Mutante etwas ausrichten wollten, wäre ein schneller, harter Lockdown das Mittel der Wahl. Aber die neue Koalition ist nicht mutiger als die alte. Die Damen und Herren, Lauterbach eingeschlossen, möchten nicht noch schlechtere Presse als das bisher schon der Fall ist.

Irgendwie kann ich das sogar verstehen. Bloß helfen, helfen wird dieses Zögern nicht. Es wird weder die besänftigen, für die alles nur grandiose Panikmache und Übertreibung ist, noch die zufriedenstellen, die dringend auf strengere Maßnahmen warten. Dazu muss man sich bloß in anderen Ländern in unserer Nachbarschaft umschauen.

In Sachen Corona hat die neue Regierung wie der buchstäbliche Tiger zum Sprung angesetzt und ist aus Schiss vor schlechter Presse und den Leerdenkern kraftlos hingeschlagen. Christian Lindners heutiges TV-Statement mit seinen übertrieben »wohlgesetzten«, aber blut- und inhaltsleeren Worten hat das gezeigt.

Und jetzt, wie versprochen – in der Weihnachtswoche -, zu denen schönen Dingen. Unseren Baum werden wir morgen übrigens aufstellen. Viel Spaß!

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2 Gedanken zu „Das Grau der diesjährigen Weihnacht‘ bunt färben“

  1. Das sind Bilder, die Lust auf Frühling machen, besonders die Magnolienbilder.

    Aber es ist noch nicht einmal Mittag und ich hatte heute schon meinen Sonnentag:

    Nach Erhalt meiner dritten Impfung (Moderna) trat ich um halb Zehn aus der Messehalle in die pralle Sonne auf dem Messevorplatz. Das musste ich erst einmal fünf Minuten genießen, bevor ich mich dann in die Tiefen der U-Bahn hinabließ, um nach Hause zu fahren. Jetzt genieße ich noch ein paar Urlaubstage bis Weihnachten.

    Und gerade habe ich den Fehler gemacht und in den Tagesschauticker geschaut: Oweh! Es ploppen zur Zeit geradezu serienweise die Politk- und Verbände-Springteufel aus ihren Kistchen und es ist ein sich überschlagendes Fordern, Warnen, Drohen, Klagen und panisches Hysterisieren. Es wird ein Corona-Warnradau gemacht wie kaum je zuvor. Ich glaube, manchen wird es wohl in der Birne zu heiß.

    Ich bin sicher, dass man damit immer mehr von denen abschreckt, die sich bisher noch nicht entschließen konnten, doch noch zum Impfen zu gehen…

    Die Politiker und Verbändler drängen sich geradezu in die vordersten Reihen, sich völlig unglaubwürdig zu machen. Es ist ein so armseliges Schauspiel…

    Ich gucke mir jetzt noch ein paar deiner schönen Bilder an, die Politik soll mir den Buckel runterrutschen…

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  2. Ich bin kurz davor, gar nichts mehr zu gucken und zu lesen, was mit Corona zu tun hat. Warum das mir bisher einfach nicht gelingen will? Keine Ahnung. Ich bin ein schwacher Mensch, der zudem noch viel zu leichtgläubig ist. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nie geglaubt, dass wir mal in eine solche schwere Krise geraten könnten. Alles wirkt immer noch ein bisschen nach SF. Leider sagen die Bilder in unseren Krankenhäusern etwas anderes aus. Das ist eine brutale Realität. Ich habe im Fernsehen gesehen, dass in Bautzen während laufender Querfront-Demos Bilder von örtlichen Intensivstationen gezeigt wurden. Sie wurden auf allen möglichen Stellen in der Stadt projiziert. Ob das einen von denen beeindruckt?

    Ich wünsche dir jedenfalls einen schönen Urlaub. Ich kann verstehen, dass du die Sonnenstrahlen genossen hast. Ich mache das hier auch so. Lass es dir gut gehen und bis bald.

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